„Jeder Spieler muss verstehen, dass es um Sturm Graz geht“

Das SturmNetz-Interview mit Andreas Schicker

Andreas Schicker gewährt im exklusiven SturmNetz-Interview Einblicke in seine Pläne und Ziele als Geschäftsführer Sport des SK Sturm Graz. Unter anderem wurde die Situation mit den Spielern, deren Verträge nun auslaufen, thematisiert. Außerdem geht es um die Verschmälerung des Kaders, den Einsatz jüngerer Spieler und ob dafür Nestor El Maestro noch der richtige Trainer ist.

Andreas Schicker ist der neue Geschäftsführer Sport und damit der Nachfolger von Günter Kreissl. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Herr Schicker, seit 1. Mai sind Sie der neue Geschäftsführer Sport des SK Sturm Graz. Sie sollen in mehreren Hearings von sich überzeugt haben. Wie lief das ab?

Die ersten Gespräche mit dem Präsidenten und Günter Kreissl hat es bereits so um die Weihnachtszeit 2019 gegeben. Im Laufe des Jänners wurden diese Gespräche fortgesetzt und es folgten weitere Hearings. Der Vorstand wurde im Februar neu gewählt, weswegen ich auch im März meine Vorstellungen des Vereins an den neuen Vorstand präsentierte. Darin habe ich ein Konzept nach meinen Vorstellungen ausgearbeitet und vorgelegt. Ich habe aufgezeigt, welche Punkte mir besonders wichtig sind und welche ich gerne verbessern würde.

Also gibt es Dinge, die Sie garantiert anders machen wollen als Ihr Vorgänger Günter Kreissl?

Günter hat richtig gute Arbeit in den vier Jahren bei Sturm geleistet. Er hat den Verein auf ein sehr gutes Level gebracht. Natürlich gibt es das ein oder andere, dass ich ganz klar beibehalten möchte, aber es gibt auch Punkte, wo man ansetzen kann, um diese zu verbessern. Ich glaube, dass eine gesunde Nähe zur Kampfmannschaft wichtig sein wird. Es ist wichtig, die Spieler nicht nur aufgrund der Leistung am Wochenende zu beurteilen, sondern auch darauf Wert zu legen, wie eine Trainingswoche abläuft. Ich versuche besonders nah an der Mannschaft zu bleiben, da es mir besonders wichtig ist, dass der gegenseitige Respekt aufgebaut und gewahrt wird.

Beim SC Wiener Neustadt waren Sie bereits anderthalb Jahre lang als Sportdirektor tätig. Kann man diese Position mit Ihrer neuen Funktion vergleichen? Was konnten Sie aus dieser Zeit mitnehmen?

Das kann man in gewissen Bereichen vergleichen, weil ich auch in Wiener Neustadt Letztentscheidungen treffen musste. Diese beiden Vereine sind jedoch sehr unterschiedlich. Neustadt ist viel kleiner, was andere Schwierigkeiten mit sich bringt. Natürlich konnte ich mir aus dieser Zeit vieles mitnehmen, da ich auch damals bereits in der ersten Reihe stand. Intern ist einiges trotzdem ähnlich und ich bin froh, Sturm auch schon in einer anderen Position kennengelernt zu haben. Ich denke, dass ich mich dadurch in vielen Bereichen wieder ganz klar weiterentwickeln konnte.

Günter hat mich direkt von der Rehaklinik wieder in den Profifußball zurückgeholt.

Man darf annehmen, Günter Kreissl war jahrelang so etwas wie Ihr Mentor. Nun sind Sie Geschäftsführer Sport und unmittelbar der Vorgesetzte von Günter Kreissl. Wird sich das nicht etwas komisch anfühlen?

