Avlonitis: „Ich würde eines Tages gerne zu Sturm zurückkehren“

Anastasios Avlonitis, ehemalige griechische Leihgabe, bestritt im vergangenen Frühjahr 17 Spiele für den SK Sturm. Dabei krönten ihn die SturmNetz-Leser vier Mal zum Man-of-the-Match. Mit der durchschnittlichen Gesamtbenotung von 2,43 wurde er außerdem zum besten Feldspieler der abgelaufenen Saison ausgezeichnet. Nur Torhüter und Kapitän Michael Esser schnitt mit einer besseren Bewertung aller Sturm-Akteure ab (2,03).

Derzeit befindet er sich in seiner griechischen Heimat und ist ohne Verein. Wir konnten Avlonitis für ein Gespräch erreichen, in dem er uns unter anderem mitteilte, sich eine baldige Rückkehr nach Graz durchaus vorstellen zu können.

Foto: Martin Hirtenfellner Fotografie

Dass er im vergangenen Jänner überhaupt nach Graz kam, war dem Umstand geschuldet, dass Michael Madl vom FC Fulham abgeworben wurde. Der Abgang des Kapitäns wurde aus sportlicher Sicht aber schnell kompensiert: Der von Olympiakos Piräus ausgeliehene Innenverteidiger Tasos Avlonitis konnte mit starken Leistungen schnell überzeugen, wurde prompt Stammspieler, spielte jede Partie durch und wurde nach dem Halbjahr zum besten Feldspieler der abgelaufenen Saison gewählt.

Verletzung als Spielverderber

Eine hartnäckige Schambeinverletzung warf ihn jedoch zurück. „Den ganzen Sommer habe ich versucht, diese mit täglichen Therapien zu heilen“, erklärt der Grieche. Jedoch zeigten die Therapien nicht die erwünschte Wirkung. „Die Verletzung wurde nicht besser, deswegen musste ich mich Ende August einer Operation unterziehen.“

Dadurch wurden die Gespräche für einen längeren Verbleib bei Sturm wesentlich erschwert. “Die Verletzung war für den weiteren Gesprächsverlauf natürlich entscheidend. Am Anfang des Sommers wusste ich noch nicht, wie schwer diese wirklich ist und wie lange ich deswegen außer Gefecht gesetzt bin“, beschreibt Avlonitis die unglückliche Situation im Sommer.

Die Läsion soll aber nicht der einzige Grund gewesen sein, warum es nicht zu einem längerfristigen Engagement in Graz kam. „Ich wollte bleiben, jedoch zu veränderten Konditionen im Vertrag. Das war jedoch nicht das Problem, sondern die Verletzung: Als ich wusste wie schwer die Verletzung ist, zog ich es für meine Genesung vor, in Athen zu bleiben.“

Während man in Graz die Verpflichtung vom Deutschen Christian Schulz vermeldete, arbeitete Avlonitis an seinem Comeback. Zu diesem kam es im Herbst jedoch nie. Warum eigentlich nicht? „Bei Sturm versuchte ich mein Bestes und ich denke, dass ist mir in den meisten Spielen auch gelungen. Olympiakos ist aber ein anderer Klub mit einer anderen Mentalität. Im Fußball kommt es manchmal vor, dass ein Spieler für ein Team nicht spielt, aber wenn er wechselt, für seinen neuen Klub zu einem wichtigen Spieler wird. Oder vielleicht mag dich ein Trainer und der andere nicht. Das ist Fußball“, erklärt der 26-Jährige die Bedingungen in Piräus.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Sturm-Rückkehr im Winter möglich

Mittlerweile haben sich Spieler und Verein auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt. Ursprünglich hätte Avlonitis noch einen bis Sommer 2017 gültigen Vertrag bei den Griechen gehabt. Der Abwehrspieler, der nach eigenen Angaben wieder zu „100 Prozent fit“ sei, ist somit – ablösefrei – zu haben.

Was heißt das nun für die kommende Transferperiode? Charalampos Lykogiannis zumindest war im SturmNetz-Interview im September von einer Rückkehr seines Landsmanns überzeugt. „Ich glaube, im Dezember kommt er wieder nach Graz.“

Avlonitis selbst schließt ein Comeback in Graz auch nicht aus. „Die Wahrheit ist, dass ich noch nicht mit Sturm gesprochen habe. Aber ich weiß nichts über die Bedürfnisse des Vereins. Ich würde eines Tages gerne zu Sturm zurückkehren, aber ich kann nicht sagen, ob und wann das passieren wird.“ Sollten die Grazer somit einen Verteidiger suchen, stehe Avlonitis zur Verfügung. Auf die Frage, ob dies schon im Winter passieren kann, entgegnete er mit einem kurzen „Ja, warum nicht?“.

Nach dem Abgang von Uros Matic ist zumindest ein Legionärsplatz frei geworden. Mit Kapitän Christian Schulz, Lukas Spendlhofer und Christian Schoissengeyr befinden sich bereits drei starke Innenverteidiger im Kader. Ob bei Sturm dahingehend Bedarf besteht, einen weiteren Innenverteidiger zu verpflichten, ist daher fraglich. Bei einer etwaigen Verletzung eines sich im Kader befindlichen Verteidigers wäre die Dichte im Abwehrzentrum jedoch auch schnell wieder dünn.

 

8 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk…

    Vlt könnte man einen IV als DM nutzen und Jeggo offensiver einstellen…

    1
  2. Sturm-Echo sagt:

    Der wäre vor allem für die Zukunft sehr wichtig…Schulz wirds wohl nicht mehr lange machen…

    2
  3. sTuRm_90 sagt:

    Diese Rückkehr würde nur Sinn machen wenn Schulz den Verein verlässt und das wird nicht passieren.

    1
    • Stefan Krainz sagt:

      Kommt darauf an! Vielleicht hat Foda vor, in der Winterpause, das System komplett auf 5er-Kette umzustellen. Dann hätte es schon Sinn.

      1
  4. Melvinuss sagt:

    wofür einen avlonitis? wir haben schoissengeyr, und der hat mich mittlerweile mehr als überzeugt

    1
  5. graz4ever sagt:

    Ja, wäre wirklich schön, ihn wieder im Verein zu haben..allerdings: Timing is alles u zur Zeit, müsste man dann eben Schulz auf die Bank verfrachten (was net passieren wird) u sogar dann hätt mmg Schoissengeyr den Vorzug (den er sich, finde ich, eigentlich jez scho verdient hätt von den Leistungen her)..

    Für die Bank is ein Avlonitis aber viel, viel zu Schade, darum wär viell. Saison17/18 denkbar..? Naja, hat sicher schon schlimmere Wahlmöglichkeiten gegeben 😉 ich freue mich auf jeden Fall, wie es in der Sache eventuell weiter gehen wird..

    2
  6. jorge72 sagt:

    kann mich nur meinen vorpostern anschließen – guter spieler nur denkbar ungünstiges timing. halte schulz von der mentalität und körpersprache für die bessere lösung und was auch die weierentwicklung der mannschaft betrifft. schoissengeyr wird demnächst auch den durchbruch schaffen, dass er das zeug dazu hat, hat er ja auch schon des öfteren bewiesen.

    Allen ein schönes weihnachtsfest!!!

    3

Schreibe einen Kommentar