Breber: „Der Schlüssel zum Erfolg war Kameradschaft“

Sturm-Legende Zvonko Breber im Interview

Im Sommer 1980 wechselte ein 28-jähriger Mittelfeldspieler vom NK Maribor zum Sportklub Sturm und war maßgeblich daran beteiligt, eine bis dahin noch nie dagewesene Erfolgsära in Graz einzuläuten. Der Kroate Zvonko Breber – der bald den Spitznamen „Die Kampfmaschine aus Marburg“ umgehängt bekam – war nicht nur der erhoffte Spielmacher, sondern konnte auch vier Jahre lang als Assistkönig und Kämpfernatur im Sturm-Trikot überzeugen. Heute feiert er seinen 65. Geburtstag und nicht nur aus diesem Anlass, haben wir Breber zum ausführlichen Interview gebeten: 

 

Zvonko Breber, als Allererstes alles Gute zu Ihrem heutigen 65. Geburtstag. Wie werden Sie diesen Ehrentag begehen, möglicherweise sogar am Rasen eines Fußballfeldes?

Dankeschön. Vielen Dank. Zuerst gibt es wie üblich ein Mannschaftstraining – ich bin ja jetzt Trainer der zweiten Mannschaft von Maribor – danach mach ich ein kleines Picknick mit meinen Spielern und am Abend werde ich im kleinen Rahmen und sehr familiär feiern.

Erst kürzlich gab es für Sie ja eine andere Feierlichkeit. Sie sind seit wenigen Tagen, nun auch ganz offiziell und versiegelt, eine Legende des SK Sturm. 

Ich hab mich sehr gefreut, in diesen Legendenstatus erhoben worden zu sein. Das ist für mich eine ganz große Auszeichnung. Ich kann mich nur noch einmal bei den Verantwortlichen dafür bedanken. Das war eine sehr schöne Aktion. Es war einfach schön, nach langer Zeit wieder einmal viele alte Freunde zu treffen. Wir waren nicht nur zufällig Spieler bei der gleichen Mannschaft, wir waren überdies und sogar vor allem Freunde.

Ihre Karriere starteten Sie ja bei Dinamo Zagreb, aber bereits im Alter von 20 Jahren sind Sie zu Maribor gewechselt. Ein Kroate der nach Slowenien geht, im Vielvölkerstaat Jugoslawien eine Ausnahme oder im Prinzip nichts Anderes, als wenn ein Kärntner bei Sturm anheuert?

Mittlerweile hab ich ja den slowenischen Pass. Aber ursprünglich bin ich Kroate. Es hat sich damals einfach so ergeben. Mehr oder weniger ein 1:1-Tausch. Ein Spieler ging von Zagreb nach Marburg, ich den umgekehrten Weg. Das war damals nichts Unübliches. Geplant war dieser Tausch zuerst nur für die Dauer von einem Jahr, doch heute bin ich noch immer in Maribor. (lacht)

Die Mannschaft von NK Maribor im Jahr 1973. Breber hockend dritter von links, Trainer war der spätere Sturm-Kurzzeit-Coach Ivan Markovic (oben, 1. von links), Milan Djuricic übrigens oben 3. von links. (c) NK Maribor

Sie sind ja sofort angekommen in Maribor. Wurden relativ früh zum Kapitän ernannt und mehrmals zu Sloweniens Fußballer des Jahres gewählt.

Es waren acht wunderbare Jahre. Fast nach jedem Jahr gab es für mich Auszeichnungen. Im ersten Jahr war ich sogar  Profi. Als klar war, dass dies wohl ein längerer Aufenthalt wird, hab ich zuerst das Militär absolviert und dann auch einen Job angenommen. Somit galt ich wieder als Amateur. 1978 wurde ich sogar mit der Amateur-Nationalelf Europameister. Trainer des Teams war ein gewisser Otto Baric. Für gewöhnlich habe ich am Vormittag gearbeitet und am Nachmittag trainiert. Aber zum Glück ist mir mein Arbeitgeber oft entgegengekommen. War auch ein Vormittagstraining angesetzt, gab es nie Probleme mit der Freistellung. Wichtig war, dass ich offiziell eine Anstellung hatte, da Maribor damals prinzipiell keine Profi-Mannschaft war.