Man ist immer dankbar für jene Personen, die einem in der Karriereleiter nach oben verhelfen – was bei Günter definitiv der Fall war. Günter hat mich direkt von der Rehaklinik wieder in den Profifußball zurückgeholt, das vergisst man einfach nie und ich bin nach wie vor sehr dankbar dafür. Es wird sicher die eine oder andere Situation geben, die ungewohnt wirken wird, aber daher ist ja auch alles ganz klar definiert. Dadurch, dass ich Geschäftsführer Sport bin, ich die Letztentscheidungen treffe und ich letztendlich auch die Haftung dafür trage, ist die Verteilung klar geregelt. Ich habe mit Günter ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis, das hat sich auch in meinen ersten Tagen so bestätigt. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und er ist in allen Bereichen sehr unterstützend. Auch für die jetzige Übergangsphase haben wir uns die Aufgaben klar aufgeteilt, daher wird es auch in Zukunft gut funktionieren.

Welchen Bereich übernimmt da Günter Kreissl beispielsweise?

Bevor sich Günter eine Pause gönnt, ist er noch bis 30.06. dabei. Es ist so, dass gerade jetzt, wo die Thematik um die Bundesliga sehr aktuell ist, das auch noch Günter macht. Er ist in diesem Bereich bereits gut eingearbeitet, da er ja auch im April als Geschäftsführer noch einige Konferenzen dazu gemacht hat. Daher macht er auch weiterhin die Vertretung von Sturm Graz, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Tebbich. Das war für mich auch schlüssig. Ich kann mich aktuell um die Kampfmannschaft eins kümmern, welche derzeit in Kleingruppen trainiert. Gerade in den letzten Wochen habe ich versucht, Verträge mit jungen Spielern zu verlängern.

Gemeinsame Sache: Günter Kreissl und Andreas Schicker bei der Vertragsverlängerung mit Michael John Lema. | © SK Sturm

Fällt der Jobeinstieg aufgrund Corona leichter, da etwas weniger los ist? Oder ist es dadurch genau umgekehrt, weil an Normalität nicht zu denken ist?

Ich bin von der Grundeinstellung her kein Suderer. Von mir wird man sicher nicht oft hören „so eine schwierige Zeit“. Ich denk‘ einfach, dass es eine Chance ist, wo man wirklich viel daraus machen kann. Ob das Ganze jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, ist schwierig zu beantworten. Das werden wir dann auch sehen, wenn die Meistergruppe wieder anläuft und, das hoffe ich, wir aus einer durchschnittlichen Saison eine gute machen – das ist ganz klar der Fokus. Dann sehen wir auch, wie wir alle die Zeit überbrücken konnten. Zum Einstieg: Sicher, das ein oder andere ist ruhiger, weil keine Spiele sind, das ist eh klar. Da kannst du ruhiger arbeiten, weil du nicht alle drei Tage spielst. Da wäre weniger Zeit für Vertragsgespräche. Von dem her gibt es Vor- und Nachteile.

Alles andere wäre ja auch gegenüber dem Verein grob fahrlässig gewesen.

Einigen Spielern wurden bereits Verträge angeboten, aufgrund der einsetzenden Corona-Pandemie wurden diese aber zurückgezogen. Finden derzeit wieder Gespräche statt oder liegt das alles noch auf Eis?

In der Woche, wo Corona so richtig aufgekommen ist, wurden die Vertragsangebote zurückgezogen. In dieser Situation reagierten wir total richtig. Alles andere wäre ja auch gegenüber dem Verein grob fahrlässig gewesen. Mit Jörg Siebenhandl wurden bereits erste Gespräche geführt, die weiteren Gespräche mit den Spielern folgen in den nächsten Wochen. Bei dem einen oder anderen haben wir ja schon Klarheit geschaffen, das ist auch wichtig.

Wie sieht die Situation bei den weiteren Akteuren mit auslaufendem Vertrag aus?

Mit Thomas Schrammel haben wir schon relativ früh Gespräche geführt und ihm mitgeteilt, dass die Planung nicht in seine Richtung geht. Ich möchte hier aber festhalten, dass sich Thomas Schrammel danach herausragend verhalten hat – so stellt man sich einen Profi vor. Trotzdem haben wir uns für einen anderen Weg entschieden. Der Vertrag von Christoph Leitgeb wird nicht verlängert werden. Ob es zu einer weiteren Zusammenarbeit im Verein kommt, wird in den nächsten Wochen geklärt.

Bei Isaac Donkor gibt es ja eine Option auf ein weiteres Jahr, oder?

