Catch in the dark

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. FK Austria Wien

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der gestrigen Bundesliga-Begegnung SK Sturm Graz vs. FK Austria Wien sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(Foto Lück: Martin Hirtenfellner Fotografie)

Daniel Lück – Note: 2,93

Ursprünglich wollten wir hier ja ein Bild elf leerer Bierflaschen posten. Da wir aber doch etwas an die uns selbst aufgetragene Seriosität gebunden sind, schreiben wir also ein paar „Gsatzerl“ zu jedem „Spieler“, der gestern am Feld stand. Dieser Absatz handelt vom euch gewählten „Man of the Match“. Dass sich dieser bei einer 0:4-Klatsche als Torwart entpuppt, sagt eigentlich so ziemlich alles über das gestrige „Schlagerspiel“ aus. In der Tat, der für den erkrankten Christian Gratzei eingesprungene Deutsche war auf Seiten der Grazer noch der beste Mann am Feld, zeigte einige tolle Paraden und spielte gut mit. Auch seine Ausschüsse sind um Klassen besser als die der routinierten Nummer 1, dass das keine große Kunst ist, sei ausnahmsweise einmal dahingestellt. Beim ersten Gegentreffer machtlos hatte er zwar beim zweiten die Hände rechtzeitig oben, allerdings ist ihm der Ball zwischen Armen und Glatze hindurchgeflutscht. Der Aufsetzer von Edeljoker Kevin Friesenbichler lässt abermals keine Schuldzuweisungen zu, der Schuss von Felipe Pires, der zur höchsten Heimniederlage seit 13 Jahren führte (ein 0:5 gegen den GAK) wäre jedoch zu verhindern gewesen. Trotzdem war der 25-Jährige letztendlich noch der am hellsten leuchtende, wenn nicht sogar einzige Stern am ansonsten tiefdunklen Nachthimmel über Graz.

Charalampos Lykogiannis – Note: 3,50

Über links ging nix. In Minute 96 einmal in die falsche Richtung, weil der Grieche nicht forsch genug attackiert hat, aber offensiv ist da wenig bis gar nichts zwischen dem Publikumsliebling und Marc André Schmerböck zusammengelaufen. Nur knapp 59% angekommene Pässe bei Lyko gaben das Gefühl, dass sogar das Verständnis zwischen den USA und Mexiko besser ist, als das der beiden Linksaußen. Im Defensivverhalten kam der großgewachsene Verteidiger nur in drei Zweikämpfe, zwei Drittel davon verlor er. Es bedarf im nächsten Spiel gegen St. Pölten einer ordentlichen Leistungssteigerung und möglicherweise auch einem neuen Vordermann.

Fabian Koch – Note: 3,63

Der Rechtsverteidiger hat schon einmal bessere Spiele für den Sportklub Sturm bestritten, trotzdem zählte er noch zu den weniger Schlechten. Das Ex-Veilchen war gegen seinen ehemaligen Klub der bessere Außenpracker, konnte weitaus mehr Ballkontakte als sein griechisches Pendant verzeichnen und auch ansonsten stärkere Werte erzielen. Außerdem war der verlässliche Tiroler in der Offensive weit besser eingeschalten, was in einem Torabschluss und zwei Torschussvorlagen mündete. Trotz alledem darf man sich von ihm, wie auch vom Rest der Mannschaft, in den kommenden Partien wieder mehr erwarten.

Lukas Spendlhofer – Note: 3,70

Ähnlich wie bei seinem Nebenmann geht die Leistungskurve des jungen Innenverteidigers bergab. Statistisch gesehen war der Ex-Italien-Legionär sogar noch schlechter als der Kapitän. Weniger Ballaktionen, eine schlechtere Zweikampfquote und gut 63% angebrachte Zuspiele, was für einen Innenverteidiger, auch für einen mit Offensivdrang, ein ziemlich mieser Wert ist. Dass die Verteidigung in den letzten zehn Minuten so zusammenbricht war weder zu erwarten noch mit anzusehen. Sowas darf nicht passieren, nicht gegen die Austria, nicht daheim, nicht als Herbstmeister. Spendlhofer und dem Team ist zu wünschen, dass dieser bald wieder zurück in Form findet und dass die einst beste Defensive der Liga die fünf Tore aus zwei Spielen schnell wieder abhakt.

