Der Schlager schlechthin

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien

Das erste Heimspiel der neuen Bundesligasaison bringt gleich einen Schlager in die  steirische Landeshauptstadt. Am Samstag, dem 19. September 2020 um 17:00 Uhr, ist nämlich kein geringeres Team zu Gast als der SK Rapid. Durch die aktuelle COVID-19 Krise und die am 11. September bekanntgegebenen Einschränkungen, dass nun nur noch 3.000 Zuschauer statt der geplanten 8.000 nach Liebenau dürfen, ist es jedoch nicht das gewohnte Aufeinandertreffen der beiden stärksten Fanlager in Österreich. Auch die wirtschaftlichen Einbußen durch diese Sanktion sind nicht zu missachten. So spricht Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich von Verlusten im siebenstelligen Bereich. Die Schwarz-Weißen gehen nicht als Favorit in die Partie gegen die Gäste aus Hütteldorf. Auch der Trainer der Grazer, Christian Ilzer, warnt vor Rapid und sagte in der Pressekonferenz: „Sie zeigen sich für diesen frühen Zeitpunkt der Saison schon in sehr guter Form.“ Die Wiener konnten das erste Spiel gegen die Admira ganz klar mit 4:1 gewinnen und lachen nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze. Auch die Statistik spricht eher nicht für die Grazer. In den letzten fünf Begegnungen setzte es vier Niederlagen, nur einmal konnten die Blackys ein Unentschieden erkämpfen.

Die Fans wollen den SK Sturm jubeln sehen ©Martin Hirtenfellner Fotografie

Der Neustart braucht Zeit

Der SK Sturm ist mit einem torlosen Unentschieden in St. Pölten in die neue Saison gestartet. Es war das erste Mal seit der Saison 2014/15, dass dem SK Sturm zum Saisonstart kein Tor gelang. Man darf gespannt sein, wie die Heimpremiere in der Bundesliga für Trainer Christian Ilzer ausgeht. Das erste Spiel war von Fehlpässen geprägt und am Ende konnte man froh sein, einen Punkt aus Niederösterreich entführt zu haben. Man hatte das Gefühl, dass die Mannschaft noch etwas Zeit braucht, um die Automatismen und das neue Spielsystem vom neuen Trainer zu verinnerlichen. Aber die Fans vertrauen auf den geplanten Neustart, der mit Ilzer gelingen soll.

Kein ausverkauftes Topspiel

Sturm gegen Rapid ist neben dem Fußballerischen auch ein Spiel der Fans. Man erinnert sich mit Freuden an das Cuphalbfinale 2018. Das Stadion war ausverkauft und die Stimmung elektrisierend. Schon zwei Stunden vor dem Spiel waren knapp 2.000 Menschen am Stadionvorplatz und empfingen den Mannschaftsbus mit einem Meer aus bengalischem Feuer. Als Thorsten Röcher in der 102. Minute einen unglaublichen Sprint mit einer Flanke zur Mitte abschloss und Emeka Eze zum 3:2 einköpfte, war das Stadion kurz davor, zu explodieren und die Emotionen kochten über. Das alles wird es wohl länger nicht geben.
Aber nun zum Spiel selbst: Es wird darauf ankommen, besser in das Spiel zu starten als vergangene Woche in Niederösterreich und gleich zu zeigen, dass man in dieser Partie etwas mitnehmen will. Die sprichwörtlichen Zahnräder müssen besser ineinander greifen, um zu zeigen, dass man von Spiel zu Spiel immer einen Schritt nach vorne macht. Die Grün-Weißen aus Wien mussten unter der Woche auswärts in der Champions-League Qualifikation gegen den belgischen Verein KAA Genk einen Rückschlag hinnehmen. Denn sie verloren die Partie mit 2:1. Vielleicht ein mentaler Vorteil für die Heimmannschaft aus Graz. Ilzer meinte aber, dass man eher auf sich selbst schauen solle und sagte vor der Partie: „Wir müssen uns auf unsere eigenen Tugenden konzentrieren und das, was in uns steckt, einfach auf einem höheren Niveau präsentieren, dann haben wir – egal gegen wen – eine Chance.“ Die Grazer warten seit Ende des vergangenen Jahres auf einen Heimsieg in der Bundesliga und wollen alles daran setzen, den ersten vollen Erfolg seit zehn Monaten einzufahren.

Auf solche Bilder muss der Fußballfan wohl noch länger warten ©Martin Hirtenfellner Fotografie

Spielinfo

SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien

Österreichische Bundesliga, Saison 2020/21, 2. Runde
Samstag, 19.09.2020, 17:00 Uhr, Merkur Arena
Schiedsrichter: Walter Altmann

Mögliche Aufstellung:
Siebenhandl; Ingolitsch, Wüthrich, Gorenc-Stankovic, Dante; Ljubic, Hierländer, Jantscher, Kiteishvili; Balaj, Friesenbichler

Ersatz:
Schützenauer, Geyrhofer, Koch, Shabanhaxaj, Kuen, Huspek, Zettl

Verletzt:
Trummer

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7 Kommentare

  1. Ritter2016 sagt:

    Ich dachte Wüthrich sei angeschlagen?
    Freue mich auf das Stadion, wenn auch in dezimierter Runde

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  2. JPMartens JPMartens sagt:

    Ich glaube nicht an Zufälle, aber sollte es tatsächlich einer sein (glaub ich nicht;) ), gefällt es mir sehr, dass ihr (Sturmnetz) Jäger zum 2. Mal komplett aus dem Kader streicht, behaltet das bei könnte zum Runnning Gag werden. Vielleicht bewirkt es was 😉 könnte man mit Friesenbichler auch versuchen 😉

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  3. Melvinuss sagt:

    Ich hab für mein abo leider eine absage erhalten.

    Allen die ins stadion können/dürfen wünsche ich ein gutes Spiel und hoffentlich einen sieg unserer schwoazn!

    11+
  4. neubeginn sagt:

    Bitte Liebe Mannschaft und Fans:
    -) Werfen wir den Gedanken des Sieges beiseite(irritiert nur und macht bei Rückstand Stress/ Fehler)..
    -) unter Osim und den großen Trainern wird locker(ohne Krampf) auf Spielfreude gesetzt..
    –) eine offene Haltung mit Freiheiten fördert mittelfristig Kreativität
    –) Spielfreude und Spaß sind Elemente, die mit der optimalen Stimmung Im Verein Berge versetzen kann. Das klappt mmn besser, wenn es um ein schönes Spiel geht in dem man sich nicht emotional unterkriegen lässt.
    Freude + Mut + Leichtigkeit = Entwicklung –> eventuell auch der Sieg..
    Daher ist es echt wichtig den Spielstand und das Ergebniss aus den Spieler Köpfen zu lösen, damit die Entwicklung optimaler geht..

    Ilzer glaubt an die Truppe und kommuniziert richtig viel, damit man als Fan informiert/neugierige/erwartungsneutral in die Spiele geht…

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  5. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Naturgemäß keine großen Erwartungen im Hinblick auf die Gesamtsituation.

    Ich will einfach nur eine beherzte Leistung sehen. Der Rest kommt mit der Zeit.

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  6. Hört sich zwar richtig deppert an aber ich glaub es ergebnis is heut eher zweitrangig es ist viel wichtiger einen fortschritt zur letzten partie zu haben dann sind wir auf dem richtigen weg.

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