Das Zuschauerproblem in Österreich – ein Vergleich mit den Niederlanden

Was macht den Fußball in den Niederlanden sehenswerter als den in Österreich?

Zwei Städte, beinahe gleich groß. Trotzdem finden in jener mit sogar weniger Einwohnern fast doppelt so viele Zuseher ihren Weg ins Stadion ihres größten lokalen Klubs. Eine Analyse basierend auf den Vergleich des SK Sturm mit dem FC Groningen, die versucht, die Unterschiede zwischen dem niederländischen und dem österreichischen Fußball aufzuzeigen.

Da ich momentan mein Auslandssemester im Bereich Journalismus in Groningen, Niederlande, absolviere und deswegen nicht den Spielen meines Heimatklubs Sturm Graz beiwohnen kann, musste ich mich um Ersatz umsehen, um meine eine große Liebe zu betrügen. Nicht lange hat es gedauert, da fand ich ihn im größten Fußballklub der Stadt, dem FC Groningen. Obwohl das Team in den selben Farben wie Sturms aktuell größter Rivale, der SK Rapid Wien, spielt, kann ich in meiner Brust bereits ein kleines grün-weißes Herz neben meinem großen schwarz-weißen schlagen hören.

Es war ein sonniger Sonntagnachmittag, als ich Groningens Hatachi Capital Mobility Stadion (früher Euroborg) erstmals einen Besuch abstattete. Die Heimstätte Groningens sieht von außen eher wie ein Einkaufsgebäude aus, zeigt ihre wahre Schönheit aber innen (mit Ausnahme der Farben versteht sich). Die „Green-White Army“, zu diesem Zeitpunkt in der niederländischen Eredivisie letztplatziert, empfing den FC Utrecht, der ebenso im unteren Tabellendrittel herumgurkte. Die Atmosphäre im Stadion war gut, ein Freund von mir und meine fußballsüchtige Wenigkeit hüpften im Fansektor auf und ab und sangen zu ein paar Fußballchants, die aufgrund der mangelnden Kreativität bereits nach einer Halbzeit in den Köpfen verankert waren.

FC Groningen vs. PSV: Die Heimfans heizen den Gästen aus Eindhoven richtig ein, am Ende steht es jedoch 2:1 für den Favoriten. © Christian Albrecht

16.000 Zuseher sahen eine dürftige Performance von beiden Teams. 16.000, das ist beinahe das gesamte Fassungsvermögen der Grazer Merkur Arena. Häufig wird behauptet, dass ein größeres Stadion in Graz Unsinn wäre. Diese Leute haben vermutlich Recht, hat Sturm momentan doch einen Zuschauerschnitt von nicht einmal 10.000 in der bisherigen Saison. Ich frage mich nur, warum, da es in Groningen doch offensichtlich funktioniert. In einer Stadt, die mit rund 200.000 Einwohnern um ca. 80.000 weniger als Graz hat und deren Fußballteam in der laufenden Saison in der Tabelle um einiges schlechter dasteht als der SK Sturm. Ich habe mich auf die Suche nach Antworten gemacht und gehofft, diese in Gesprächen mit verschiedenen Leuten, vom Fan bis hin zum Experten, zu finden.

Geschichte ist wichtig

„Die 9.546 Zuschauer im Durchschnitt in der Saison 2006/2007 sind der beste Wert seit dem Einstieg Red Bulls im Jahr 2005“, sagt Richard Turkowitsch. Turkowitsch ist Supporter von Blau-Weiß Linz und Urheber der #ZuschauerInnentabelle auf Twitter, in der er die Zuseherzahlen aus österreichischen Fußballligen sammelt und dokumentiert. „Derzeit liegt der Durchschnitt bei rund 6.500, es liegen aber auch noch die traditionell schwach besuchten Winterrunden vor uns.“ 2006/2007 war auch jene Saison der Eredivisie, in welcher der Zuschauerschnitt nicht die 18.000er-Marke knackte. Natürlich muss bedacht werden, dass die Niederlande (17 Millionen Einwohner) eine weitaus höhere Bevölkerungsdichte haben als Österreich (8,7 Millionen Einwohner). Warum Ajax Amsterdam mit rund 800.000 Einwohnern bei jedem Spiel 50.000 Leute im Stadion sitzen hat und Rapid mit zwei Millionen Einwohnern nicht einmal 20.000, erklärt das jedoch nicht.

Seit dieser Saison sammelt und ordnet Richard Turkowitsch Zuschauerdaten, sein Archiv geht mittlerweile bis in die Saison 2012/2013 zurück. © Privat

Adam Bosworth arbeitet als Fußballanalytiker für Football Radar, jener Firma, die österreichischen Fußballliebhabern und Twitteranten wohl vor allem durch Tim Armitage ein Begriff sein wird. Football Radar stellt Fußballdaten und -statistiken für Fußballligen der ganzen Welt zur Verfügung. Bosworth covert die Eredivisie und kann Gründe nennen, warum die Niederlande in der Lage sind, größere Massen in die Stadien zu locken, als Österreich. „Das Land ist reich an seiner Fußballgeschichte und unheimlich fanatisch, wenn es um das runde Leder geht. Die Leute setzen alles daran, diese erfolgreiche Geschichte zu wahren und vielleicht eines Tages zu diesen Erfolgen zurückzukehren. Die Teams der damaligen Nationalmannschaft und von Ajax Amsterdam aus den 70er-Jahren, die den Totalen Fußball erfunden haben, ließen das Interesse drastisch ansteigen und das hält bis heute an. Die Niederländer streben immer noch danach, ihre Idole von gestern zu würdigen. Und ich denke, dass das noch über viele Generationen so der Fall sein wird.“

Österreich hatte auch seine großen Jahre, diese sind jedoch beinahe in Vergessenheit geraten. „Der niederländische Fußball ist als nationaler Sportmythos ein deutlich größeres Alleinstellungsmerkmal als der österreichische“, stimmt Turkowitsch zu. „Die Erfolge des Wunderteams rund um Matthias ‚Der Papierene‘ Sindelar und der wegweisende Donaufußball sind ewig her.“ In der Tat gibt nur mehr wenige Menschen auf dieser Welt, welche die Serie des Österreichischen Nationalteams von 14 ungeschlagenen Spielen aus den frühen 30ern miterlebt haben.

