Das Mittelfeld

Saisoncheck 2020/21

Aufgeteilt auf vier Ausgaben werden wir euch in den nächsten Tagen ein kleines Zwischenfazit über jeden eingesetzten Spieler der Blackys liefern. Hier fließen die durchschnittlichen Noten aus allen Leserzeugnissen, Spieldaten sowie unsere subjektive Meinung mit ein. Wir wünschen viel Spaß!

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Otar Kiteishvili (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,44)

Der Georgier ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Grazer und ein wichtiger Spieler im System von Christian Ilzer. Kiteishvili kam in 27 Partien zum Zug und zeigte dabei immer stets großen Einsatz für das Team. Dem georgischen Mittelfeldspieler gelangen im Laufe der Saison sechs Tore und fünf Torvorlagen. „Kite“ verpasste sechs Partien verletzungsbedingt, in allen anderen Matches stand der Georgier am Platz. Obwohl der 25-Jährige großteils unauffällig agierte, war er einer der wichtigen Erfolgsbausteine der abgelaufenen Saison. Technisch ist Kiteishvili extrem stark und auch am Ball gibt es kaum etwas auszusetzen. Hin und wieder wünscht man sich etwas mehr Übersicht und weniger Alleingänge. Sechs Tore und fünf Torvorlagen unterstreichen dennoch eine starke Saison des Georgiers, er wurde einmal zum „Man of the Match“ gewählt und darf sich mit einer Gesamtnote von 2,44 über die beste Bewertung aller Mittelfeldspieler freuen. Es bleibt zu hoffen, dass „Kite“ in Graz bleibt, denn ein Spieler mit seiner Qualität könnte in den internationalen Spielen im Herbst extrem wichtig sein.

Stefan Hierländer (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,58)

Der Kapitän war der Dauerläufer im Mittelfeld der Grazer und stand in allen 37 Saisonspielen auf dem Platz. Hierländer wurde von seinen Kritikern auch in dieser Saison oft gescholten, zeigte aber, dass er völlig zurecht großes Vertrauen von Trainer Christian Ilzer genießt. Der Kärntner, der seinen Vertrag in Graz vorzeitig verlängert hat, ist extrem wichtig für das Spiel von Sturm und verkörpert alle Attribute, die von einem Kapitän erwartet werden. Hierländer überzeugte bei seinen Auftritten stets mit großem Kampfgeist, Laufbereitschaft und nicht enden wollendem Einsatz. In seinen 37 Saisonspielen konnte der Captain drei Tore und drei Torvorlagen beisteuern und zeigte immer wieder mit starker Kommunikation auf. So schaffte es Hierländer gut, seinen Kollegen auf dem Platz Ruhe und Sicherheit zu geben und ist auch deswegen aus dem System von Ilzer nicht wegzudenken. Alles in allem genießt der 30-Jährige völlig zurecht eine Stammplatzgarantie. Denn auch wenn Hierländer viele Kritiker hat, er verkörpert auf und abseits des Platzes genau das, was Ilzer von seiner Mannschaft sehen will.

Andreas Kuen (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,63)

Es war nicht die stärkste Saison von Andreas Kuen: Der Tiroler zeigte sich im Saisonfinish etwas fehleranfällig und offenbarte auch hin und wieder Schwächen im Zweikampfverhalten. Die Passgenauigkeit ist ebenso ein Thema, an dem Kuen arbeiten kann, dennoch schafft er es immer wieder, spielentscheidende Akzente zu setzen. So erzielte der Tiroler beim 4:1-Heimsieg gegen Rapid in der vorletzten Runde ein Traumtor und war maßgeblich am positiven Ausgang des Spiels beteiligt. Kuen konnte zwar selbst nur zwei Treffer erzielen, steuerte in seinen 36 Partien aber acht Torvorlagen bei. Einmal wurde er von der Sturm-Netz Community zum „Man of the Match“ gewählt. Alles in allem war es eine solide Saison von Andi Kuen, denn auch wenn dem linken Mittelfeldspieler nicht alles gelungen ist, Einsatz, Wille und Laufbereitschaft kann ihm wie der gesamten Mannschaft nicht abgesprochen werden.

