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Spielercheck: LASK vs. SK Sturm Graz (2:0)

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler, sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Man of the Match:

Jörg Siebenhandl – Note: 2,38

Wie so oft gilt: An ihm lag’s nicht. Und dieser Umstand genügt dieser Tage nicht selten für den Oscar im Fußball-Business, die legendäre SturmNetz-Trophäe des Man of the Match. Die unumstrittene Nummer eins im Gehäuse der Grazer lieferte abermals eine tadellose Partie ab und hielt, was es zu halten gab. Nach dem Verlusttreffer war es insbesondere ihm zu verdanken, dass die Murstädter überhaupt noch im Spiel blieben. Ob der liebe Jörg beim 2:0 in der 94. Minute das kurze Eck hätte besser zumachen können oder nicht, interessiert dann niemanden mehr.

Anastasios Avlonitis – Note: 3,04

Wie man das vom Innengriechen gewohnt ist, gewann dieser gefühlt 120 Prozent seiner Zweikämpfe. Bei näherer Betrachtung relativiert sich dieser Eindruck jedoch rasch: Elf (!) Ballverluste in der eigenen (!) Hälfte sowie eine Passquote von 43 Prozent sprechen leider Bände.

Philipp Huspek – Note: 3,17

Huspek haute sich rein wie eh und je, gelingen wollte ihm allerdings nicht allzu viel. In einigen seiner Aktionen machte er mit Ballverlusten eine aussichtsreiche Feldposition des eigenen Teams zunichte. Und wenn man als Mannschaft keine Spielanteile hat, dann fällt eben selbst Derartiges auf.

Otar Kiteishvili – Note: 3,20

Bereits im Vorfeld der Partie wurde die Bedeutung des Georgen-Messis von seinem Trainer hervorgehoben. Er sei das Um und Auf der Offensive und man erwarte sich viel von ihm. Doch gelungen ist ihm – wenn überhaupt – nur sehr wenig. Zudem gesellten sich, wie bei den meisten seiner Kollegen, viele unnötige Ballverluste zu einer ohnehin überschaubaren Leistung. Einer davon führte zum 2:0.

Juan Domínguez – Note: 3,26

Der technisch versierte Ruhepol der Grazer Zentrale wurde seinem Ruf so gar nicht gerecht. Das Spiel von Domínguez war geprägt von einer ungewohnten Unruhe sowie zahlreichen technischen Fehlern und unnötigen Ballverlusten. Auch dem ansonsten konstanten Spanier darf einmal eine schwache Partie passieren. Der Zeitpunkt dafür war jedoch denkbar ungünstig.

Lukas Spendlhofer – Note: 3,27

Die Defensive stand zumeist gut. Mit diesem Satz hat man alles Positive der gesamten Cup-Partie in mehr als ausreichender Form zusammengefasst. Der längst dienende Akteur auf Seiten der Blackys hat daran freilich keinen unerheblichen Anteil. Der Umstand, dass die Unsrigen ansonsten über 90 Minuten so rein gar nichts zustande brachten, trübt dennoch die Leistung eines jeden Akteurs, selbst dann, wenn diese grundsätzlich gar nicht viel dafür können. Spendlhofer gewann die meisten seiner Zweikämpfe, in der Spieleröffnung wirkte er mitunter allerdings – wie das gesamte Team – etwas unbeholfen.

Ivan Ljubic – Note: 3,28

Es war dies eine unauffällige Partie des Sechsers. Da im Spiel nach vorne allerdings überhaupt nichts klappte und die Zentrale dafür ein wesentlicher Faktor ist, muss kurz und knapp festgehalten werden: Das war dann doch zu wenig. Eine 61-prozentige Zweikampfquote ist ebenfalls ausbaufähig, obwohl es sich dabei erschreckenderweise um den Bestwert handelt.

Stefan Hierländer – Note: 3,34

Schon etwas länger wartete man darauf, Hierli endlich wieder in alter Stärke bestaunen zu dürfen. Es gilt, weiter zu warten.