Bei Isaac Donkor hatten wir mit Ende April eine Option, die wir aber aufgrund der noch ungewissen budgetären Situation nicht gezogen haben. Mit seinen sportlichen Leistungen hat dies aber überhaupt nichts zu tun. Sobald wir finanzielle Klarheit haben, werden wir auch die Gespräche mit Avlonitis wieder aufnehmen.

Donkors Abschied ist also fix? Oder konnte die Option aufgeschoben werden?

Es ist nicht möglich, eine Option auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Daher werden wir mit Isaac erneute Gespräche führen.

Im Vordergrund: Andreas Schicker noch als aktiver Spieler im blauen Trikot des SC Wiener Neustadt (2011) | Foto: CC SA by Wikimedia Commons; Steindy

Ein Klub aus Griechenland soll ja beim Berater von Tasos Avlonitis nachgefragt haben…

Klar, er ist auch ab Sommer ein ablösefreier Spieler, das ist uns bewusst. Trotzdem ist es das oberste Ziel, den Verein auch in dieser schwierigen Phase nicht in ein wirtschaftliches Risiko zu bringen, das ist einfach so. Das muss auch jeder Spieler letztendlich verstehen, dass es da um Sturm Graz geht. Ich schätze Avlo und die anderen Spieler sehr, denn alle haben bereits aufgezeigt, welchen wichtigen Teil sie in der Mannschaft haben. Wir werden das beurteilen und dann in Gespräche gehen und sehen, was dabei herauskommt. Aber das ist ja ganz normal, ich beschäftige mich ja auch mit dem Markt und mit jenen Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen, was auch zu meinen Hauptaufgaben zählt. Dass das ein oder andere auch mal an die Öffentlichkeit geht, wie es bei Avlo war, gehört einfach zum Geschäft.

Gibt es bei Thorsten Röcher Neuigkeiten bezüglich der Verhandlungen mit Ingolstadt?

Es ist nach wie vor die Kaufoption offen, bis zur Deadline ist da auch noch ein bisserl Zeit. Es ist bereits vielen bewusst, dass es in dieser Phase sicher nicht einfach wird. Da muss man genau schauen und abwarten. Thorsten ist für unser Spiel in der Offensive eine Bereicherung und ein Topspieler. Vielleicht findet man eine andere Lösung. Dazu braucht es aber noch Zeit, denn in der dritten Liga in Deutschland ist auch überhaupt noch nicht klar, wann oder ob überhaupt weitergespielt wird. Da will ich noch abwarten und dann mit Thorsten und Ingolstadt in die Gespräche gehen.

Wenn ich ehrlich bin, schätze ich es aber als sehr schwierig ein, ihn länger zu halten.

Gibt’s eine Chance Kiril Despodov eine Saison länger in Graz zu behalten?

Auch hier müssen wir abwarten – ich sehe es aber als sehr schwierig an. Er ist natürlich ein Spieler mit großer Qualität und hat auch in den Spielen gezeigt, dass er vielleicht für höhere Aufgaben bereit ist. Die nächsten Spiele müssen abgewartet werden, denn aus sportlicher Sicht ist er natürlich einer, der uns besser macht, das ist uns klar. Er hat eine top Statistik und ist ein Entscheider in der Offensive. Jedoch soll man nicht vergessen, dass wir uns mitten in der Saison befinden und noch 10 entscheidende Spiele anstehen. Ich hoffe, wir können auf Kirils Qualitäten zählen. Wir haben auch einen sehr guten Draht zu Cagliari, seinem Heimatverein. Wenn ich ehrlich bin, schätze ich es aber als sehr schwierig ein, ihn länger zu halten.

Sind weitere Abgänge von Spielern geplant?

Die fixen Abgänge wurden schon genannt, aber natürlich kann es sein, dass diesbezüglich noch etwas passiert. Aufgrund des zweimonatigen Stillstandes befinden wir uns zwar in der heißen Transferzeit, aber man darf nicht vergessen, dass sich alle Entscheidungen dadurch nach hinten verlagern werden.

Denken Sie da auch an Spieler der Sturm Amateure?