Erfolge sind wichtig

Obwohl bereits einige Gründe genannt wurden, gibt es noch einige mehr, warum in Österreich die Zuschauer ausbleiben. „In den Niederlanden gibt es weitaus weniger andere so populäre Sportarten, gegensätzlich zu Österreich, wo der Wintersport einen großen Platz neben dem Fußball einnimmt“, sagt Bosworth. „Hier werden Generationen mit dem Fußball als DEM Sport erzogen und obwohl der Standard nicht mehr auf dem Level ist, auf dem er einst war, bleibt der Fußball ein riesen Thema – auch für Fans von Teams, die gerade um den Abstieg kämpfen.“ Anders als in Österreich. Tim Armitage, Bosworths Kollege, ist verantwortlich für die Österreichische Bundesliga und meint: „Fans in Österreich haben sich als sehr launisch herausgestellt, wenn das Team einen Lauf hat, dann kommen auch die Leute ins Stadion.“

Wenn ein Verein einen Lauf hat, kann auch Österreich ein starkes Zuschauerbild bieten. © Martin Hirtenfellner Fotografie

Da ein Wunderteam nicht mehr existiert, schauen viele Fans – vor allem die jüngere Generation – lieber ins Ausland, um guten Fußball zu suchen. Die Vereine in den Niederlanden scheinen dieses Problem nicht in solch einem Ausmaß zu haben. „Niederländische Klubs haben eine größere europäische und sogar globale Fanbasis, welche auf die erfolgreichen Ajax-Mannschaften der 70er, 80er und 90er und zwischenzeitlich beziehungsweise später auch auf PSV und Feyenoord zurückführt“, sagt Bosworth. „Ich denke, dass das sicherlich den Anteil an Kindern reduziert, welche die Teams aus ihrem eigenen Land ignorieren und lieber die großen Klubs wie Barcelona, Real Madrid und Bayern München supporten.“

Ajax Amsterdam (4), PSV Eindhoven (1) und Feyenoord Rotterdam (1) haben zusammen insgesamt sechs Champions-League-Titel errungen (den Europacup als Vorgänger miteingerechnet). Österreich kann solche Erfolge nun einmal einfach nicht vorweisen. „Österreichische Teams haben nicht dieselbe Historie und auch nicht diese Reichweite, da es schlichtweg an internationalem Erfolg mangelt. Einen Klub aus Österreich in der Champions League Gruppenphase wiederzufinden, ist ein sehr unregelmäßiges Vergnügen und Red Bull Salzburgs wiederholtes Fehlschlagen verbessert diese Situation auch nicht“, fügt Bosworth hinzu. „Eine Geschichte, wie Ajax sie hat, generiert viel mehr Interesse und die ältere Generation in den Niederlanden ist vermutlich noch loyaler ihren Klubs gegenüber.“ An diesem Punkt soll nicht außer Acht gelassen werden, dass der SK Sturm eine weitaus erfolgreichere nationale (3x Österreichischer Meister, 5x Österreichischer Cupsieger, 3x Österreichischer Supercupsieger) sowie internationale (3x Champions-League-Gruppenphase) Geschichte vorzuweisen hat, als der FC Groningen (1x Niederländischer Cupsieger).

Infrastruktur ist wichtig

Tim Armitage, der sich jedes Spiel der Österreichischen Bundesliga live oder re-live ansieht, nimmt außerdem die Spieler in die Pflicht. „Österreichische Fußballer gehen durch die Jugendakademien mit dem Ziel, einmal im Ausland in einer ‚großen‘ Liga zu spielen und das spiegelt sich irgendwie bei den Fans wieder“, meint der Experte. „Fans schauen sich dann lieber zuhause die Premier League oder die Deutsche Bundesliga im Fernsehen an, als ihren lokalen Klub im Stadion zu unterstützen. Grund dafür ist das niedrige Niveau weil die besten Spieler alle ins Ausland gehen. Es ist ein Teufelskreis, der unheimlich schwer zu brechen ist.“

Hier geht es zu Adam Bosworhts Twitter-Profil. © Football Radar

Aber ist der Stadionbesuch denn nicht das Beste am Fußball? Das Gefühl, im Stadion auf und ab zu hüpfen, sein Team bis zum letzten Atemzug anzufeuern? „Dadurch, dass man Woche für Woche meist die gleichen Gesichter für ein paar Stunden sieht und mit diesen Personen seine Freizeit verbringt, ist es fast schon das Kollegiale und Freundschaftliche, was den Stadionbesuch besonders macht“, sagt Maximilian. Der 25-Jährige ist bei fast jedem Sturm-Spiel live dabei. Auch Tim Armitage würde jede Woche ins Stadion gehen, lebte er in Österreich. Trotzdem, Österreich ist nicht bekannt für seine schönen, großen Stadien. Guter Fußball geht oft in schlechter Atmosphäre unter. Viele österreichische Kicker spielen lieber in der 2. Deutschen Bundesliga, als mit einem heimischen Team in der Europa-League-Qualifikation zu spielen. In qualitativer Hinsicht gibt es wenig bis gar keinen Unterschied. Die Fans sind jedoch mehr, die Stadien besser und die Möglichkeiten größer.