Die jugoslawische Liga war ja schon in den 70ger-Jahren eine Anhäufung von begnadeten Fußballern, riesen Talenten und wunderbaren Technikern. Dazu kam, dass jugoslawische Spieler erst mit 28 ins Ausland wechseln durften. Glauben Sie, war diese Liga zu jener Zeit einer der spielstärksten in Europa?

Das stimmt, ja. Jedem Fußballer war klar, dass er erst dieses Alter erreichen musste, um in das Ausland wechseln zu dürfen. Dementsprechend war auch das Niveau. Heutzutage gehen die Besten mit 18,19 in eine Top-Liga, die nicht so guten immer noch irgendwo hin in eine dritte oder vierte Liga.

Sie waren ja mit diversen Auswahlteams viel in Europa unterwegs. Wurde da jemals ein Gedanke daran verschwendet, nicht mehr in die Heimat zurückzukehren und für gutes Geld irgendwo im Ausland einen Vertrag zu unterschreiben?

Eigentlich nicht. Natürlich gab es öfter die Gelegenheit. Mit dem Nationalteam war ich beispielsweise zwei Wochen in Griechenland. Trainer Otto Baric hat mir aber da schon immer versprochen, sobald ich 28 bin, vermittelt er mich zu einem Klub im Ausland. Zu dieser Zeit wollte mich Olimpija Laibach verpflichten, aber mein Plan stand fest: Bis 28 wollte ich in Maribor bleiben und erst danach ins Ausland.

Im Gegensatz zu DDR-Fußballern sind ja relativ wenig Fälle bekannt, dass jugoslawische Fußballer sich abgesetzt haben. Welche Konsequenzen hätte eine solche „Flucht“ eigentlich damals gehabt?

Schauen Sie, ich hätte ja damals in Laibach auch mehr Geld verdienen können. Trotzdem bin ich acht Jahre lang in Maribor geblieben. Natürlich haben wir damals nicht so viel verdient, im Vergleich zu anderen Berufsgruppen war es dann aber auch nicht so schlecht. Ich hatte eine schöne Wohnung, fühlte mich wohl, vor allem war ich bei meiner Familie. Daher gab es keinen Grund für mich, überhaupt darüber nachzudenken.

Otto Baric hielt dann ja auch Wort. Eine seiner ersten Verpflichtungen als frischgebackener Sturm-Trainer hieß tatsächlich Zvonko Breber. Fiel Ihnen der Abschied aus Maribor – wo Sie ja Kapitän und Publikumsliebling waren – eigentlich schwer?

Natürlich. Aber so ist der Fußball. Diesen Schritt hatte ich ja so geplant. Eher war es schwer für mich einzuschätzen, wo ich stehe, ob ich mich in Graz zurechtfinden werde. Rückblickend bin ich unendlich dankbar, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe und bin überzeugt davon, das Richtige gemacht zu haben. Die vier Jahre bei Sturm waren die schönste Zeit in meinem Fußballerleben.

Es lief für Sie ja von Beginn an richtig rund in Graz. Heute könnte man es beinahe einen „Matic-Effekt“ nennen. Ein Jahr vor Ihrer Verpflichtung konnte Sturm so gerade noch die Klasse halten, im ersten Breber-Jahr spielte die Mannschaft dann urplötzlich bis zur letzten Runde um den Titel mit.

Zvonko Breber im Sturm-Trikot (c) Privat

So was kann man nicht erklären. Fußball ist ja immer noch ein einfaches Spiel. Wenn alles passt, dann passt es einfach. Und die Chemie innerhalb der Mannschaft hat einfach gepasst. Da können solche Dinge schnell passieren. Persönlich konnte ich sicher davon zehren, dass ich zuvor schon acht Jahre auf hohen Niveau Fußball gespielt habe. Da fällt es einem dann auch leichter, glaube ich, sich an eine neue Mannschaft zu gewöhnen.

Der Titel wurde dann leider doch noch in der letzten Runde – im Heimspiel gegen Rapid – verspielt. Der Meistersekt war bereits eingekühlt, der Meistersong aufgenommen, die Meisterfeier organisiert. Was lief schief, bei jener denkwürdigen 1:4-Heimnniederlage?