Marc André Schmerböck – Note: 3,80

Auch Marc Schmerböck zeigte eine sehr durchwachsene Leistung. Wollte, aus welchen Gründen auch immer, Lykogiannis offensichtlich nicht ins Offensivspiel mit einbeziehen, was zumeist in erfolglosen 1-gegen-1-Situationen mündete. Hat beinahe identische Statistiken vorzuweisen wie sein Gegenüber Huspek, nur, dass Schmerböck, statt dreimal den Gegner um-, vier Flanken schlug. Richtig gefährlich wurde es nie. Sascha Horvath kam für die letzten zehn Minuten für ihn ins Spiel. Gut möglich, dass in der Partie gegen St. Pölten die gesamte offensive Dreierkette ausgetauscht wird, nicht einmal von Franco Foda darf man erwarten, dass er nach so einem Spiel wie gestern nur tatenlos zusieht.

James Jeggo – Note: 3,85

In der ersten Viertelstunde schien es, als hätte der in Wien geborene Australier etwas zu viel Kürbiskernlikör erwischt. Fast pervers scheint es daher, dass er hinter Schulz die zweitbeste Passquote (84%) aller schwarz-weißen Startelfspieler vorweisen kann. Alle acht Fehlzuspiele dürften ihm wohl in den ersten 15 Minuten passiert sein. Danach hat sich der sympathische Mittelfeldspieler etwas gefangen und versuchte das Spiel, leider etwas vergebens, zu dirigieren. Uros Matic fehlt an allen Ecken und Enden, aber am meisten vermutlich Jimmy Jeggo selbst. Mit seinem neuen Nebenmann funktioniert das Zusammenspiel noch nicht so wie gewünscht und das machte sich stark bemerkbar. Der ansonsten so kampfstarke Jeggo bestritt gegen die Austria zwar nach deren Tarkan Serbest die zweitmeisten Zweikämpfe, konnte von diesen 14 aber nur fünf für sich entscheiden. 

Christian Schulz – Note: 3,96

Ja, Schulz hat als Kapitän eine andere Funktion, als in jedem Spiel der beste Mann am Platz zu sein und über seine Persönlichkeit gibt es auch kaum zwei Meinungen. Dass man mit seiner Routine aber beinahe in jedem Spiel richtig schwach auftritt und Franco Foda dann dem vielversprechenden Christian Schoissengeyr keine Chance gibt, muss man nicht verstehen. Klar ist auch, dass sich im Alter des deutschen Innenverteidigers einige Attribute zurückentwickeln, manchmal hat man aber das Gefühl, er ist so langsam, er könne bei einer beliebten Fastfood-Franchise-Kette arbeiten. Über dieses Manko täuschen nicht einmal seine über 85% angekommene Pässe hinweg, vor allem wenn man bedenkt, dass diese großteils nur aus Alibipässen bestanden. Als Fan darf man hoffen, dass Schulz entweder rasch wieder in Form findet oder Coach Foda Schoissengeyr in Zukunft den Vorzug gibt.

Philipp Huspek – Note: 4,01

Da ihm bis zu diesem Spielercheck nicht einmal bewusst war, dass Huspek gestern am Feld stand, wusste der Autor kurze Zeit nicht, was er über Philipp Huspek schreiben sollte. Spaß, er weiß es noch immer nicht. Deshalb hier ein paar Stats: 28 Ballkontakte (wahrscheinlich ist er dem Schreiberling deshalb nicht aufgefallen, das sind weniger Ballaktionen, als sie Deni Alar hatte und das will was heißen [Ok, zugegebenermaßen war Alar 30 Minuten mehr am Platz]), weniger als die Hälfte gewonnene Zweikämpfe, 70,59% angekommene Pässe und drei Fouls. Von Kollegen wurde dem Autor zugetragen, dass Huspek sich durchwegs bemüht hatte, bei solchen Leistungen wird sich der Außenflitzer aber zukünftig vermutlich nur mehr beim Aufwärmen bemühen dürfen. Wurde nach gut einer Stunde von Baris Atik ersetzt.

