Alles beim Alten. Alles Gut.

Die heutige Generalversammlung bestimmte vor allem eines: die Abwesenheit der kritischen Selbstreflexion. Alles ist bestens.

Der neue Austragungsort sei laut dem altem und neuen Präsidenten bereits ein Indiz für Aufgeschlossenheit und Modernisierung. Man wolle Dinge schließlich auch ändern. Viel mehr gab es dann auch tatsächlich nicht. Immer wieder blickte man zurück auf die letzte Generalversammlung im Jahr 2012 und die dort gesteckten Ziele. Diese habe man alle erreicht. Die Abkehr von dort beschlossenen Strukturen fand hingegen keine Erwähnung. Man wollte weg von einem Präsidentenpatriarchat hin zu einem zeitgemäßen Fußballmanagement, was auch geglückt sei.

Kaum Selbstreflexion

Entscheidungen bewertete Christian Jauk als durchgehend mutig. Manche Personalentscheidungen seien sogar etwas zu mutig gewesen, gab der bleibende Präsident mit dem Verweis auf eine nur marginal vorhandene Veränderungskultur im Vereinsumfeld zu verstehen. Er gestand jedoch, dass man im Europacup hinter den Erwartungen blieb. Das war er auch schon, der selbstkritische Höhepunkt. Man habe sich zwar in vielen Dingen hinterfragt, wäre aber vom bestrittenen Weg stets überzeugt gewesen. Unzufriedenheit relativierte Jauk indirekt mit einer unrealistischen Erwartungshaltung vieler. Nachdenklich gestimmt haben den Präsidenten die schwankenden Zuschauerzahlen. „Unterstützung, die wir so notwendig gehabt hätten, ist nicht erfolgt“, hieß es. Die Tabellenplatzierung habe einen zu starken Einfluss auf die Zuseher. Trotz des guten vierten Platzes hatte er das Gefühl, Sturm würde gegen den Abstieg spielen. Diesem Fehlverhalten der Fans will man neuerdings mit der Initiative „Stolz und Leidenschaft“ entgegentreten, dazu später mehr. Das Erreichen des vierten Platzes, stets Ziel des Vereins, sei heute eben etwas schwerer. Aha.

Dafür Eigenlob

Der Rest des Abends war geprägt von Lobeshymnen und dem erwartungsgemäßen Herausstreichen positiver Aspekte. Dazu zählen laut Jauk insbesondere die Verbesserungen und Modernisierungen in der digitalen Welt, allen voran in den sozialen Netzwerken. Besonderes Lob findet der Präsident für die Liveübertragungen von SturmTV. Diese können gar als Beweis der Kreativitätskraft von General Manager Gerhard Goldbrich gesehen werden, obwohl SturmNetz bekannt ist, dass dieser vorbildliche Service die Handschrift von Pressesprecher Alexander Fasching trägt. Dr. Ernst Wurstinger ging sogar noch weiter: „Gerhard Goldbrich hat Sturm perfekt positioniert!“. Ein historischer Höchststand an Mitgliedern freut die Vereinsverantwortlichen ganz besonders. Im Bereich der Finanzen und des Sponsorings sei ebenso alles toll. Diese Behauptung hat, im Gegensatz zu anderen Bereichen, offenbar auch eine Existenzberechtigung. Man erwarte sich Sponsoreinnahmen von knapp über 5 Millionen Euro und konnte den Werbewert Sturms in den letzten Jahren um etwa 30 % erhöhen. Das Jahresergebnis ist mit einem Plus von rund einer Million Euro durchaus positiv. Im Vorjahr hat man mit -400.000 € noch negativ bilanziert. Im in etwa gleichen Ausmaß konnte auch das Eigenkapital erhöht werden. Die positive wirtschaftliche Lage wurde von der Abschlussprüferin Mag. Petra Schachner bestätigt.

Christian Jauk (© SKSturm.TV)

Christian Jauk (© SKSturm.TV)

„Einstimmig“ gegen die bösen Wiener

Für die Lacher des Abends sorgte wiederholt Moderator Robert Seeger. Zum Teil durch humoristische Spitzen gegen den Lokalrivalen beabsichtigt, zum Teil eher unfreiwillig. So hat er sämtliche Abstimmungsergebnisse als „einstimmig“ bezeichnet, trotz der einen oder anderen Gegenstimme. Die etwas unkorrekte Definition des Wortes wurde von Seeger letztlich auch erkannt und zum Running Gag des Abends. Ein weiteres Mal für Gelächter sorgte Seeger, als er Jauk ins Wort fiel und sein Programm unbekümmert fortsetzte, während dieser noch sprach. Der Präsident wurde nicht müde zu betonen, welche Vorteile die Wiener denn nicht noch so alle hätten. Die Hawarapartie sei in der Bundeshauptstadt beheimatet, nicht in Graz, lässt er mit Verweis auf die Vorwürfe des Näheverhältnis zu lokalen Medien wissen. Die Wiener Vereine seien zudem abhängig von der Politik und bekämen viel mehr. Das mag zwar stimmen, tut aber eigentlich auch wenig zur Sache. „Mit den zwei Stadien in Wien ist das Risiko verdammt groß, aus dem [finanziellen] Windschatten zu kommen“, so Jauk.

