Diamonds On The Soles Of His Shoes

Spielercheck: SV Mattersburg vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SV Mattersburg vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Otar Kiteishvili – Note: 1,95

Der quirlige Georgier war einmal mehr das Um und Auf im Angriffsspiel der Grazer und sicherte nicht nur dem SK Sturm einen Punkt in Mattersburg, sondern auch sich selbst den Titel Man-of-the-Match. Im ersten Durchgang noch wie die gesamte Sturm-Offensive zwar bemüht, aber ohne Durchschlagskraft, setzte die 1,73 große Nummer 9 nach Wiederanpfiff Jakob Jantscher ideal in Szene, dieser verfehlte das Tor mit seinem Kopfball jedoch knapp. Nach 55 Minuten spritzte der georgische Nationalteamspieler in einen Traumpass von Sandi Lovric und verlud Markus Kuster zum Ausgleich. Beinahe hätte Kiteishvili auch noch seine Assiststatistik aufpolieren können, was nach seiner Idealflanke in der Schlussminute passierte, wissen wir aber alle. „Kite“ machte mit seiner Vorstellung ein weiteres Mal ersichtlich, dass er in der Startelf der Steirer unverzichtbar ist. Zusätzlich zu seiner offensichtlich starken Performance bestritt der Georgier zudem die meisten Zweikämpfe aller Sturmspieler und mit seinen unwiderstehlichen Dribblings bewies er ein ums andere Mal, was man in Graz ohnehin schon weiß: Der Junge hat „diamonds on the soles of his shoes“.

Sandi Lovric – Note: 2,13

Der zentrale Mittelfeldspieler mit auslaufendem Vertrag wurde nach subjektivem Erachtens des Autors dieser Zeilen etwas zu gut bewertet. Vorne weg: Lovric spielte einen Wunderpass Marke „Weltklasse“ auf den Man-of-the-Match, der zum 1:1 führte. Ansonsten war das für einen „Mittelfeldregisseur“ zu wenig, nach vorne hin gelang kaum etwas und auch die ansonst starken Standards waren bis auf Ausnahme eines Eckballs nicht zu sehen. Defensiv muss man ihm zugute halten, keinen Ball verloren zu geben, sei es gegen einen, zwei oder drei Gegenspieler. Von jemandem, der laut Medienberichten mit einem Wechsel ins Ausland liebäugelt, darf aber mehr erwartet werden.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,17

7handl hatte über die gesamte Spielzeit nicht viel zu tun, war beim Führungstreffer von Martin Pusic machtlos. Was auffällt, ist, dass seine einst so zielgenauen Abschläge immer öfter an jene von Torhüter-Legende Christian Gratzei erinnern. Hielt zehn Minuten vor Schluss gegen Marko Kvasina aus kürzester Distanz das 1:1 fest. Geile Dress.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,53

Die defensive Dreierkette steht und das zumeist sattelfest. Viel ließ man auch gestern nicht zu, zuviel jedoch, dass der SVM ein Tor erzielen konnte. Spendlhofer spielte eine gewohnt sichere und souveräne Partie, hatte mit 87 die zweitmeisten Ballaktionen am Feld und spielte mit 72 die meisten Pässe aller Spieler. Wenn die Austria ruft, mach einen Ramalho und ruf zurück!

Anastasios Avlonitis – Note: 2,59

Puzzlestück Nummer zwei aus der Dreierkette spielte ebenso souverän und abgeklärt wie sein Nebenmann mit der Nummer 23. Verlor nur einmal zu Spielbeginn Pusic komplett aus den Augen und muss sich glücklich schätzen, nicht Schuldtragender zur Mattersburg-Führung zu sein. Hatte eine starke Passquote von 86,1 % und gewann etwas mehr als zwei Drittel seiner Zweikämpfe, was ihn in dieser Wertung auf Platz zwei hebt. 

Ivan Ljubic – Note: 2,67

Komplettierte die Doppelsechs und spielte ebenso unauffällig wie sein Nebenmann. In den folgenden Spielen darf man sich wohl mehr Ideenreichtum erwarten, auch weil es gegen Teams geht, die nicht so tief stehen werden wie die Burgenländer. Spielte 65 Pässe, am drittmeisten.

Dario Maresic – Note: 2,74

Maresic spielte wie seine Nebenleute in der Innenverteidigung wie gewohnt eine ebenso souveräne Partie, hatte gemeinsam mit Rene Renner die beste Zweikampfquote aller Spieler (75 %) und die drittmeisten Ballaktionen aller Spieler (80). Muss sich dennoch zumindest eine Teilschuld bei der Mattersburger Führung ankreiden lassen, als er eine Flanke nicht ideal vors Tor direkt auf den Fuß von Jano klärte und dann den Torschützen Pusic frei stehen ließ.