Stefan Hierländer – Note: 4,18

Stefan Hierländer hat sich die Leserbewertung des letzten Spieles anscheinend zu Herzen genommen und ist dieser nun gerecht geworden. Ein derart schwaches Spiel bestätigt, weshalb er bei RB Salzburg nie wirklich zum Zug gekommen ist. Mit etwas mehr als 30% gewonnener Zweikämpfe und nicht einmal 60% angekommener Pässe belegt er auf Seiten der Sturm-Kicker in beiden Wertungen den vorletzten Platz. Durfte zum Leidwesen der Sturm-Aficionados die gesamte Partie durchspielen, wird aber, geht alles mit rechten Dingen zu, im nächsten Spiel vorerst nur die Bank wärmen.

Martin Ovenstad – Note: 4,21

Ein verpatztes Debüt. Leider. Dabei hätte er zum gefeierten Held werden können, hätte nur Osman Hadzikic beim !EINZIGEN!1ELF Schuss aufs Tor nicht seine Finger im Spiel gehabt. Nur unmittelbar darauf schien aus Ovenstads feinem Füßchen ein Klumpfuß geworden zu sein und so leitete er nach missglückter Ballmitnahme den Rückstand ein. Aber auch wenn er getroffen hätte, wäre er zu einem Held „Marke Alar“ geworden, ansonsten war das nämlich ziemlich mau, was der Neuzugang aus Norwegen geboten hatte. Oftmals trottete er lustlos am Feld herum, zudem weist er die schlechteste Zweikampfquote aller Spieler auf (25%). Auch die Tatsache, dass er als „Spielgestalter(?)“ nur 30 Ballaktionen hatte, zeigt, dass er vielleicht doch noch nicht so „in der Gang“ ist, wie er gegenüber „SKY“ behauptet hat. Einzige Lichtblicke waren seine durchwegs passable Passquote mit 80% und einige Andeutungen von schönen Dribblings, die durchwegs an seinen Vorgänger erinnerten. Musste nach 70 Minuten für Seifedin Chabbi Platz machen. Schauen wir, was die Zukunft bringt.

Deni Alar – Note: 4,52

Wenn man nach dem gestrigen Spiel bedenkt, dass man Deni Alar im Winter für 2,5 Millionen Euro verscherbeln hätte können, darf sich Günter Kreissl schön in den Allerwertesten beißen. Da aber mit Sicherheit (hoffentlich) auch noch andere Spiele kommen werden, in denen Alar seine Treffsicherheit wieder unter Beweis stellen darf, sollte man nicht zu vorschnell urteilen. Mit seinem gestrigen Auftreten hätte aber vermutlich nicht einmal ein Landesligist eine Freude mit ihm gehabt. Ein Kopfball über das Tor war das einzige Highlight des Führenden der Torschützenliste. 29 Ballaktionen, eine unterirdische Zweikampfquote (33,33%) und eine miserable Passquote (61,9%) sprechen für sich. Das würde alles nichts ausmachen, würde er treffen. Tut er aber nicht. Und das liegt daran, dass er nicht einmal eine Chance dazu bekommt. Auch wenn es keiner glauben will, Bright Edomwonyi war für Sturm mindestens so wichtig wie Uros Matic. Momentan hat Sturm keinen, der die Wege geht, der die Verteidiger auf sich zieht, der Alar Platz zum Treffen gibt. Gut, auch keinen der im Abseits steht, aber das würde man momentan gerne in Kauf nehmen.

Einwechselspieler

Baris Atik (62.) – Note: 3,07

Eines vorweg: Man darf darauf hoffen, dass gegen St. Pölten alle drei dieser Spieler von Beginn weg spielen. Atik hat durch seine Einwechslung, wie schon gegen Mattersburg, Schwung in die Partie gebracht. In nur 30 Minuten hatte er 23 Ballkontakte, auf 90 Minuten hochgerechnet wären das die drittmeisten aller Schwarz-Weißen gewesen. Die Hoffenheim-Leihgabe erinnert stark an Donis Avdijaj, ist sehr schwer vom Ball zu trennen und mit stellt mit seiner Wendigkeit die gegnerische Abwehr vor einige Probleme. Leider schaute noch immer nichts Zählbares dabei heraus, hervorzuheben ist jedoch seine starke Passquote von über 93%, er spielte in einer halben Stunde nur einen Fehlpass.