„Negativ auffällig sind die Stadien, bei denen offensichtlich notwendige Pflichten gerade einmal so erfüllt wurden, allen voran das Mattersburger Pappelstadion mit seinen unansehnlichen Stahlrohrtribünen oder das Stadion in Hartberg“, sagt Richard Turkowitsch. Geht es nach Maximilian, ist der Stadionbesuch in Graz auch ausbaufähig. „Speziell was die Stadiongastronomie betrifft. Wenn man das mit den nordischen Ländern – Finnland ausgenommen – vergleicht, hinkt man an der Qualität und Auswahl meiner Meinung nach sehr hinterher.“ Ich, der ich sowohl der Merkur Arena in Graz als auch dem Euroborg in Groningen mehrere Besuche abgestattet habe, kann hier voll und ganz zustimmen. Das Angebot und die Vielfalt in Groningen sind um ein Vielfaches besser. Klar, Frankfurter und Schnitzelsemmeln haben ihren Charme, zeitgemäß geht aber anders. Darüber hinaus kann man im Inneren des Stadions in Groningen mittlerweile nur mehr bargeldlos bezahlen. Und selbst da gibt es für Bankomat- bzw. Kreditkartenzahler nur einen von insgesamt drei Schaltern. Standard ist hier das Bezahlen mit der Abokarte, die man zuvor mit Geld aufgeladen haben muss. In Graz undenkbar. Laut Tim Armitage wird ein solches System aber über kurz oder lang in Österreich Einzug halten. „Das ist etwas, was langsam aber sicher in jedem Stadion zur Praxis wird.“

Das größte Problem in Graz ist jedoch vermutlich jenes, dass das Stadion nicht Sturm gehört. „Es fehlt die Identität beim Stadion. Dadurch, dass es nur gepachtet ist, kann der Verein seinen Handabdruck nicht verewigen lassen“, meint Maximilian. „Beispiele dafür wären etwa Statuen von Vereinslegenden oder schwarz-weiße Sitzplätze im Stadion.“ Beides ist beim Euroborg-Komplex, der zudem ein Kino, ein Einfaufszentrum, ein Kolleg, eine Schule sowie einige Restaurants und eine Tiefgarage beinhaltet, vorhanden. Mit der Ausnahme, dass die Sitze grün und weiß sind. „De Groene Kathedraal“ (Die Grüne Kathedrale), wie die Spielstätte im hohen Norden genannt wird, wurde 2006 eröffnet und hat eine Kapazität von 22.579 Plätzen. Innerhalb der letzten zehn Jahre hatte Groningen in sieben Saisons einen Zuschauerschnitt von mehr als 20.000 Personen.

Größe ist nicht wichtig

Die oben genannten Gründe einmal außen vor gelassen: Warum ist der SK Sturm nicht einmal gegen Rapid Wien, den Klub mit der größten Fanbasis in Österreich, in der Lage, das Stadion bis auf den letzten Platz zu füllen? Wirft man einen Blick auf folgende Zahlen, zeigt sich einem, dass Sturm ein weitaus größeres Potenzial als Groningen hat. Graz zählt um die 280.000 Einwohner, Groningen nur rund 200.000. Als größter Klub im 1.240.000 Einwohner starken Bundesland Steiermark sollte der SK Sturm auch in diesem Bereich mehr potentielle Stadionbesucher aktivieren können als die „Green-White Army“ in der Provinz Groningen (580.000 Einwohner). Nicht zu vergessen, dass Sturm in der abgelaufenen Saison Vizemeister wurde, den Cupsieg gegen übermächtige Salzburger geholt hat und sogar in der aktuell von manchen ausgerufenen Krise in der Liga besser dasteht als der FC Groningen in der Eredivisie. Würde ein größeres Stadion in Graz denn zugleich auch für mehr Zuseher sorgen?

„Ganz und gar nicht“, meint Tim Armitage. „Bessere Infrastruktur mag zu mehr Besuchern führen, ich glaube aber nicht, dass die Größe des Stadions ein allzu ausschlaggebender Faktor ist.“ Richard Turkowitsch fügt hinzu: „Dass ein größeres Stadion quasi automatisch mehr Leute anzieht, würde ich zumindest als fragwürdig einschätzen. Das Weststadion in Hütteldorf ist zwar ein Positivbeispiel, die Situation des LASK im Paschinger Waldstadion verglichen mit der Linzer Gugl wäre aber ein Beispiel für eine erfolgreiche, wenngleich laut Eigendarstellung des Vereins nicht ganz freiwillige, Verknappung.“ Offensichtlich würde ein größeres Stadion also nicht zwingend zu größeren Fanmassen führen. „Es könnte sogar schädlich für die Atmosphäre im Stadion sein“, sagt Armitage. „Ich denke, ein größeres Stadion in Graz könnte vor allem finanziell ein schwerer Fehler sein.“

Ein zu großes Stadion könnte so ein Bild zur Folge haben. © Martin Hirtenfellner Fotografie