Heute kann ich ja drüber lachen. Aber Sie können mir glauben, noch heute träume ich von diesem Spiel. Vielleicht war die Erwartungshaltung zu groß, vielleicht war der Druck für einige zu groß, vielleicht war es aber auch einfach nur ein taktischer Fehler. Es war halt so ein Tag wie er im Fußball vorkommt. Rapid ist alles aufgegangen, uns praktisch nichts. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, ein Unentschieden wäre ja zuwenig gewesen und genau das ist den Rapidlern entgegengekommen. Wir sind in das offene Messer gelaufen. Die hatten ja eine Reihe von ausgezeichneten Kickern in ihren Reihen und haben uns klassisch ausgekontert. Leider.

Nichtsdestotrotz war die „Breber-Ära“ die bis dahin erfolgreichste Phase in der Sturm-Vereinsgeschichte. Man denke nur an zahlreiche erfolgreich geschlagene Schlachten im Europacup.

Natürlich denke ich auch sehr oft an Nottingham. Und wie nahe wir dem Halbfinale im Europacup waren. Aber wir haben stets bewiesen, dass wir in Europa mit beinahe jeder Mannschaft mithalten können. 

Wie war es überhaupt möglich, dass eine Mannschaft wie Sturm, die ja damals hauptsächlich aus Amateuren bestand, zum Beispiel den designierten italienischen Meister aus den Bewerb warf?

So ist der Fußball. Egal ob Profi oder Amateur, das Spielfeld ist für jeden das gleiche. Es gibt immer eine Chance. Wir hatten mit Robert Pflug und Gernot Fraydl zwei sehr gute, taktisch sehr intelligente, Trainer. Die Spieler waren natürlich auch nicht so schlecht. Aber ich denke, der Schlüssel zu all den Erfolgen, lag in unserer Kameradschaft. Bei uns hat keiner für sich gespielt, sondern jeder für jeden gekämpft. So kann man gegen jede Mannschaft bestehen. Und wir hatten auch solch ein Vertrauen in uns, wir dachten wirklich, wir können jeden schlagen. Okay, vielleicht nicht jeden, aber alle außer Barcelona und Real. (lacht)

Wie bereits angesprochen bestand die Sturm-Mannschaft ja zum größten Teil aus Amateurspielern. Nur die drei Legionäre waren Profis im klassischen Sinne. Wie verlief da so der Alltag?

Am Nachmittag war für alle jeden Tag Training. Wir Profis haben zusätzlich zwei, drei Mal in der Woche am Vormittag trainiert. Sicherlich hatten wir insgesamt mehr Freizeit, da sind wir dann halt in die Stadt gegangen oder haben uns anderweitig die Zeit vertrieben.

Breber in einem Derby gegen den GAK im alten Liebenauer Stadion. (c) Privat

Ihr Legionärskollege und Landsmann, der große Bozo Bakota, hat einmal gesagt, er verdanke mehr als die Hälfte seiner Tore Zvonko Breber.

Da hatte er recht! (lacht). Ich habe mich mit Bozo einfach immer gut verstanden. Meine Bälle, meine Zuspiele, das war alles was Bakota gebraucht hat. Er war schnell wie ein Pferd. Egal ob man quer auf ihn gespielt hat, ob man in die Gasse geschickt hat, es hat einfach funktioniert. Wir haben uns am Spielfeld immer auf Kroatisch unterhalten, ich konnte ihm laut zurufen, wie ich den Ball spielen werde. Niemand hat es verstanden. Ich habe eigentlich nie aufschauen müssen, ich hab immer gewusst, wo Bozo gestanden ist. Und wenn der Ball im Strafraum war, war es dann auch fast immer ein Tor. Das war auch so etwas wie das Geheimnis von Sturm. Es reicht oft schon, wenn innerhalb einer Mannschaft zwei, drei Positionen perfekt harmonieren. Breber – Bakota – Jurtin. Das hat einfach gepasst.

Blieb diese Freundschaft zu Bakota auch nach Ihrer Sturm-Ära erhalten? So genial Bakota am Feld agierte, so patschert verlief sein Leben ja abseits des Fußballplatzes.

Wir haben des Öfteren zusammen noch Sturm-Spiele angeschaut. Den Kontakt hat es eigentlich immer gegeben. Warum in seinem Leben so viel schief gelaufen ist, ist schwierig zu sagen. Er ist tot. Was soll man da noch viel erzählen. Vielleicht ist er mit dem vielen Geld nicht zurecht gekommen, manche Frauengeschichten verliefen nicht immer glücklich, seine Geschäfte auch nicht. Dazu noch falsche Freunde. Einfach schade. 