Ich möchte keine Spieler herausheben, da jeder einzelne seine Qualitäten in der Regionalliga gezeigt hat. Mit der Nachwuchsarbeit im Verein bin ich sehr zufrieden. Man sieht, dass immer wieder gute Spieler nachkommen. In der Kampfmannschaft jedoch braucht man eine gute Mischung aus arrivierten und jungen Spielern.

Aber ein Dardan Shabanhaxhaj und ein Sebastian Zettl wären da sicher Kandidaten dafür, oder?

Das muss man wie gesagt individuell bewerten. Aber es sind auch schon Spieler da, denen ich das zutraue, ganz oben zu spielen. Das Wichtige ist, dass der Einsatz von jungen Spielern durchgeplant ist. Auch in der Kaderplanung wurde dies mit Nestor El Maestro, mit dem ich in engem Kontakt stehe, berücksichtigt. Wenn wir einen jungen Spieler bei uns behalten, zum Beispiel Dardan Shabanhaxhaj, der dann der sechste Flügelspieler ist, macht das keinen Sinn. Aber wenn er dann beispielsweise vierter Flügelspieler ist und eine hohe und realistische Chance hat, eingewechselt zu werden, schon.

Haben Sie auch Positionen im Kopf, auf denen Sie sich garantiert noch verstärken wollen?

Ja, die habe ich im Kopf. Ich will diese aber jetzt nicht definieren, das hängt zu sehr von Vertragsgesprächen ab. Daher ist das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Sie haben gemeint, Spielerbeobachtungen laufen derzeit auch. Wie funktioniert das aktuell? Nur über eine Software mit aufgezeichneten Clips und Statistiken zu den Spielern?

Es ist ja so: Die Kaderplanung für die Saison 20/21 hat im September bereits angefangen. Damals war ich bereits als Chef-Scout involviert und habe den Markt gut kennengelernt. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir gemeinsam mit dem Scouting-Team Sitzungen, da wurde viel recherchiert und aktives Scouting betrieben. Aktives Scouting heißt, dass man hauptsächlich nach dem definierten Positionsprofil Spieler findet und man sich nicht nur auf angebotene Spieler verlässt. Daraus wurden Spieler definiert, die zuerst über Video-Scouting und Statistiken analysiert und im Herbst bereits live beobachtet wurden. Im März und April wäre jetzt die entscheidende Phase gewesen, sich diese Spieler noch einmal live anzusehen.

Dazu ist es bekanntlich nicht gekommen …

Das ist zwar ins Wasser gefallen, dennoch konnten wir vor Corona Spieler bereits live beobachten. In weiterer Folge muss jetzt intensiv noch Video-Scouting betrieben werden. Da wurde auch gemeinsam mit dem Trainerteam viel Zeit in Anspruch genommen. So sind wir für alle möglichen Positionen gut aufgestellt.

Natürlich ist es daher auch wichtig, die jungen Akteure jetzt zu verlängern.

Nochmals zu den Vertragsverlängerungen: Auffallend ist, dass in letzter Zeit die Verträge von vor allem jungen Spielern verlängert wurden, die von erfahrenen Spielern nicht. Ist das Zufall oder steckt dahinter doch ein Plan?

Von meinem Grundgedanken her – das hat jetzt nichts mit dem Umstand Corona zu tun – möchte ich die Anzahl der gestandenen Spieler im Kader reduzieren. Wir haben in dieser Saison in der Breite einen großen Kader, der uns im kommenden intensiven Programm zugutekommen kann. Diesen Kader will ich reduzieren. Ein gestandener Spieler ist für mich, wenn dieser etwa eine Saison bereits gespielt hat. Durch die Reduzierung hat man automatisch mehr Platz und Möglichkeiten für jüngere Spieler. Das habe ich dem Vorstand auch schon vor Corona in meinen Hearings so mitgeteilt, dass das mein Ziel ist. Natürlich ist es daher auch wichtig, die jungen Akteure jetzt zu verlängern. Es werden vielleicht auch noch weitere Verlängerungen folgen. Klar ist auch, dass ich einen jungen Spieler auch bezüglich der wirtschaftlichen Lage zurzeit leichter verlängern kann als einen Gestandenen.