Seifedin Chabbi (68.) – Note: 3,68

Chabbi war zu kurz am Feld, um ihn richtig einschätzen zu können, deshalb wäre ein längerer Einsatz im nächsten Spiel höchst wünschenswert. Könnte eventuell versuchen, Edomwonyi im Sturmzenturm zu ersetzen, damit Alar wieder eine Reihe zurückrücken kann, was ihm weitaus besser liegt. 

Sascha Horvath (80.) – Note: 3,54

Ist nicht der Größte und hoffentlich gegen St. Pölten von Beginn weg dabei.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 268 eingegangene Bewertungen und widmet Man-of-the-Match Daniel Lück diesen Song:

21 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Schoissengeyr hätt scho LÄNGST (eigentlich scho letzten Spiele Hinrunde, SPÄTESTENS jez Rückrunde).. mir UNVERSTÄNDLICH

    Genauso wie, daß wir ohne unsere 2 wichtigsten Spieler (ja, Edi war einer davon, hat die Räume f Alar geschaffen) komplett gleich weiterspielen wie vorher – wobei im Herbst scho ersichtlich war, daß Alar ohne Edi net funkt u ohne Matic sowieso net..die haben das „Destruktive-Devensiv“ System durch Geschwindigkeit+Spielwitz kaschiert u. so hat die ganze Mannschaft mehr abrufen können..

    Das ist eigentlich nem Laien klar, daß Spieler net 1-1 ersetzbar sind und man dementsprechend „neu justieren“ und Alternativen ein trainieren muss!!!

    Alar hängt vorn seelenallein in der Luft durch ewige hohe Bälle, obwohl er sich dortaugenscheinlich + persönlich angesagt total unwohl fühlt, weil das überhaupt net sei Spielstil is..

    War echt mal Pro-Foda, aber mittlerweile stinksauer!!! Jez unabhängig vom Gebashe..mittlerweile sinds einfach echt scho soviele EINDEUTIGE Sachen die abgehen..

    Grüße an alle meine schwarz/weißen Mitleidenden!

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    • black_aficionado sagt:

      Ich weiß wirklich nicht, wovor sich der Foda fürchtet? Die paar min, die der Schoissengeyr bekommen hat, da war er auch nicht schlecht!
      Dass er sowohl schneller als auch stärker im Kopfball und der Spieleröffnung als der Capitano ist, das sieht doch bitte ein jeder!
      Für die Mentalität kann der Schulz auch nicht so wichtig sein, sonst würden die Jungs vl anders auftreten am Platz.
      Meinetwegen soll er auch mal dem Spendlhofer eine Pause geben, der ist im Moment eh auch nicht zum Anschauen!

      Zu Edi, jo was wurde man geschimpft, wenn man gesagt hat wie wichtig er für unser Spiel ist. Was wurde der Edi alles geheißen. Leider gibt es immer noch Leute, die nicht sehen wollen, was er für unser Spiel bedeutet hat (wie letztens den Spaßbold hier, der der Meinung war, dass er uns mehr Punkte gekostet als gebracht hätte…). Alar und Chabbi sind Prinzip arme Kerle; wie sollen die auch nur irgendwie positiv auffallen? Beide sind Spielertypen, die sich nicht selbst die Bälle erkämpfen, bzw im Mittelfeld holen. Ohne brauchbare Zuspiele hängen die halt komplett in der Luft…

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    • graz4ever sagt:

      Ja, der letztens das mit „der hat uns mehr Punkte kostet“ gemeint hat, hat mi a sehr zum schmunzeln gebracht, weil er mi so an das Zitat von A.Einstein erinnert hat, daß es nur 2 Dinge gibt, die unendlich sind: das Universum und die Dummheit der Menschen…

      Weil mehr hats zu dem Statement denk i, net zum Sagen geben! Aber bin mit dir vollstens d’accord 🙂

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  2. Balotelli45 sagt:

    Alar is alleine vorn a arme Sau. Bekommt kein einzig brauchbares Zuspiel. Und ich glaub als hängende Spitze wäre er definitiv brauchbarer.

