Der Mann, der Geschichte schrieb!

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. RB Salzburg

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler des ÖFB-Cupfinales SK Sturm Graz vs. RB Salzburg sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Stefan Hierländer – Note: 1,15

Er war laut Medienberichten schon in Wien gelandet, verlängerte dann plötzlich doch beim SK Sturm Graz und traf schlussendlich sehenswert per eingesprungenem Außenrist zum alles entscheidenden 1:0. Der Kärntner lieferte in seiner Heimat eine unvorstellbar gute Leistung ab. Er kämpfte um jeden Millimeter, war überall am Platz zu finden, stopfte viele Löcher und stellte somit wieder einmal unter Beweis, warum er in den kommenden Jahren eine unverzichtbare Säule im Spiel der Blackys sein wird. Hierländer hat sich in den Geschichtsbüchern des SK Sturm Graz verewigt – unvergesslich! Damit geht der Titel des Man Of The Match ganz klar und völlig zurecht an den Mittelfeldturbo! 

Peter Zulj – Note: 1,28

Er ist einfach ein geiler Kicker, der Peda. Wer hätte nach dem Matic-Abgang im Winter 2017 schon gedacht, dass ein bisschen mehr als ein Jahr später der nächste pornoröse Spielmacher in den Reihen der Blackys für unvergessliche Momente sorgt? Oder dass es neben einem Porno-Matic auch noch einen Porno-Peter gibt? Der Mittelfeldspieler zeigte am Mittwoch, dass er beißen, kratzen und kämpfen genauso gut wie flanken, dribbeln und passen kann. Er ist einfach ein sehr kompletter Spieler und hat sich zum absoluten Herzstück der Mannschaft entwickelt – mit ihm steigen und fallen die Leistungen der Blackys. Gott sei Dank erwischte der Neo-A-Team-Spieler gestern einen richtig guten Tag und führte somit die gesamte Mannschaft zu einer „magischen“ Leistung.

James Jeggo – Note: 1,36

Der Australische Krieger alias James Jeggo wurde seinem Ruf abermals gerecht. Kampf, Kampf, Kampf. Achja, und Kampf. The Machine zeigt erneut Leidenschaft und Einsatz, wie sie in den wundervollsten Vorstellungen eines jeden Fußballfans tief verankert sind. Er ist einfach der Inbegriff dafür, was es heißt, alles, und zwar wirklich alles, für die Vereinsfarben eines Fußballklubs zu geben. Beim Finalsieg war Jeggo mit Sicherheit eine Schlüsselfigur, kombinieren sich die Bullen doch am allerliebsten durch die Mitte. Unser Kampfkangaroo gewann unzählige Zweikämpfe, ließ die Gegner spüren, dass der Wille der Grazer an diesem Tag der größere ist und spielte zudem einige tolle Pässe. Eine Vertragsverlängerung des Australiers wäre ein weiterer Meilenstein für die nächsten Jahre, denn einen Jeggo, wie er gestern aufgetreten ist, kann hierzulande jeder Verein brauchen.

Marvin Potzmann – Note: 1,38

Potzmann zeigte im Cupfinale wieder einmal, warum ein Verbleib des universell einsetzbaren Burgenländers von sehr großer Bedeutung wäre. Der gelernte Linksverteidiger brachte wohl seine stärkste Saisonleistung auf das Feld. Ein ums andere Mal schaltete sich Potzmann via Tempodribblings mit in die Offensive ein, vernaschte den ein oder anderen Salzburger mit technisch hochwertigen Einlagen und schlug immer wieder gefährliche Flanken in des Gegners Strafraum. Er krönte schlussendlich eine wahnsinnig ansprechende Leistung mit einer Traumflanke, die Stefan Hierländer zum 1:0 und dem damit verbundenen Cupsieg verwerten konnte. Diese Flanke wird den schwarz-weißen Anhängern noch viele Jahre in Erinnerung bleiben. Merci beaucoup!

Bright Edomwonyi – Note: 1,42

Der Nigerianer, der die Schwarz-Weißen gegen die grün-weißen Hütteldorfer erst ins Finale geschossen hat, spielte auch gegen seinen Ex-Klub aus der Mozartstadt eine gute Partie. Immer wieder ließ er seine Gegenspieler wie Hydranten stehen und konnte mit seiner Schnelligkeit ganz wichtige Räume öffnen. Auch er kam zu seinen Chancen, konnte aber ebenso wie sein Stürmerkollege keine davon unterbringen. Edi hat im bisherigen Frühjahr unter Beweis gestellt, wie wichtig er für den SK Sturm sein kann und man darf nur darauf hoffen, dass er auch in der kommenden Saison mit dem dann wiedererstarkten Bruder Eze auf Torjagd in schwarz und weiß gehen wird.

Thorsten Röcher – Note: 1,47

Thorsten Röcher rackerte hinter den Spitzen Alar und Edomwonyi wie ein Böser und kam abwechselnd über rechts oder links, je nachdem, ob Potzmann oder Hierländer gerade mit nach vorkamen. Diese variable Position stand dem Flügelflitzer ausgezeichnet. Auch wenn die richtig großen Momente im Spiel von Thorsten Röcher ausblieben, leistete er mit seiner Laufarbeit und dem ständigen Unterdrucksetzen der gegnerischen Abwehrreihe einen großen Beitrag zum ersten Titelgewinn seit 2010.