Mit der diesjährigen Bundesligareform erwarten sich die Verantwortlichen mehr (gekünstelte) Spannung und als Konsequenz daraus auch mehr Besucher. Der derzeitige Zuschauerschnitt ist ein Beleg dafür, dass dieser Plan bisher jedoch noch nicht ganz aufgegangen ist. „Derzeit sieht es sportlich nicht danach aus, aber sollten die ‚Großen Vier‘ und der LASK allesamt in der Meistergruppe landen, wäre es auf der einen Seite durchaus denkbar, dass der ausgegebene 10.000er-Schnitt erreicht wird. Auf der anderen Seite würde der Durchschnitt in der Qualifikationsgruppe jedoch drastisch runterrasseln.“ Tim Armitage glaubt nicht, dass sich die Reform positiv auswirken wird. „Solange die Liga nicht wettbewerbsfähiger wird beziehungsweise mehr Geld in das gesamte System investiert wird, nicht“, ist er sich sicher.

Wer teilt, nimmt Anteil

Wie kann Österreich also das oft zitierte Zuschauerproblem lösen? „So harsch es klingt: Durch den Abstieg der Vereine ohne Fanbasis und durch den Aufstieg jener mit. Die Zeiten eines aufstrebenden Dorfvereines, der mit seiner Erzählung von David gegen Goliath in die Bundesliga reitet, zieht für den normalen Stadiongänger einfach nicht mehr. Dafür wurde sie schon zu oft erzählt“, sagt Turkowitsch. „Das Image der Liga ist in den Augen vieler Fußballfans provinziell. Einer der Gründe ist natürlich die Entwicklung des Fußballs im sich immer weiter zuspitzenden Kapitalismus. Wenn jederzeit zu hören ist, dass nur das Beste genug ist, und das auch in der Gesellschaft so vorgelebt wird, werden potentielle Fußballfans gleich zu Anhängern von Barcelona oder Bayern. Gerade dann, wenn diese Vereine dank der medialen Möglichkeiten genauso zum Greifen nahe erscheinen wie der Bundesligaverein ums Eck. Die wirksamste Maßnahme zur Erhöhung der Besucherzahlen wäre ein spannender Meisterkampf. Aber dazu müsste vermutlich die Marktmacht Red Bulls durchbrochen werden und nach allen gängigen Regeln des Kapitalismus ist das aus heutiger Sich wohl als illusorisch einzuordnen.“

Hier geht es zu Tim Armitages Twitter-Profil. © Football Radar

PSV, Ajax und Feyenoord haben erst kürzlich gezeigt, wie man die heimische Liga wettbewerbsfähiger machen könnte. Die drei größten Klubs des Landes kamen zu einer Übereinkunft, die besagt, dass in Zukunft 10 % ihrer Einnahmen aus den internationalen Bewerben auf den Rest der Liga aufgeteilt werden sollen. „Ich unterstütze diese Idee voll und ganz und glaube, dass dies ein exzellenter Schritt ist, die Standards des gesamten niederländischen Fußballs zu heben“, sagt Bosworth. „Ich wüsste nichts, was dagegen spreche, das auch in Österreich umzusetzen. Salzburg hat ein um so vieles größeres Budget und hat die Liga in den letzten Jahren so derartig dominiert, konnte das aber nicht auf internationale Erfolge im Sinne einer Champions League Qualifikation übertragen. Ich frage mich, ob deren internationale Performances auf ein noch höheres Level gehoben werden könnte, hätte man national einen härteren Wettbewerb.“

Bosworths Kollege Armitage fügt hinzu: „Das ist eine tolle Sache und aus neutraler Sicht würde ich es auch für Österreich total unterstützen. Langfristig gesehen könnte es großen Nutzen mit sich bringen.“ Möglicherweise auch in Hinsicht auf die Zuseherzahlen, sollte die Liga wieder mehr Spannung bieten können. Alles in allem ist es trotz aller Erklärungen und Theorien noch immer schwer zu sagen, was die wahren Gründe sind, warum Fußball in Österreich weniger sehenswert ist, als beispielsweise in den Niederlanden. „Traurigerweise glaube ich, dass es dem Fußball in Österreich schlichtweg an Geld und Investoren mangelt“, schließt Armitage ab. Darüber hinweg scheinen die Österreicher aufgrund von mangelnder erfolgreicher Historie und internationaler Präsenz dem Fußball einfach nicht so angetan zu sein wie in anderen Ländern. Red Bull Salzburgs Übermacht in der nationalen Liga tut ihr Übriges. Das größte Problem dürfte nichtsdestotrotz die durchschnittlich schlechte Infrastruktur in der ganzen Liga sein, die ihren Ursprung vor allem in den in der Bundesliga spielenden Dorfklubs findet.

„Wer nicht hüpft, der ist ein Friese“, singen die Fans des FC Groningen. Soeben wurde der Rivale aus Heerenveen im „Derby van het Noorden“ mit 2:0 nach Hause geschickt. Die Grün-Weißen haben sich mit zuletzt starken Leistungen vorerst vom letzten Tabellenplatz lösen und sogar zwei Siege in Folge einfahren können. Es geht bergauf.

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18 Kommentare

  1. Gustlig sagt:

    OK – basically, Holland ist ein Fussballland, wir nicht. Und du hast Freunde auf Twitter befragt, wodurch ja gleich viel mehr Autorität dazukommt.

    Aber wichtiger: was hast du gegen Frankfurter und Schnitzlsemml? Wauns da net passt! Alles Snobs. Wenn mir in Groningen wer mit einer Asianudelbox vorm Gsicht herumfuchtelt daun tusch i dem ane!