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  3. ljnight2 sagt:

    Naja, alar hat schon den einen oder anderen ball bekommen! Nur hat er nicht gewusst was er mit dem machn soll, bzw hat einen fehlpass praktiziert..
    Koch unglaublich unsicher und fehlpassorgien nie endend wollend..
    Ein rückfall in alte muster..

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  4. DonPipo DonPipo sagt:

    ANHAKEN! ENDE.

    Es kann nur bergauf gehen. Immer auf die Schwarzen!

     

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  5. Jimmy sagt:

    „Auch wenn es keiner glauben will, Bright Edomwonyi war für Sturm mindestens so wichtig wie Uros Matic. Momentan hat Sturm keinen, der die Wege geht, der die Verteidiger auf sich zieht, der Alar Platz zum Treffen gibt.“

    Hallelujah! Auch wenn ichs immer wieder prophezeit hab – mir wär lieber gewesen, hier falsch zu liegen. Die letzten zwei Spiele sei den Dauersuderanten gewidmet. Jetzt kanns dann aber auch ruhig wieder bergauf gehen…

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  6. Aero Aero sagt:

    Zum Torwart ist zu sagen, dass er seine Sache nicht schlecht gemacht hat. Hätte man den Rest der Mannschaft gegen Papp-ständer getauscht wäre das Ergebnis nicht klarer ausgefallen.

    Alar tut mir dann trotz schlechter Leistung ein wenig Leid, denn man kann sehen, dass er absolut der falsche Mann für diese Art von Spiel ist. Wenn man das vorher nicht gewusst hat, hätte man es spätestens in Mattersburg sehen müssen.

    Schmerböck, Huspek und Lyko waren erschreckend schwach und zumindest zwei von den dreien hätten sich eine Auswechslung zur Pause verdient.

    Die Innenverteidiger standen höchstens innen, Verteidiger waren die beiden auf keinen Fall.

    Das zentrale Mittelfeld war eine Vorgabe und wer weiß was sich Foda dachte, wie er nicht zu mindest einen in der Halbzeitpause (Ovenstadt wäre der Kanidat gewesen) draußen ließ.

    Da bleibt noch Koch, denn ich extra anführe, da er zumindest bemüht war und das muss man ihn trotz schlechter Leistung anrechnen.

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  7. el fenomeno sagt:

    Zu diesem Trauerspiel kann man gar nicht viel sagen. Das schlimme ist ja Sturm hat aktuell einen 29-Mann-Kader…unglaublich ist dabei das Herr Foda nun mal seine Lieblinge hat und daher nur 18-19 Spieler braucht. Er rotiert auch nie wirklich, da er seine 15,16 Spieler hat und diese halt immer wieder im Kreis schiebt mal eine andere Position aber nie wirklich jemanden austauscht. Ich habe nach der Niederlage in Mattersburg gewusst, dass sich im Austria-Spiel nicht viel ändern wird und so war es. Er hatte im Prinzip den identischen Kader mit, der wieder nicht überzeugen konnte. Und beim nächsten Spiel wird sich wieder nicht viel ändern vielleicht ersetzt er den schwachen Ovenstad durch den noch schwächeren Piesinger oder zieht den desaströsen Hierländer auf die 6 zurück. Den Lovric wird er schön auf der Tribüne schmoren lassen bis er im Sommer dann ablösefrei wo anders hin wechselt und dort dann endlich seine Chance bekommt, dann wird FF sagen Lovric ist durch meine Hände geformt worden….haha
    Schulz und Spendelhofer können sich sowieso glaub ich alles erlauben ohne um Ihren Platz zittern zu müssen. Da tut mir der Schoisssi einfach leid. Er verliert in Graz einfach nur Zeit und kommt nicht weiter. Hierländer, Alar und Schmerböck sind Welten davon entfernt Gefahr auszustrahlen und dennoch werden auch Sie wieder im Kader sein und Teilweise auch wieder Starten, anstatt Dobras der wirklich eine sehr gute Vorbereitung spielte eine Chance zu geben. (Mittlerweile auch wieder 2 Wochen ohne Spiel, so wie alle Akteure die nicht zum Einsatz kommen da die Amateure erst wieder Ende-März in die Saison starten)
    Eines der Probleme ist das hier nicht jeder seinen Job macht, sondern seine Nase wo reinsteckt, wo Sie nicht hingehört: Der Vorstand sagt dem Sportdirektor Herrn „General“ GK wer Trainer sein soll und der Sportdirektor sagt dem Trainer dann wer spielen soll. Anstatt das der Trainer nach Leistung und altersunabhängig aufstellt. Ein Beispiel: Ovenstad sofort im Kader und im 2 Spiel schon Startelf wieso? Womit hat er das verdient? Wo war er bei den Vorbereitungsspielen, habe nichts gesehen was zu dieser Entscheidung berechtigt hätte außer das GK ihn geholt hat und anordnet das Ovenstad dabei zu sein hat. (Punkt)
    Das nächste Problem: Sturmgraz hat keine Spielkultur. Das ganze Spiel ist auf Zufall aufgebaut und man hofft auf eine Einzelaktion oder einen Fehler des Gegners damit ein Tor fällt. Man sieht kein Kombinationsspiel, keiner auf dem Feld hat eine Idee. Von hinten kommt der Ball immer Alibi halber auf die Seite wo dann meistens Endstation ist. Im Herbst hat man das nicht wirklich bemerkt weil Matic immer das 1:1 gesucht und meistens gewonnen hat, wodurch überzahl Situationen endstanden sind. Jetzt hofft Foda auf das gleich aber es fehlt ihm der Spielertyp dazu und seine Spielanlage hat sich kein bisschen geändert. Der Kader ist groß genug und auch mit guten Leuten besetzt nur muss man die Scheuklappen mal ablegen und wirklich aus dem vollen schöpfen, mal wirklich durchrotieren und probieren zu agieren nicht 90 Minuten zu reagieren. Ich bin auch gespannt wieviel Spieler im Sommer weg sind bei der regen Rotation werden es einige sein. Normal ist ein 23 bzw. 24-Mann-Kader und da ist es auch schon nicht einfach alle bei Laune zu halten aber 29 Spieler und ein Trainer wie FF…KATASTROPHE TOTALE!!!
    Dennoch hoffe ich, dass sich die Mannschaft bald fängt und wieder Punktet oder zumindest mal ein Tor erzielt, den gg. St. Pölten könnte schon der nächste Schlag ins Gemächt folgen. In diesem Sinne einen schönen Tag noch…

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    • black_aficionado sagt:

      100%ige Zustimmung! Wenn die Mannschaft am Boden ist, aus welcher Überlegung heraus will man diese dann nicht „zerreißen“?!

      Ich bin wirklich kein Fan von Dobras, aber das was ein Schmerböck, Huspek oder Gruber bis dato auf den Außen gespielt hat, das bekommt dieser auch noch hin (zumindest die Chance hätte er sich wieder verdient). Dobras ist zwar vom Defensivverhalten noch katastrophaler als die eben genannten, aber zumindest kann er am Ball ein bisschen etwas.

      Ob die Aufstellung von Ovenstad angeordnet war, das maße ich mir nicht an zu beurteilen. Dass nach dieser Nichtleistung von Piesinger wer anderer neben Jeggo aufläuft war aber zu erwarten.
      Zugegeben, ich bin nie beim Training dabei – den Vorbereitungsspielen nach zu urteilen, hat der Lovric aber keine schlechte Figur gemacht. Präsent und Ballsicher, warum er einfach nie die Chance erhält, ich weiß es nicht…

      Die fehlende Spielkultur ist seit Jahren ein Problem. Wenn wir pro Spiel 2,3 Kombinationen zu sehen bekommen, dann ist das eh schon viel 🙁
      Es gibt bei uns keine schnellen Doppelpässe, kein kombinieren. Was es gibt, das sind (wie du richtig sagst) hilflose Versuche die Außen zu schicken, die dann aber ihrerseits wieder scheitern. Auf der rechten Seite funktioniert das Spiel mit Koch wenigstens einigermaßen – links, wenn Schmerböck am Feld steht, ist alles verloren! Lyko null ins Spiel eingebunden und der Flügel komplett verwaist.