Dario Maresic – Note: 1,48

Was soll man zu ihm eigentlich noch sagen? Uns gehen mittlerweile die Superlative aus. Mit 18 Jahren (!) über eine gesamte Saison hinweg derart konstante, großartige Leistungen zu erbringen, hat absoluten Seltenheitswert. Er diktiert mittlerweile die Abwehr, gewinnt Zweikämpfe in der Luft und am Boden, er versucht spielerische Lösungen zu finden und ist für den Spielaufbau extrem wichtig. Alle seine Attribute konnte er auch gegen die Bullen auf den Rasen bringen. Es war dies eine unvergessliche Saison.

Jörg Siebenhandl – Note: 1,55

Siebenhandl krönte seine bärenstarke Saison mit einem Cup-Finale, in dem er sein Tor gegen die sonst so offensivstarken Salzburger über 90 Minuten sauber hielt. Bis auf ein, zwei Distanzschüsse und eine Unsicherheit von Lukas Spendlhofer hatte der Goalkeeper der Blackys einen relativ ruhigen Arbeitstag. Diesen verbrachte er damit, stets am Spielgeschehen teilzunehmen, beim Spielaufbau mitzuhelfen und Standards souverän zu klären. Eine gewohnt starke Leistung – eines Schlussmannes des Cupsiegers würdig.

Deni Alar – Note: 1,58

Wie wichtig Deni Alar für diese Mannschaft ist, hat mittlerweile jeder verstanden. Der Striker erspielte sich gestern einige aussichtsreiche Torchancen, konnte aber schlussendlich die Kugel nicht im Tor unterbringen, was auch an einem richtig stark performenden Bullen-Schlussmann lag. Trotzdem waren es nicht zuletzt diese Chancen, die den Grazern immer mehr Mut und Zuversicht gegeben haben und an das Wunder glauben ließen. Alar entwickelt sich mittlerweile immer mehr zu einem Spieler, der auch unverzichtbar ist, wenn er nicht trifft – er ist zu einer absoluten Schlüsselfigur bei den Blackys gereift und darf sich nun endlich über seinen ersten Titel freuen.

Fabian Koch – Note: 1,59

Die Tiroler Kampfmaschine rackerte gegen die Bullen über die volle Spielzeit mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht. Immer wieder gewann er harte Zweikämpfe und erlief Bälle, die schon verloren geglaubt waren. Den offensiven Part überließ der Rechtsverteidiger am Mittwochabend meist Stefan Hierländer. Umso fokussierter erledigte er seine Defensivaufgaben. Ganz starke Partie!

Lukas Spendlhofer – Note: 1,68

Am Sonntag noch zurecht ein wenig in die Kritik geraten, besserte sich die Leistung Spendlhofers binnen drei Tagen um ein Vielfaches. Trotz alledem sorgte eine Unkonzentriertheit des Innenverteidigers in Minute 18 fast zu einem Tor für die Salzburger. Mit großem Einsatz konnte er seinen Fehler aber selbst korrigieren und spielte in Folge, wie die gesamte schwarz-weiße Mannschaft, eine fast fehlerlose Partie, gewann dabei viele Zweikämpfe und leitete das Spielgeschehen aus dem Verteidigungszentrum aus. Bravo!

Einwechslungen:

Jakob Jantscher – Note: 1,83

Jantscher kam in der 93. Spielminute für den übermüdeten Edomwonyi und rackerte bemüht am rechten Flügel. So wirklich in Erscheinung treten wollte er aber nicht, Sturm drückte in der Verlängerung allerdings auch nicht so wirklich nach vorne, sondern wartete mit Köpfchen auf die entscheidende Gelegenheit. Er verließ Sturm 2010 nach dem Cupsieg, um 2018 zurückzukehren und diesen gleich wieder einzuheimsen.

Philipp Huspek – Note: 1,74

Der Pfitschipfeil wurde in der 102. Minute für Thorsten Röcher eingewechselt und brachte noch einmal ein bisschen Speed in das Spiel und beschäftigte sofort die Defensive der „Gastmannschaft“.

Sandi Lovric – Note: 1,56

Wurde für Deni Alar zur Ergebnisverwaltung eingewechselt.

Christian Schoissengeyr – Note: 1,71

Wurde für Peter Zulj zur Ergebnisverwaltung eingewechselt.

 

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 319 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man-of-the-Match Stefan Hierländer folgenden Song:

 

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2 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Jeggo erinnert mich immer mehr an Roman Mählich 😉

    Außerdem finde ich, hat man in diesem Spiel gesehen, wieso Alar der absolut verdiente Kapitän von uns is..

    Aber alles egal! I freu mi einfach irre auf die nächsten Jahre und unseren bestrittenen Weg weiter „wachsen zu sehen“!!!

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  2. Goe Goe sagt:

    Unglaublich wie Deni nach seiner Auswechslung neben Vogel an der Linie abgegangen ist und sein Team gepusht hat! Dieses „Ois für die Schwoazn“ will ich sehen! Danke!

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