Dardan Shabanhaxhaj (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,64)

Der Eigenbauspieler mit dem zungenbrecherischen Namen kam zu 17 Einsätzen in dieser Saison und konnte dabei bereits phasenweise sein großes Talent zeigen. Mehr als Jokereinsätze waren für den 20-Jährigen aus der Sturm-Akademie nicht drinnen, dennoch ist es schön zu sehen, dass Ilzer auch der Jugend immer mehr Chancen gibt. Bekommt Shabanhaxhaj in der Zukunft noch mehr Einsatzzeiten über längere Matchdauer, kann er sich und sein Spiel auch noch weiterentwickeln und sein großes Potenzial weiter zeigen.

Philipp Huspek (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,70)

Die Zeit von Philipp Huspek bei Sturm Graz ist wohl abgelaufen. Zu wenige Einsätze und zu starke Konkurrenz im Mittelfeld gab es in dieser Saison für den 30-jährigen Oberösterreicher. Für Huspek reichte es in dieser Spielzeit lediglich zu 18 Kurzeinsätzen, Akzente konnte er dabei aber nie setzen. Huspek hat zwar noch bis Sommer 2022 Vertrag in Graz, es bleibt aber abzuwarten, ob der offensive Mittelfeldmann auch tatsächlich solange in Graz bleibt. Bei der aktuellen Stärke im Kader wird für Huspek auch nächste Saison nur die Reservistenrolle bleiben.

Ivan Ljubic (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 2,71)

Gemeinsam mit Kapitän Hierländer ist Ivan Ljubic der Spieler, der bei allen 37 Partien auf dem Platz stand und das auch zurecht. Der 24-Jährige agierte im System von Ilzer flexibel, mal im defensiven und mal im offensiven Mittelfeld. Bei seinen Auftritten konnte Ljubic sieben Tore und drei Torvorlagen beitragen und war damit in der abgelaufenen Saison einer der torgefährlichsten Spieler im Sturm-Kader. Der Perspektivspieler ist nicht nur torgefährlich, sondern spult auch defensiv viele wichtige Meter ab. In dieser Form ist Ljubic aus der Startelf von Christian Ilzer nicht wegzudenken und wird auch in den internationalen Spielen im Herbst eine wesentliche Rolle spielen. Die zweitschlechteste Bewertung aller Mittelfeldspieler überrascht zumindest den Autor dieser Zeilen schon ein wenig.

Lukas Jäger (ø-SturmNetz Leserzeugnisnote: 3,01)

Der 27-jährige defensive Mittelfeldspieler brachte es in dieser Saison auf 25 Einsätze und konnte dabei einen Treffer beisteuern. Sechsmal wurde er von Trainer Ilzer in einer defensiven Rolle aufgeboten und machte seinen Job dabei durchweg ordentlich. Am Ball ist Jäger einer der schwächeren Spieler im Mittelfeld, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass er in erster Linie mit defensiven Aufgaben betraut war. Auch wenn Einsatz, Laufbereitschaft und das Kämpferische bei ihm stimmen, fußballerisch ist Jäger einfach nicht auf dem Level, um dauerhaft einen Stammplatz in dieser aktuell so erfolgreichen Sturm-Mannschaft einzunehmen.

Zu kurz eingesetzt: Stückler, Koch, Zettl, Schendl

 

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1 Kommentar

  1. flo1909 sagt:

    Ljubic schlechter bewertet als Kuen – verstehe ich garnicht: für mich ein weiterer super Ivan bei Sturm!! Kiti super Typ, super Kicker aber fast immer zu lange am Ball: für mich größtes Manko bei ihm.

    +8

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