      Hoffnung geben wirklich die Auftritte von Atik. Der kann Kombination, der will den Ball! Zusammen mit Horvath und Hierländer (ja, der kann das normalerweise auch, nur solche Auftritte wie zuletzt verbessern sein Standing halt auch nicht wirklich…), meinetwegen auch Alar etwas hinter der Spitze (aber nicht als wirklicher 10er!!!), könnten diese Spieler für etwas Spielkultur und Überraschung sorgen. Man müsste sie halt mal lassen

       

      Alles in allem ist nach 2 gespielten Partien jetzt wohl endgültig die komplette Ernüchterung eingekehrt. War es gegen Ende im Herbst schon wieder Fußball nach Schema F(oda) und das Zurückfallen in alte Muster, dieser Auftakt im Frühjahr mit diesen beiden Offenbarungseiden…fürchterlich

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    • graz4ever sagt:

      @black_aficionado

      100% AGREE!!!! Du sprichst mir, von Edi bis Hierländer, sowas von aus der Seele..das is scho brutalst unheimlich.. aber es stimmt jedes Wort!

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    • Neukirchner sagt:

      Bravo Phänomen!!!!!

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  8. flo1909 sagt:

    Die fehlende Spielkultur, das ist das Hauptproblem!!!!! Zerstören, hoch nach vorne und dann viel Glück, das ist seit Jahren unser System!!!!!! Das ganze Mittelfedspiel ist darauf aufegbaut, egal gegen wen, das Spiel zu zerstören und dann schauma mal. Klar musst du in der Defensive gut stehen, aber hier wurden alle Ambitionen guten Fußball zu spielen aufgegeben!!! Wenn FF über einen Spieler sagt: der gefällt ihm der spielt sehr kompakt und ist präsent dann kommt mir schon das Grausen; weil dann weißt wieder das es einen mehr gibt, von dem man gar nicht erwartet, irgendwas positives zu unserem Spiel beizutragen.

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  9. ChrisAluani sagt:

    Ich kann den vorherigen Kommentaren bezüglich Spielkultur auch nur zustimmen. Mir ist nur vor allem völlig unklar wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist. Ich erinnere mich nämlich noch ganz gut an die Saisonen zwischen 2006 und 2009 (also noch vor Cupsieg und Meistertitel), wo wir mit vielen jungen heimischen Spielern den wohl „schönsten“ Fußball in Österreich (mit Rapid) gespielt haben. Die Qualität im Kader war damals sicher nicht um so vieles höher als heute. Die großen Erfolge sind zwar auch damals ausgeblieben, aber da war fast jedes Spiel ein Freude anzusehen … und man ist unabhängig vom Ergebnis zufrieden aus dem Stadion rausgegangen. Klar, der Fußball hat sich seither verändert. Aber wenn man eh jetzt wieder ergebnistechnisch auf dem gleichen Niveau ist wie damals (4. oder 5.), erschließt sich mir nicht wieso man nicht versucht zum alten Offensivfußball zurückzukehren. Die Frage könnte wohl nur FF selbst beantworten, denn er war sowohl damals wie auch jetzt Trainer …

     

    Zusammengefasst: Der Wunsch nach Offensivfußball wird ein Wunschtraum bleiben … bleibt nur zu hoffen, das bald wieder die Ergebnisse zurückkehren, um nicht endgültig ins selbe Muster wie letzte Saison (inkl. Fan-Protesten) zurückzufallen…

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  10. Marchanno Diaz Rabihou sagt:

    Vertragsverlängerung mit FF die richtige Entscheidung ?

    Hier sagen 66 % JA ?????