    1+
    • Christian Albrecht Christian Albrecht sagt:

      Aber doch ganz im Gegenteil, gönn ich mir ja selbst bei jedem Spiel eine gschmackige Schnitzelsemmel!

      Fakt ist jedoch, dass es für Vegetarier/Veganer im und ums Stadion so gut wie nichts gibt und das 2018 einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Und auch sonst lässt das Angebot sehr zu wünschen übrig. Wenn man uns die Schnitzelsemmerln wegnehmen würde, wär ich der erste, der auf die Barrikaden geht. Es sollte aber nicht mit Frankfurtern und Wurstsemmerln das einzige, sondern eines von vielen Angeboten sein.

      swg, Christian

      2+
    • lobbo sagt:

      @christian albrecht

      erstens gibts die schnitzelsemmel nur ausserhalb des stadions und zweitens: solange die gastro nicht sturm gehört kauf ich nix zu essen… bier ist eh vegetarisch (abgesehen von den insekten die bei der hopfenernte verrecken und mitgehen)

       

      aber du hast schon sehr recht bei sturm ist in bezug auf das stadion sehr vieles nicht zeitgemäß

      1+
    • Nock-74 sagt:

      @lobbo: wenn du behauptest schnitzelsemmeln gibt´s nur ausserhalb, dann warst wahrscheinlich noch nie im Stadion! 🙂

      5+
  2. goodoldtimes sagt:

    Eine andere Idee, die hin und wieder zu hören ist, um Zuschauerzahlen, Bedeutung und Qualität der Mannschaften zu eröhen, ist die Zusammenlegung von Ligen ähnlich wie im Eishockey. Mit den stärksten Teams aus Österreich, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn in einer 16-er Liga (so als Beispiel) hätte man die ambitioniertesten Teams mit der besten Infrastrukur und größten Fanbasis zusammen.

    Das bedeutet für jedes Team mehr Werbeeinnahmen (weil mehrere Sender aus verschiedenen Ländern Spiele austragen), mehr Reichweite und einen härteren Konkurrenzkampf. Wir würden auch weniger Spieler an die 2. Deutsche Bundesliga oder Griechenland, Portugal, etc. verlieren, weil die eigene Liga schon attraktiv genug ist.

    Man müsste sich halt mit der UEFA einigen bezüglich Europa- und Champions League Quali. Aber wenn man sich über so eine stärkere Liga direkt für Bewerbe qualifizieren kann, und insgesamt langfristig mehr Qualifikationsplätze bestehen, ist dort selbst der 5. oder 6. Platz mehr wert als bei uns der 3. oder 4.

    Und für einen Klub wie Sturm würde es halt noch mehr harte Arbeit bedeuten, aber auch viele neue Möglichkeiten und vielleicht sogar die Chance auf mehr Kontinuität (die fehlt derzeit sehr).

    Aber da neben Sturm, Salzburg, Austria und Rapid wohl nicht viele andere österreichische Teams Platz in so einer Liga hätten (derzeit vielleicht der LASK), würde es wohl auch länger dauern, bis wir wieder mit dem Stadtrivalen in derselben Liga spielen. Das wäre aus historischer Sicht schon sehr schade.

    Ich würde trotzdem ganz ehrlich gesagt Sturm – Maribor, Sturm – Sparta Prag oder Sturm – Ferencvaros interessanter finden als Sturm – Altach (nix gegen Altach…). Ich persönlich könnte der Idee also schon etwas abgewinnen.

    Aber natürlich bleibt das Allerwichtigste der SK Sturm Graz, ganz egal in was für einer Liga wir spielen. 😉

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Also eine Habsburg Liga quasi…glaube kaum das sowas hinhauen wprde, haben schon in Wien ein Fan Problem dann erst noch welche quasi importieren in eine Habsburg Liga…nja.

      Den Fans ists glaub ich wurscht ob wir gegn Prag oder Oberpullendorf spielen. Man braucht einfach Identifikationsfiguren und auch Erfolg. Ist kein Wunder warum dem Mählich im Vorhinein nur Rosen gestreut werden von den Medien, er ist überall positiv in Erinnerung (Familie Beckham exkludiert). Von wem sollen sich die Kinder heutzutage ein Trikot kaufen? Die einen sind ned mal lange genug da bis das Trikot bezahlt is und Typen wie Zulj werden von uns aufgebaut und wollen dann sofort weg und brechen dann ein wenn keiner Fantasie Preise zahlt…

      Es braucht einfach Spieler die sich zum Verein bekennen und Sturm leben. Die müssen ned mal Österreicher sein. Dann kommen die Fans auch wieder von allein und der Erfolg ist auch da wenns mal sowas ähnliches wie Kontinuität gibt. Eine künstliche Super-Liga aufbauen um in Konkurrenz zu Deutschland zu stehen bringt sich nix…mit diesen abstrusen Summen können und sollten wir nicht konkurrieren. In Zeiten der Globalisierung warum sollst da Sturm Fan sein wennst mit Dazn alle Ligen schauen kannst? Wenn ned mal die Spieler gerne bei Sturm sind weißt eh schon was spielt…

      Sturm hat einen Namen in Europa, nur fehlt den Verantwortlichen der Mut zur Innovation, ein bisschen Kompetenz und auch die politschen Verbindungen.