Thomas Schrammel – Note: 2,86

Zu Schrammel gibt es nicht viel zu sagen. War defensiv solide und probierte wie gewohnt, sich in die Offensive einzubinden. Seine ansonst gefährlichen Flanken waren leider Mangelware.

Arnel Jakupovic – Note: 2,92

Für einige vielleicht überraschend, für die meisten aber vermutlich erfreulich, schenkte Roman Mählich der Empoli-Leihgabe von Beginn weg das Vertrauen. Im Nachhinein begründete der Coach seine Aufstellung damit, dass er dachte, „Jakupovic passte gut für dieses Spiel“. Tatsächlich hing der Stürmer, der in der Vorbereitung zwei Hattricks erzielen konnte, über die meiste Zeit der Partie in der Luft. Oft zog er auch nach außen, um die Flügelspieler zu unterstützen. In der 20. Minute zeigte er aber beinahe, weshalb er geholt wurde. Nach einem Abwehrschnitzer zog Jakupovic von der Strafraumgrenze sofort ab und zwang Torhüter Markus Kuster zu einer Glanzparade. Wurde nach einer Stunde durch Emeka Eze ersetzt.

Fabian Koch – Note: 3,14

Fabian Koch hatte zwar nicht 99 Luftballons, dafür aber ebenso viele Aktionen am Ball und damit die meisten. Der Tiroler läuft jedoch nicht nur unermüdlich die rechte Außenbahn auf und ab, sondern leider auch noch immer etwas seiner Form nach. Spielte 67 Pässe, die zweitmeisten. 

Jakob Jantscher – Note: 3,52

War für einen von nur drei Offensivspielern in der Startformation einfach zu unauffällig. Es kommt einem vor, JJ verbringt mehr Zeit mit Meckern als mit Fußballspielen auf dem Platz. Hatte nach Seitenwechsel eine große Möglichkeit, köpfte aber neben den Kasten. Eine Passquote von 85 % täuscht über eine magere Performance nicht hinweg – mit den Optionen für die Offensive, die momentan ihr Dasein auf der Bank fristen, darf man gespannt sein, ob in Zukunft nicht der Routinier mit diesen Spielern die Rolle tauscht. In der 68. Minute folgte die überfällige Auswechslung.

Einwechslungen:

Emeka Eze (61.) – Note: 2,83

Als Sturm anfing, Druck auszuüben, brachte Mählich Eze ins Spiel. Was blieb war ein Abschluss aus spitzem Winkel, den Kuster problemlos wegfausten konnte. Wird in den abschließenden drei Spielen wohl auch einmal wieder in der Startformation stehen.

Michael John Lema (68.) – Note: 3,09

Der Youngster, der eben erst seinen Vertrag auf ungewisse Zeit verlängert hat, wurde zum Unglücksraben des Spiels. Wie schnell es im Fußball geht, wäre ersichtlich geworden, hätte Lema seinen Kopfball mit der letzten Aktion nicht neben, sondern ins Tor gesetzt. Hat in seinen 20 Minuten Spielzeit alle Pässe an den Mann gebracht. Jetzt ist es wichtig, den Kopf nicht hängen zu lassen!

Gideon Mensah (90.+1) – Note: 3,28

Holte einen Eckball raus, war in der Lema-Aktion involviert und hat einen feschen Haarschnitt.

Sonstige Bewertungen: 

Roman Mählich – Note: 3,06

Die Aufstellung überraschte nicht sonderlich, dass diese jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte, wird Mählich selbst wohl am besten bewusst sein. Schaffte es offensichtlich nicht, sein Team für dieses wichtige Spiel genug zu motivieren (als wäre das bei einem solchen Fanansturm noch notwendig), dürfte aber wohl eine saftige Kabinenansprache gehalten haben. Warum der Coach nur positionsgetreu wechselte und Eze nach einer Stunde beispielsweise nicht neben Jakupovic stürmen ließ, ist zumindest fragwürdig. Ein hochmotivierter Hosiner schmorte zudem über 90 Minuten auf der Bank.