Emanuel Sakic – Note: 3,39

Emanuel Sakic lieferte eine enttäuschende Partie ab. Der gebürtige Wiener brachte keine Ruhe ins Spiel und steuerte mit zahlreichen blind nach vorne gedroschenen Bällen kaum etwas dazu bei, wenigstens die ein oder andere halbwegs gelungene Aktion der Blackys zu sehen. Mit Querpässen in der eigenen Hälfte strahlte er dennoch Gefahr aus – für die eigene Hintermannschaft. Blickt man auf die Statistiken, wird’s noch schlimmer: 20 Fehlpässen stehen null angekommene Flanken gegenüber – und das als Außenverteidiger.

Thorsten Röcher – Note: 3,40

Thorsten Röcher hätte – zumindest vorübergehend – der schmeichelhafte Held des Abends aus Sturm-Sicht werden können. Sein sehenswerter Treffer in der Schlussminute wurde allerdings zu Unrecht aberkannt. Blöd gelaufen. Dem kollektiven Offensiv-Versagen konnte er ansonsten ebenfalls kaum etwas entgegensetzen. 

Bekim Balaj – Note: 3,55

Der albanische Stürmer konnte sich 67 Minuten lang überlegen, was er mit dem Spielgerät so alles vorhat, wenn er es aus der Nähe sieht. Einmal war es sogar so weit, als er einen Volley auf das Tor, leider jedoch auch in die Arme von Gebauer brachte.

Einwechslungen:

Jakob Jantscher – Note: 3,65

Jantscher kam in die Partie, um im Zuge des Sturmlaufs in der Schlussphase für zusätzliche Kreativität zu sorgen. Sarkasmus Ende. Freilich konnte auch er die Tristesse im Grazer Spiel nicht durchbrechen. Im Gegenteil: Ihm gelang das Kunststück, in 16 Minuten bei neun Ballkontakten ebenso viele Ballverluste zu verzeichnen.

Lukas Jäger – Note: 3,68

Der Neuzugang kam, warum auch immer, gegen Ende in die Partie und fügte sich postwendend gekonnt ins Mannschaftskonzept ein: planlos durch die Nacht. Dabei gewann er ganze zwei Zweikämpfe (von neun).

Kevin Friesenbichler – Note: 3,76

67 Minuten lang hat man auf Seiten Sturms versucht, mit blind nach vorne gedroschenen Bällen Bekim Balaj zu bedienen. Überraschenderweise ist das nicht gelungen. Also musste der Neuzugang ran. Zur Verwunderung aller sollte dies jedoch auch dann nicht von Erfolg gekrönt sein.

Sonstige Bewertungen:

Trainer Nestor El Maestro – Note: 3,78

Beim unglücklichen 3:3 in Linz zeigte der Coach eindrucksvoll, was es heißt, eine Mannschaft perfekt einzustellen und einen Plan zu haben. Diesmal nicht.

Schiedsrichterteam unter Peter Altmann – Note: 3,83

Während des Spiels, kurz vor Anbruch der Schlussphase, dachte sich der Autor folgende Kurzbeschreibung für die Leistung der Unparteiischen aus: „Viele kleine Fehlentscheidungen, die aber zum Glück überhaupt keinen spielentscheidenden Charakter aufweisen und somit kaum der Rede wert sind.“ Tja.

Das SturmNetz-Team bedankt sich bei 154 eingegangenen Bewertungen und widmet unserem Man Of The Match folgenden Song:

 

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6 Kommentare

  1. Fanatiker sagt:

    Jörg Siebenhandl, die Konstante im Team. Solche Spieler bräuchte man 6-7…. im Team!

    0
    • Supersturm sagt:

      Siebenhandl ist der einzige, der konstant gute Leistungen abruft.
      Konstant schlecht spielen eh 6-7.. Leider..

      1+
  2. Erzschwoarza sagt:

    Also auch wenn mich jetzt wieder alle hauen, aber hat jemand den Bericht in der Kleinen Zeitung gelesen? Vom Kreissl? :Vor wen sollen wir Angst haben“? Auch wenn mich jetzt wieder alle hauen aber ist der komplett von Sinnen? Des is jo a Wahnsinn was der da sagt. I bin immer noch baff wie weit weg der Kreissl von der Realität ist. Also wer sich den Beitrag durchliest, wird mir wohl zustimmen, oder? Weil normal ist der nimmer! Das ist mal ne Hausnummer!

    4+

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