Also ist der Weg mit den Jungen keine Notlösung aufgrund Corona?

Das war und ist ein ganz klarer Plan! Die Rolle eines gestandenen Spielers kann mit einem jüngeren Kader zusätzlich gestärkt werden. Da spreche ich vor allem die Verantwortung an. So stärkt man auch die jungen Spieler.

Andreas Schicker mit Sebastian Zettl. | © SK Sturm

Der Weg mit jungen Spielern wurde auch vom Präsidenten in einem Interview mit der Kleinen Zeitung hervorgehoben. Im Verein scheint man an einem Strang zu ziehen …

Genau, das ist jetzt auch nicht aufgrund von Corona entstanden. Ich bin der Meinung, junge Spieler sind wichtig für die Zukunft. Auch aus der Historie von Sturm heraus ist es wichtig, das ist mir zu 100 Prozent bewusst. Aber am Ende des Tages muss man dennoch eine gute Mischung erzielen. Im letzten Jahr ist viel Kritik von außen gekommen, viel wurde hinterfragt. „Alte Mannschaft, für junge Spieler keine Perspektive“, hat es da geheißen. Da haben wir im Vorfeld spät im September den Kader noch aufgewertet, um über Platz drei die Europa-League-Gruppenphase zu erreichen. Die letzte Gruppenphase ist ja auch schon fast zehn Jahre her. Dieses Ziel ist nach wie vor da. Die durchschnittliche Saison kann in 10 Spielen noch zu einer guten Saison gemacht werden.

Und wie läuft das nächste Saison ab?

Wie bereits erwähnt, wenn man gezielt den jungen Spielern die Möglichkeit gibt, sich zu entwickeln, muss man schon ein bisschen Geduld haben und die Erwartungen müssen etwas heruntergebrochen werden. Die Forderung, junge Spieler einzusetzen und gleichzeitig die hohen Ziele zu erreichen, braucht Zeit. Bereits im Frühjahr hat man gesehen, dass man auf die jungen Spieler setzen kann. Sie haben sich aufgrund der guten Wintervorbereitung das Vertrauen von Nestor El Maestro geholt.

Und haben in weiterer Folge dann auch Spielminuten absolviert …

Genau! Dann kamen die Einsätze gegen Mattersburg. Natürlich kann man da argumentieren, dass viele Spieler gefehlt haben, aber auf der linken Abwehrseite spielte statt Schrammel trotzdem Trummer. In Salzburg ist auch Trummer reingekommen, gegen die Admira hätte auch ein anderer spielen können, der Trainer hat sich aber für Geyrhofer entschieden. Das waren dann drei Startelfdebüts in vier Runden, das ist dann schon was.

Nestor El Maestro ist also auch mit der jüngeren Ausrichtung noch der ideale Trainer?

Ich schätze Nestor irrsinnig und natürlich kann er auch Spieler entwickeln. Ich erlebe ihn auch in der täglichen Arbeit, wie er mit den Spielern bzw. der ganzen Mannschaft arbeitet. Er ist für mich der Trainer, mit dem ich noch gerne länger zusammenarbeiten würde.

Das wichtigste ist, dass der SK Sturm wirtschaftlich solide dasteht.

Trotz oder gerade aufgrund von Corona: Wo sehen Sie Sturm in zwei Jahren?

Das Wichtigste ist, dass der SK Sturm wirtschaftlich solide dasteht. Da muss man ein großes Lob an alle Verantwortlichen aussprechen, dass der Verein Rücklagen gehabt hat und nicht in Schwierigkeiten gekommen ist. Natürlich ist das eine fordernde Zeit, in der wir auch auf diese Rücklagen zurückgreifen müssen, das ist aber normal.

Und sportlich?

In den letzten Jahren hat der Verein immer gute Transfergelder mit Spielern erzielt. Auch in der Zukunft ist dies ein wichtiger Punkt. Aber ich sehe auch schon bei dem ein oder anderen, dass dieser auch länger dem Verein erhalten bleiben könnte. Da gibt es schon die Möglichkeiten, dass es ideal passt. Diesen Weg wollen wir wieder vermehrt einschlagen. Bei den sportlichen Zielen bezüglich Tabellenplatz tue ich mir ganz schwer, da noch sehr viel ungewiss ist. Ich wäre einfach froh, wenn der österreichische Fußball diese Krise gut übersteht und man auch den SK Sturm in den nächsten Jahren wieder einmal in einem internationalen Bewerb länger sehen würde.