Schiedsrichter-Team um Manuel Schüttengruber – Note: 2,85

Angenehm unauffällig, hatte statt Gelb und Rot aber vermutlich Pokemon-Karten unter die Pappeln mitgenommen.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 166 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Otar Kiteishvili, folgende Nummer:

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12 Kommentare

  1. hab schon schlimmere frühjahrsauftakte gsehn.. immerhin hat das aufwachen ’nur‘ eine halbzeit gedauert, danach war man aber meiner meinung nach eindeutig der chef am platz.

    bin mal vorsichtig optimistisch, dass wir oben bleiben – auf die schwoazen!

    2+
  2. schmitzi82 sagt:

    OtaMeSsI eindeutig der beste am Platz.

    2+
  3. Marchanno Diaz Rabihou sagt:

    wenn otar jetzt auch noch offensiv spielen dürfte…. meistens war er auf oder hinter der mittellinie (vorallem erste halbzeit), bei angriffen über rechts war schramml der einzige mann in der nähe des strafraums…

    bei koch rechts genauso… darf da vielleicht ein mittelfeldspieler spielen, der hinten aushilft, aber auch vorne was bewegen kann?!?!(zB Hierli)

    habe gedacht huspek hatte nur problem mit vogerl, da er aber auch jetzt nicht spielt könnte man uns einmal aufklären, damit die raterei und unnötige beschuldigungen endlich aufhören

    eze und jakupo passen perfekt ZUSAMMEN, da man aber nur träumen darf von 2 stürmern, bitte vielleicht wenigstens 4 spieler die über die mittellinie nach vorne dürfen – UND DAS VON BEGINN AN! jakupo ALLEIN gegen 5 bis 7 gegenspieler war grauslich zum anschauen. warum müssen wir immer erst in rückstand geraten, um endlich anzugreifen und aufzuwachen??? (auch zB ans salzburg heimspiel zurückdenken!) hab darauf noch nie eine antwort bekommen (und jetzt ja nicht anfangen mit abwarten, umschalten, bla bla – sturm 5erkette gegen mattersburg 5erkette war schon extrem SCHLECHT) …und ja, ich war live da

     

    8+
    • schmitzi82 sagt:

      Du sagst Es .

      5+
    • Siro sagt:

      Mehr als treffend. So einen Fußball wie in Mattersburg will keiner sehen.

      Da verzicht i lieber aufs Stadion gehen das nächste Mal.

      Bevor i mit so einem Scheißkick grad so einen 5. oder 6. Platz erzitter (wir haben gegen MATTERSBURG gespielt, quasi DAHEIM!!!!) spiel i glei im mittleren Play Off und probier ein bisschen was aus was an Fußball erinnert.

      4+
  4. Strauss sagt:

    Bei Rene Renner muss ich immer an Dirk Diggler denken.

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  5. graz4ever sagt:

    Pacult hat behauptet dass Sturm nicht ins Meister-Play Off kommt, dafür die Wiener Vereine! Genauso kanns net sein, dass LASK und net Rapid zweiter ist!

    SCHWACHMAT

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    • GazzaII sagt:

      Der hat in letzter Zeit nicht umsonst dort gearbeitet wo er gearbeitet hat

      => eh mehr ein Kontraindikator;-)

      0
    • Ennstaler sagt:

      Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, Sturm darf nicht in das Meister Play off kommen, da gehören natürlich Austria und Rapid hin. Ja, wenn dass der Peter Pacult sagt, dann wird es schon stimmen, oder? Schön langsam beginne ich auch schon an die „Wiener Mafia“ zu glauben, die es einfach nicht aushält, wenn „gscherte“ Kicker besser sind als die Wiener Bazis. Gerade eine Prognose wie die von Pacult sollte Mannschaft und Fans so motivieren, mit Genuss Austria und Rapid gleich dazu ins untere Play off zu befördern.

      0
    • goodoldtimes sagt:

      Da haben die Wiener einmal Salzburg besiegt und schon wieder ist das Maul weit offen. Wenn sie dasselbe im Cupfinale wiederholen, dürfen sie vielleicht mitreden.

      Dass Sturm nach zwei starken Jahren einen kleinen Einbruch hat ist vertretbar, wie die Wiener Vereine mit viel mehr Geld dahinkrebsen ist jedoch absolut unverständlich.

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  6. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Bitte hörts mit dem Wiener Mafia Blödsinn auf..wir werden 45min von Mattersburg an die Wand gespielt und ihr witterts eine Verschwörung. Wenn wirs nicht schaffen, trotz der Schwäche aller außer den ersten zwei ned mal 6. zu werden. gehör ma eh vom internationalen Fußball ferngehalten.

    Gegen den LASK muss ein Umdenken her weil die sind grade nicht schlecht drauf und da könnte die Defense first Taktik grob in die Hose gehen…

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