Im Sommer 1984, wenige Monate nach den unvergesslichen Europacup-Schlachten gegen Gegner wie Nottingham Forest oder Hellas Verona, verpflichtete man bei Sturm Josip Cop aus Split und Laszlo Fekte von Ujpest. Plötzlich war ein Ausländer zuviel im Kader und Sie wurden zu Kapfenberg abgegeben. Ein Fehler, von dem sich Sturm lange Zeit nicht mehr zu erholen wusste. Fekete erwies sich als Fehlkauf, Cop war zwar ein starker Vorstopper – aber alles andere als Spielmacher und legitimer Nachfolger eines Zvonko Breber. Wie sind Sie mit dieser damals für viele unverständlichen Entscheidung umgegangen?

Das war die Entscheidung von Robert Pflug. Er hat zu mir gesagt, ich sei jetzt nur noch der vierte Ausländer. Ich hab das nicht verstanden. Immerhin war ich der, der am längsten bei Sturm war. Aber was soll’s? Das war eine Entscheidung des Trainers. Da kann man nichts machen (lacht), da kann man nichts machen (nachdenklich). Wenn man Fußball-Profi ist, muss man mit solchen Entscheidungen leben. Ich bin dann eben zu Kapfenberg gegangen, hab dann meine Karriere in Allerheiligen – wo ich noch fünf Jahre Spielertrainer war – fortgesetzt,  war dann auch noch zwei Jahre in Kalsdorf und zu guter Letzt, mit 41 Jahren, noch ein Jahr „Nur-Spieler“ in Heiligenkreuz. Da hab ich noch den Aufstieg von der Gebietsliga in die Unterliga geschafft, habe dann aber gesagt, jetzt ist endgültig genug (lacht) und bin nach Marburg zurückgegangen.

Haben Sie eine Erklärung dafür, dass „Legionäre aus dem Süden“ – Breber, Bakota, Petrovic, später Vastic, Popovic, vor kurzem Matic usw., – bei Sturm eigentlich immer funktioniert haben?

Ich glaube, das hat weniger mit Sturm zu tun. Schauen Sie, bei Rapid waren zu dieser Zeit auch alle Legionäre aus Jugoslawien. Ich denke, das funktioniert deshalb so gut, weil beispielsweise kroatische Fußballer einfach etwas Spezielles haben. Ich denke, das ist schon eine Mentalitätsache. 

Begrüßung in der Gruabn zwischen Breber und Bakota (c) Privat

1994 ist dann der wohl berühmteste jugoslawische Fußballlehrer, Ivica Osim, zu Sturm gekommen. Wie haben Sie diese Nachricht wahrgenommen? Kam das für Sie überraschend?

Ich kenne Ivica Osim noch aus seiner aktiven Karriere. Er war der Strauß. Ein genialer Spieler. Als ich gehört habe, dass er Trainer bei Sturm wird, bei meinem Verein, war ich sehr glücklich. Mir war sofort klar, dass es für den Verein jetzt wieder aufwärts geht.

Haben Sie jemals persönlichen Kontakt mit Osim gehabt?

Ja. Erst jetzt am Legendentag haben wir uns begrüsst und kurz miteinander gesprochen. Ich durfte ihn ja schon vorher öfters bei meiner Trainerausbildung bestaunen und zuhören. Er schaut auch manchmal in Maribor vorbei, besucht Spiele von NK und da kommen wir dann immer ins Gespräch.

Osim kam ja hauptsächlich deswegen nach Graz, weil er nahe seiner Heimat, wo gerade ein furchtbarer Bürgerkrieg tobte, sein wollte. Wie haben Sie – ein Kroate in Slowenien – diesen Krieg erlebt?

Ich habe da ja wieder in Marburg gelebt. Ich bin ja mittlerweile wie gesagt slowenischer Staatsbürger. Bei uns hat das ja zum Glück „nur“ fünf Tage gedauert. Ganz im Gegensatz zu der Tragödie in Bosnien oder in Kroatien.

Ärgern Sie sich eigentlich manchmal darüber, nicht 20 Jahre später Fußballprofi gewesen zu sein? Der Verdienst wäre um ein Vielfaches höher, das Mindestalter für einen Wechsel ins Ausland wäre abgeschafft gewesen. Zudem hätte es auch keine Legionärsbeschränkungen mehr gegeben.