Danke für das Gespräch.

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2 Kommentare

  1. bianco nero tifoso bianco nero tifoso sagt:

    In Andi Schicker we trust, du bist einer von uns, make Sturm great again.

    Da Lehrbua, Protege vom Kreissl Gü, ein Kämpfer, Steira, guter Mann, muss er zeigen was er kann.

    Das Geschäft von der Pike auf gelernt, er kommt von ganz unten, hat nie aufgegeben, Sturm Graz ist sein Leben, er ist noch jung, vull motiviert, hat das fire in the eyes, nice.

    Der gute, alte Sturmgeist ist wieder da, hurra. Dieser Zusammenhalt, dieses „Wir sind Sturm“ Gefühl, komme was wolle, der Sturmgeist ist stärker.

    Oft kopiert und nie erreicht, wir sind das steirische Original, es gibt nix Besseres, als ein Schwoazer zu sein.

    Der LASK hat sich gerade selbst weggesprengt, wor a riesen Bledsinn, sei ma net bes, das is ka gsoffne Gschicht, betrügen mit System, Jürgen Werner vom Messias zum um Gnade winselnden Hund.

    Unsere Burschen freuen sich aufs erste Mannschaftstraining wie klane Kinder, das ist Fussball, gut so, weiter so.

    Platz 3 ist real, schauma mal, mit maximale Einsatz ist sogar Platz 2 meglich, Vizemeister 2020, Europa, wir kommen.

    Corona, du Drecksau, du Hure, Horrornuttn

    Es is nix los zur Zeit, ka Fussball, kein Sturm Graz, Ausnahmesituation, keiner darf ins Stadion, alles was uns noch bleibt is a Schluck Puntigamer zur Beruhigung, durschtig samma.

    Doch wir sind besser als der Rest. Red Bull, Kapitalisten Orschverein, spielt in einer anderen Liga.

    Hallowien, lebt ihr noch? Die Rapid und die Austria aus Wien sind ohne Geisterspiele kurz vor der Insolvenz, musst dir mal vorstellen, jetzt schon im Lenz, nix geht mehr ohne Hilfe, rien ne va plus.

    Danke, Chris Jauk, unser Präsident, oft verspottet als Sparefroh, Rücklagen gebildet mitn Thomas Tebbich, nur so ehrlich muss man sein, wenns es bis Ende des Jahres nur Geisterspiele gibt, dann brennt es bei uns auch lichterloh.

    Ohne Fans, kein Geld, ein Teufelskreis, ohne Scheiss.

    Gü Neukirchner, schwarz-weisse Sturmlegende, des is die nächste deppate Frog, gibt uns viel Mut in dieser schweren Zeit, voller Tristess und Corona Stress.

    Burschen, positiv denken, die Lage ist ernst, aber net humorlos, immer nach vorn schauen, wal da Bauer mit sein Trakta schaut a imma vieri.

    2+
  2. rio sagt:

    Gestehe, ohne entsprechende pharmazeutischen Hilfsmittel fällt es mir schwer bei diesem Interview die obrigen Dank- und Klatschorgasmen zu verstehen bzw. gar nachvollziehen zu können. Selbst in der Politik gilt eine 100 Tage Schonfrist, so sollte auch der „Neue“ nicht an Worten (blablabla), sondern an Taten gemessen werden, die da ja noch (hoffentlich reichhaltig) eintröpfeln sollten.
    Bemerkenswert finde ich es allerdings, dass es unseren Herrn immer wieder gelingt Schlüsselspieler durch kostenlose Freigaben (Vertragsende) herzuschenken bzw. in einem Vertragspoker damit stets schlechtere Karten zu besitzen. Aber gut, noch ist lange Zeit, viele Verträge offen, Hoffnung auf die eigene Jugend und wie jedes Jahr: „Wir bauen was auf, da entsteht etwas“!

    1+

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