      3+
    • goodoldtimes sagt:

      @Schworza99, ich stimme dir schon zu, die Kontinuität ist das Wichtigste und die Idee einer kommerziellen mitteleuropäischen Liga is schon eine sehr gewagte Idee. Ich finde auch, dass wahre Fans genauso gerne gegen Kottingbrunn ins Stadion kommen wie gegen Liverpool, aber dann sind wir wieder dort, dass wir auch viel mehr wahre Fans brauchen.

      Bei Napoli sind ja angeblich nach der Pleite in den 90ern noch als Drittligist 30.000 Zuseher ins Stadion gekommen, es geht also wie du sagst auch gegen kleinere Mannschaften.

      Ich frage mich nur, wie wir in unserer derzeitigen Liga die von dir angesprochenen Innovationen schaffen können und ob wir es so jemals schaffen werden, die guten Spieler zu halten. Spieler und Mannschaften brauchen Druck, um sich weiterentwickeln zu können. Und wenn wir uns wöchentlich mit einer stolzen, offensiv um den Sieg spielenden Mannschaft messen, könnte das einen sehr konstruktiven Druck erzeugen.

      Aber im Endeffekt hast du Recht. Egal, in was für einer Liga wir spielen, es braucht unterschiedliche Maßnahmen, politischen Willen und Kontinuität, damit wir mehr Menschen für den SK Sturm begeistern.

      1+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      – Jugendspieler nur in die 1. Übernehmen wenns langfristig unterschreiben ohne AK (oder mind. 2m Klauseln)

      – Lobbying in der Politik (Graz, Wien evtl. sogar Brüssel)

      – Investoren im Bereich Infrastruktur finden (wenn uns wer ein Top Trainingszentrum hinstellt is ma wurscht obs Oil Arab Company Trainingszentrum etc. heißt, ebenso beim Stadion)

      – In den Frauenfussball investieren – hier haben wir die Chance uns in Europa bekannt zu machen bzw. erreichen wir so auch mehr Leute (1 Tagesticket für die Männer gilt auch für das CL Spiel der Frauen usw.). Gibts ne Akademie in der Stmk werden sich auch mehr Mädchen für Fussball interessieren…ist kein kleiner Markt (50% der Bevölkerung)

      – Ein klares Leitbild definieren, sich als Club der Steiermark inszenieren, sich nicht mit Wien vergleichen sondern eine eigene Identität entwickeln

      – wenn wir schon über Habsburg reden: vermehrt in den ehemaligen Kronländern scouten…Ex Jugoslawien, Slowenien, Slowakei, Tschechien etc…des sind Märkte die sind einen Katzensprung weg, Finanziell oft schwächer als wir. Solche Spieler können sich viel schneller einleben etc.

      – Klare Forcierung der Jugend bzw. Ausbau der Akademie

      – 1. Mai zum Staatsfeiertag machen. Volksfeststimmung, Gruabn, Reden, etc…Amerikanisch eine „Rally“ machen. Man muss sich auf den Tag freuen evtl. ein Tag der offenen Tür

       

       

      3+
    • goodoldtimes sagt:

      @Schworza99: Ich finde, du hast echt gute Ideen. Man müsste vielleicht noch den Ruf des Fußballs allgemein etwas aufpolieren und könnte sich sogar mit anderen Teamsportarten für eine Medienkampagne zusammentun. Ich denke auch, dass die Vereinsführung bestimmt in eine ähnlche Richtung tendiert wie du, aber das ist sicher alles schwieriger umzusetzen, als man denkt.

      1+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Also die haben den Haider ein Mausoleum gebaut, da wird wohl eine Arena in der 2. größten Stadt des Landes möglich sein, muss ja kein 50k sein. Multifunktion, evtl. wie as In Wien Vorhaben (evtl. ohne Schisprungschanze, wer braucht bitte a Schischanze am Prater wtf aber naja anderes Thema).

      Wir sind um die 300k in da Stmk allein hab ich mal gehört. Da muss man halt politischen Druck ausüben, vorallem auf den Landeshauptmann, ist ein extrem große Wählergruppe.

      Sicher ist eine Umsetzung nie leicht aber wenn die in Wien 2 Fussballstadien, 1 Happel und 1 Arena für wirklich ALLES evtl. bald haben wird in Graz wohl 1ne Top Arena möglich sein…

      Da muss man halt beinhart durchgreifen und auch Wahlempfehlungen aussprechen, sonst kann ein Nagel wie jetzt seinen 12er Verein aufbauen und in 2 Stadien spielen lassen während wir froh sein dürfen ne Lizenz zu bekommen weil der „Schimpfwort einsetzen“ alles legale tut um uns das Leben schwer zu machen.

      1+
  3. Manuel Lampl sagt:

    Bei uns würde schon ein neues Stadion helfen.  In eine geile Arena geht man einfach lieber, weil es einfach ein Erlebnis ist, auch wenn’s mal schlecht läuft, was nicht heißt, dass ich gg Wacker nicht im Stadion war.

    4+
  4. GazzaII sagt:

    Prinzipiell interessanter Artikel und Ansatz, aber ob Holland das richtige Land ist? Denn wie geschrieben, hat da Fußball Geschichte und eine Ausnahmestellung! Und Österreich würde ich zB eher mit der Schweiz vergleichen=> macht doch einen Nachfolgeartikel über die Schweiz.?