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  11. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wenn ein Debütant der 4 Tore kassiert (auch weil von seinen Vorderleuten im Stich gelassen) Man of the Match wird ist über den Zustand der Mannschaft alles gesagt…

    Ich hoffe gegen St. Pölten kommt was zählbares raus sonst können wir uns getrost von Platz 4 verabschieden…

    Verstehe nicht wie es zu so einer Fehlpassorgie kommen kann bei einem neu geholten Feldspieler in der Startelf…

    Sollte es gegen St. Pölten wieder in die Hose gehen sollte man „sich umsehen“, denn wennst gegen den Letzten heimgedreht wirst und daheim nur mehr gedreht wirst ist ein plötzlicher Aufschwung eher unwahrscheinlich…

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  12. Ennstaler sagt:

    Der letzte Regisseur bei Sturm, der diesen Namen wirklich verdiente, war Samir Muratovic. Und auch den hat Foda zuletzt abgestochen. Foda hat einfach Angst vor Offensivfußball. Und das ständige Spiel über die Flügel ist überhaupt absurd, wenn man keinen kopfballstarken Stürmer hat. Und bei langen Bällen haben viele Probleme, den Ball überhaupt unter Kontrolle zu bringen. Und wieso Horvath erst in den letzten Minuten kam, weiß wohl auch nur Foda.

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    • Neukirchner sagt:

      Horvath macht gerade einen RotKreuzKurs.
      Und dem Schoissengeyr seine Katze hat Durchfall.
      Generell sind die Jungen noch nicht so weit.
      Die müssen geduldig bleiben.
      Romano Schmid muss erst in einem saudi-arabischen Laufhaus eine Jungfrau 16x im Handstand befriedigen, dann ist er reif für Franggos Drubbe.

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  13. PhilippGraz1982 sagt:

    Ich finde es sehr schade, dass wir einen Kader mit fast 30 Mann haben. Der Trainer aber Spiel für Spiel nur seine Lieblinge einsetzt bzw. gleich auswechselt. Es würde nichts dafür sprechen die Jungen einfach ins kalte Wasser zu werfen (naja Talent ist man in Österreich ja noch bis Mitte 20). Ein Schützenauer im Tor, ein Schoissi in der Abwehr, ein Lovirc und oder Michael John Lima(von den Amateuren – ist der wirklich so gut oder sind es nur Gerüchte?) im Mittelfeld,etc,.

    Die fehlende Taktik und daher komplette Ausrechenbarkeit mal aussen vor!

     

    Immer die gleiche 11 mit der gleichen „Taktik“ und den gleichen wechseln.

    Sturm Graz hat seinem Namen schon längere Zeit keine Ehre mehr gemacht.

    Einzige Lichtblicke sind derzeit : Kreissl und Tebbich(Red Bull lässt keine Amateure arbeiten)

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  14. gepi20 sagt:

    Der miserable Start in die Frühjahrsmeisterschaft war wohl zu erwarten. Leider hat sich bewahrheitet, dass die Klasse von Matic nicht annähernd ersetzt werden konnte. Auch der vielfach als „Torjäger“ verschmähte Edomwonyi fehlt der Mannschaft mit seinen schnellen Antritten und raumfüllenden Aktionen mehr als gedacht. Darüber hinaus waren bereits sämtliche Aufbauspiele grottenschlecht. FF´s Taktikfehler (warum tauscht der Trainer beharrlich frühestens in Minute 60 bzw. 75? Warum wurde Holzhauser nicht manngedeckt wie Canadi bei Rapid im Derby?) ergänzen das desaströse Bild. Last but not least fehlt der Mannschaft der nötige Biss. Warum?

    Ohne schwarz oder weiß zu malen: Ich bleibe (noch) Optimist und glaube, dass die Mannschaft sich wieder finden wird, qualitativ scheint aber trotz hervorragendem Herbst nicht mehr als der maximal 4. Platz zu erreichen sein.

    Am meisten ärgert, dass sich GK nicht durchsetzen konnte, dieTrainefrager erst später zu klären. Die Kombination Foda / Mannschaft funktioniert nicht (mehr). Darum versteht man gut, dass GK gerne bis Vertragsende zugewartet hätte um eine (günstigere) Lösung mit oder ohne Foda im Sommer zu bekommen. Schade – und täglich grüßt das Vorstands – Murmeltier………

     

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