Wenn ich darüber nachdenke, wäre es schon sehr schön jetzt noch einmal jung zu sein. Aber andererseits war ich auch zu meiner Zeit sehr zufrieden. So ist halt das Leben. Es war halt nicht immer ganz so viel Geld wie ich mir gewünscht hätte, aber es war trotzdem okay. Vor allem aber denke ich, dass wir viel mehr Spaß hatten. Heute dreht sich viel zu viel um Taktik. Damals haben wir am Platz noch zeigen können, was wir draufhaben. Heute wird doch zumeist mit dem ersten Ballkontakt bereits wieder abgespielt. Wir haben noch losdribbeln können, haben immer das 1 gegen 1 gesucht, waren stets bemüht einen Gegner auch zu überspielen. Das fehlt dem Fußball heute. Das fehlt vor allem den Zusehern. Vielleicht bin ich deswegen auch ein etwas anderer Trainer. Mir ist wichtiger, dass meine Spieler sich diese Qualität aneignen. Eben nicht den Ball sofort wieder abzuspielen.

Als Trainer von NK Maribor zu Gast in Messendorf (c) Privat

Sie trainieren ja die zweite Mannschaft von NK Maribor. Bei der zweiten Mannschaft des SK Sturm – den Sturm-Amateuren – wird man ja ab Sommer einen neuen Weg einschlagen und die besseren Spieler an andere Vereine verleihen. Könnten Sie sich mit dieser Idee auch beim NK Maribor anfreunden?

Ich denke für den Verein ist das schon eine gute Idee. Als Trainer hätte ich aber wohl keine so große Freude damit. Aber auch in meinem Verein, ist die Zukunft noch nicht ganz geklärt. Wir führen zur Zeit die Tabelle an, der Verein weiß aber noch nicht, ob wir überhaupt in die zweithöchste Spielklasse aufsteigen wollen. 

Herr Breber, was verbindet Sie im Jetzt eigentlich noch mit dem SK Sturm?

Ich verfolge immer wie es Sturm so geht. Ich würde mir wünschen, dass der Klub bald wieder einmal Meister wird. Heuer geht es sich ja nicht mehr aus, aber zumindest wird man sich für den Europapokal qualifizieren. Seitdem ich nun ja dem Legendenklub angehöre und für jedes Spiel automatisch Karten bekomme, werde ich wieder öfters die Steiermark besuchen. 

Und gibt es noch Erinnerungsstücke, die man im Hause Breber heutzutage finden würde?

Ich habe noch ein Sturmtrikot zu Hause, das hab ich in einer Schachtel aufbewahrt. Wenn ich alles was ich von Sturm noch besitze, irgendwo aufhängen würde, wäre das ganze Haus voll. Beispielsweise habe ich auch noch ein Sturm-Maskottchen mit einem Breber-Dress und ganz viele Bilder, „Raika Sturm“ ist bei mir noch allgegenwärtig.

Herr Breber, wir wünschen Ihnen weiterhin viel Gesundheit, noch einmal alles Gute zum Geburtstag und freuen uns schon auf Ihren nächsten Besuch in Graz.

Vielen Dank. Ich freue mich auch schon. Allen Sturmanhängern ganz liebe Grüße von mir. 

 

3 Kommentare

  1. mahoni sagt:

    Ein Spieler aus einer Zeit, als Sturm-Spieler noch Sturm-Spieler waren. Herrliche Erfolge inklusive. Wenn ich an die Spieler von heute denke, naja. Wenn ich an den unattraktiven Sturm-Fußball von heute denke. Wenn ich daran denke, dass wir vor zwei Jahren noch eine Gruppe von acht Leuten in der Kurve gestanden sind und ich heute alleine, weil die Art von Fußball einfach zum Kotzen ist. Schade, dass der Kämpferverein Sturm seit Jahren keinen Fußball mehr nach vorne spielt (mit wenigen Ausnahmen, bevor der Trainer regulierend eingreift).

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  2. Reinhold sagt:

    Danke für dieses traumhafte Interview.

    Zvonko Breber war einer der besten Spieler, der je zu Sturm gekommen ist und maßgeblich an den großartigen Erfolgen der frühen 80er Jahre beteiligt. Bis heute ist er immer noch ein Maßstab bei Sturm.

    Alles Gute zum 65er!

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  3. Arch Stanton sagt:

    „Damals haben wir am Platz noch zeigen können, was wir draufhaben“.

    Was soll man da noch hinzufügen?

    Danke für dieses Interview!

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