    Ich glaube, dass es mehrere Lösungsansätze für Sturm gibt! Im Prinzip gilt, wir sind angeblich der Verein mit dem 2t größten Fanpotential viele schreiben sogar Fans in Österreich=> muss ich nicht unbedingt nur den Vergleich mit der Schweiz ziehen, weil es genügend andere Ligen gibt wo es 1, 2, 3 Vereine mit vielen Zuschauern gibt, die anderen einen mäßigen Schnitt haben und in der Liga auch kein Premiere League Fußball geboten wird! Vom Potential her sollten wir neben Rapid aber der Verein mit diesen vielen Zuschauern sein! Und egal was passiert, wenn man kein komplettes Seuchenjahr hat bewegt man sich meiste Zeit bei um die 10000=> Fortschritt ist keiner erkennbar, aber vielleicht sehen es die Verantwortlichen ja gar nicht als Problem?

    Aber zur Schweiz (Basel lass ich da bewusst weg), da ich mich doch eine Zeit lang mit der Liga beschäftigt und auch viele Spiel gesehen habe:

    Ich glaube, dass ein neues Stadion schon helfen würde, man schaue sich in dort mal YB (bei rund 130000 Einwohnern) an seit die das Stade de Suisse haben.

    Auch Zürich hat mehr Potential der Letzigrund erinnert an die Gugl und wenn GC entlich ein neues Hardturmstadion bekommt, verdoppeln/verdreifachen Sie Ihre Zuschauerzahlen vermutlich (auch wenn das Ausgangsniveau zugegeben recht niedrig ist)

    St Gallen, die haben keine 80000 Einwohner, meistens eine schlechtere Platzierung wie Sturm und seit Sie den Kybunpark haben trotzdem einen höheren Zuschauerschnitt!

    Aber es liegt sicher nicht nur an den Stadien, an „Schweizer Spieler“ auch nicht weil Legionäre man in der Schweiz mehr und nach 3 Jahren im Letzigrund NEIN an der Gastronomie liegts auch nicht;-)

    Ich sehe es (ja auch das gibt´s) ähnlich wie Schworza99, Kontinuität wäre neben einem neuen Stadion sicher richtig&wichtig, zusätzlich trotzdem auch das kontinuierliche einbauen von Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

    Die Rechnung ist doch einfach, Verkaufe ich jede Saison mein Toptalent alla dem Maresic der letzten Saison, mach ich mir dadurch einen Namen habe aber Geld um die Hierländers/Alars;-) etc zu binden um in der Liga vorne mitzuspielen und verhältnismäßig für die ÖBL gute Neue Ergänzugen zu holen und auch Ablöse zu zahlen! Basel lässt grüßen, YB machts jetzt auch so etc. aber das ist Prozess/ein Umdenken/eine Langzeitstrategie die mal einsetzen muss (wenn ich immer „Lotto spiele“ mit +24jährigen kann ich eine Saison Erfolg haben wie letztes Jahr und dann wie heuer aber auch einfahren! Und „laufendes Glücksspiel“ ist keine Kontinuität), der größte Zuschauermagnet in Österreichs Fussball ist nämlich immer noch langfristiger Erfolg!

     

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    • Rene90 sagt:

      100% agree
      neben dem Stadionproblem mit Infrastruktur gibt es eben noch ein 2. Problem, dass die Schweizer einen anderen Zugang zum Mannschaftssport bzw Identifikation mit einem Verein haben. Die Schweiz ist ichet auch kein Fußballland der 1. Kategorie, aber die 2 genannten Gründe unterscheiden sich eben

      ein wenig recherchiert -> Eishockey hat in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert / haben eine 12er Liga / Bern hat einen Zuschauerschnitt von über 16.000 Zuschauern !!!!! / Zürich knapp 10.000 und der Schnitt über 10 restlichen Vereine gerechnet liegt bei über 5.500 Zuschauern -> in Österreich gibt es ja nicht einmal 3 Eishockyhallen wo dieser Zuschauerschnitt Platz hätte -> die 99ers sind Tabellenführer und wo liegt ihr Zuschauerschnitt :-)))) / wie Gazzall geschrieben, Bern hat 130.000 Einwohner und beim Fussball gibt’s bei YB einen Zuschauerschnitt von über 20.000 und beim Eishockey über 16.000 / 2 Vereine, 2 verschiedene Sportarten und halb so groß wie Graz, dass sagt wohl alles aus …

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    • GazzaII sagt:

      Das stimmt meiner Meinung nach nicht unbedingt, Eishockey hat in der Schweiz Tradition und ein ganz anderes Standing als in Österreich ausserdem ist die Liga viel stärker!

      Beim Fußball waren die Besucherzahlen waren vor noch nicht allzu langer Zeit noch nicht allzu weit voneinander entfernt.

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  5. rio sagt:

    Grau ist jede Theorie! Als Beispiel sei nur Excelsior Rotterdam angeführt, die gerade einmal 4.000 Besucher im Schnitt (inkl. Lokalderby gegen Feyenoord) zusammenbringen. M.W. hatte da sogar der gak höhere Werte (Vergleich: 2 Klubs einer Stadt in einer Liga).

    In Österreich fehlen a) solch große Drei, wie Ajax, Feyenoord und PSV, der Rest füllt seine (schöneren!) Stadien auch nicht annähernd zu 100% und b) für mich entscheidend,  die Bevölkerungsdichte des Umfeldes.

    Nach Liebenau kommen (so meine ich gelesen zu haben) nur 35% Grazer, also 65% aus dem Umfeld. Für die 65% ein schöner Aufwand, sowohl finanziell, wie auch zeitlich. Zusätzlich ist Stress mit Parkplatz und 0,5 Promille angesagt. Logisch, dass dieses Publikum (in der Regel) diesen Aufwand von „Gegenleistungen“, also Erfolg, gutes Spiel und geiler Stimmung abhängig macht. Die Rechnung ist eigentlich für einen Traditionsverein einfach: Erfolg = volles Stadion. Selbst bei einem Newcomer, wie RBS stimmt diese Rechnung zumindest im Europacup.

    Wir jammer jetzt schon über Jahrzehnte betreffs niedrigen Zuseherzahlen, ich vertrete jedoch die Meinung, dass diese in Relation zum Gebotenem Top sind. Genauso wie die Spielergehälter, die keines Falls dem Interesse und Geleistetem entsprechen.

     

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  6. RAM6I sagt:

    Meiner Meinung nach hat der Fußball in Österreich einfach a Image Problem mit fehlenden Persönlichkeiten und der ausbleibende Erfolg der Vereine und Nationalteam.

    Wäre es nur der Erfolg ( u.Kontinuität) müsste das  Stadion der Bullen auf Jahre ausverkauft sein.

    Dazu kommt die fehlende Unterstützung Seitens der Politik, wenn es welche gibt dann zu oft zu Gunsten Wiens, wo ja auch die Jahrzehnte lange Vernachlässigung außerhalb Wiens heut seinen Tribut verlangt!

    Um den Österreichischen Fußball für die Zukunft so richtig stark zu machen müsste dievÖffentliche Hand extrem viel dazu beisteuern und die Bundesliga an ihrem Image Gesamt arbeiten (inklusive Vereine)

    Keine Ahnung, aber würde behaupten der Fußball in Österreich ist fast gleich beliebt wie das Österreichische Bundesherr ;)))

    Punkte…

    Stadien, Werbung, Spieler mehr vermarkten (mehr Öffentliche Auftritte) (Spieler mehr schulen was Medien Auftritte betrifft. (A Vollhonk/Prolet hinterlässt keinen guten Eindruck) Alles Faktoren die bewusst/unbewusst mitspielen.

    Wie gesagt meiner Meinung nach…..vll. a nur Bullshit!

     

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  7. Ritter2016 sagt:

    Österreich hat das „Problem“, dass es kaum Fankultur gibt. Wer Fußball konsumieren will schaut im Fernsehen und dann eben nach Deutschland. Hamma ja über Sky…

    beim Skifahren in Schladming sind auch 50.000. In Südkorea wären wohl nur 500, obwohl das Land größer ist als Ö. Das Interesse fehlt einfach

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  8. Melvinuss sagt:

    Sorry, bei allem Verständnis für gewisse Dinge (dass es jetzt im Stadion überall Bildschirme gibt, find ich super), aber ich geh seit 30 Jahren zu jedem Sturmspiel, dass ich gehen kann. Und das tue ich des Fußball wegens, und nicht wegen irgendeinem Stadionerlebnis oder speziellem Essen. Das alles zu haben ist nice to have, und ich sage nicht, dass es nicht Dinge gibt, die den Stadiongang noch angenehmer oder erlebnisreicher machen. Das ist ja alles schön und gut und ich bin nicht per se dagegen. Aber letztendlich geh ich wegen meinen Schwoazn ins Stadion, wegen meinem Verein und einem (hoffentlich) guten Kick. Und nicht mal eine mäßig erfolgreiche Saison oder minus 20 Grad können mich davon abhalten. Weil ich unsre Mannschaft siegen sehen möchte. Und da wärs mir ganz ehrlich gesagt sogar egal, wenn wir noch in der Gruabn spielen würden, das hätte aus gewissen Blickwinkeln sogar sehr viel Reiz.

    Österreich ist halt kein so fußballverrücktes Land wie es andere eben sind. Ein neues Stadion oder sonstige Zuckerln bringen sicher über einen gewissen Zeitraum höhere Zuseherzahlen, aber wo in Österreich hat das auf lange Sicht nachhaltig nach gewirkt? Nirgends.

    Also mir stellts ein bissl die Haare auf, wenn heutzutage überall Events gefordert werden, um Leute für etwas begeistern zu können. Ganz ehrlich, die Leute, die nur deshalb zu einem Stadionbesuch zu bewegen sind, sind für mich 1.) keine echten Sturmfans, 2.) wahrscheinlich nicht mal wirkliche Fußballanhänger und 3.) aus meiner Sicht verzichtbar. Dann muss ma halt „Anhänger“ von den Bullen werden oder sich Richtung Wien orientieren. Und bevor ich erschlagen werd, dass wir solche Leute brauchen, um langfristig „oben“ Anschluss zu finden, ich persönlich brauch das nicht. Ich bin aus zutiefster Überzeugung ein Schwarz-Weisser, egal ob wir gut spielen, gegen den Abstieg (als ich Sturmfan wurde, ging es nur darum) oder um einen Titel. Und auch wenn ich mich ganz klar mehr über Letzteres freue, nichts kann mich davon abbringen, mein Fußballherz jemals an einen anderen Verein zu verlieren. Kein Stadion, keine andere Liga, kein Trainer, kein noch so arroganter und selbstverliebter Kicker ohne Herz für unseren Verein. Selbst ein Konkurs und Abstieg in die letzte Liga würd das nicht schaffen.

    Also red ma uns bitte nicht auf solche Dinge hinaus. Aus familiären Gründen schaff ichs mittlerweile eher seltener live zu einem Spiel, aber Dinge wie ein Stadion, Events, Essen oder Sonstiges halten mich nicht mal im Traum davon ab, ein Spiel zu besuchen.

    Auf die Schwoazn und schönes WE

     

     

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