Thema Stadionsanierung

Man sei von einer Vision hin zur absoluten Notwendigkeit zurück auf den Boden der steirischen Realität geholt worden, meinte ein sachlicher Peter Schaller. Die fünf Millionen Euro bezeichnet dieser als „erstes Maßnahmenpaket“. Um ein zweites kämpfe man noch. Ersteres beinhaltet die Erweiterung und Sanierung des Kantinen- sowie Sanitärbereichs und den Bau der Gastrobox, die man im Norden des Stadions bereits jetzt bewundern darf und die zum nächsten Heimspiel bereits voll einsatzfähig sein soll. Unter der Ost-Tribüne wird eine Einsatzzentrale und ein TV-Studio Platz finden. Dies bedarf es zur Klassifizierung eines Stadions der Klasse vier. Bis zum nächsten Heimspiel werde außerdem die Adaptierung und Erweiterung des Behinderten- und Rollstuhlbereiches fertiggestellt sein. Im ersten Maßnahmenpaket ebenso enthalten ist die Installation einer neuen Videoüberwachungsanlage, neue (abgesenkte) Spieler- und Trainerbänke, der Umbau des Pressebereichs, kleine Sanierungen im VIP-Bereich sowie ein komplett neuer Rasen und eine neue Rasenheizung. Die Umwandlung der Sektoren 9 bis 13 in Stehplatzsektoren werde die Kapazität um rund 1.500 steigern. Der Stadionvorplatz wird hingegen lediglich Sanierungen, deren Planungen noch „nicht weit“ sind, in sehr geringem Ausmaß erfahren. Der Verein kämpfe noch um ein zweites Paket, welches neue Sitze im gesamten Stadion, die Erweiterung und Sanierung des VIP-Klubs sowie des Hospitality Bereichs und das Schaffen einer Eventzone am Stadionvorplatz beinhaltet.

Der neue, alte Vorstand

Der alte Vorstand wurde einstimmig entlastet, der Wahlvorschlag hingegen „einstimmig“. Finanzvorstand Gerhard Poppe stellte sich aus beruflichen Gründen nicht der Wiederwahl. Sein Nachfolger wird Michael Vollmann, Leiter des Bereiches Rechnungswesen und Controlling der Saubermacher AG. Mit Gerhard Steindl, Geschäftsführer der Medienfabrik Graz, gesellt sich ein neues Gesicht, ebenso wie die altbekannten Robert Adam und Günter Niederl (zuvor Aufsichtsrat) sowie Herbert Troger, zum Kreise des Vorstandes dazu. Hans Rinner wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Die Änderung der Satzung, welche besagt, dass zukünftige Sponsoren nicht im Namen genannt werden dürfen, wurde mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen „einstimmig“ angenommen.

Was man besser machen will

Zum einen soll die bereits angesprochene Initiative „Stolz und Leidenschaft“ eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühles bewirken. Dabei sollen auch Mitglieder zusammen mit dem Verein das Leitbild entwickeln. Es mutet etwas seltsam an, nicht zu wissen, wofür ein bald 107 Jahre alter Verein steht. Die Etablierung eines Kuratoriums hat darüber hinaus folgendes Ziel:

„Förderung und Forcierung des gesellschaftlichen und sozialen Netzwerkes zum Zwecke der Image-Verbesserung, zur Erhöhung der Zuschauerzahlen und zur Erhöhung des Sponsorings.“

Man wagte es tatsächlich den Begriff „Karriereplattform“ in den Mund zu nehmen. Da man aber nicht mehr genau weiß, wie eine solche zu definieren sei, entschloss man sich zu einer Innovation: „Karriereplattform 17+8“, also die Zusammenführung von 17 Spielern der Kampfmannschaft und 8 sogenannten „Potenzialspielern“, von welchen mindestens 50 % aus dem eigenen Nachwuchs kommen müssen. Inwiefern diese Maßnahme – es sollte zu denken geben, dass es einer solchen überhaupt bedarf – unter Franco Foda die Spielzeit junger Talente erhöht, bleibt abzuwarten.

Was tatsächlich besser wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19 Kommentare

  1. lobbo sagt:

    haha ihr habt humor: Was tatsächlich besser wird:

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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  2. Toastbrothauer Toastbrothauer sagt:

    Haha was tatsächlich besser wird:

    Error 404: Not found. 😀

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  3. sturmtiger sagt:

    danke für den pointierten bericht. „was tatsächlich besser wird“: <3 😀 (das wird den armen verein wieder einmal ärgern ;))

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  4. Neukirchner sagt:

    Vielen Dank für den Artikel, eigentlich ist hiermit alles gesagt:
    –Goldi bleibt im Amt, alles geht so traumhaft weiter wie bisher
    –die Hawarapartie gibts nur in Wien
    –die Fans sind schuld weil sie, trotz zahlloser Offensivspektakel, einfach nicht mehr ins Stadion kommen
    –und die die aufgrund der wieder einmal enttäuschten Erwartungen im Sommer eine Dauerkarte gekauft haben und daher doch noch hingehen sind auch schuld, da sie so eine miese Stimmung verbreiten
    –da muss doch eine idee her: Heuraka, Potentialspieler: Bloß a) mit Franco b) sollte doch noch die Leistung entscheiden und nicht das Alter, Herkunft usw… c) sobald ein Spieler dieses Täfelchen „Quotenspieler“ umgehängt hat bekommen, wars dann das auch schon…so quasi der ist nur dabei um den Kader zu füllen und die vollmundigen Versprechungen zu erfüllen….der Kader besteht dann eben aus 17 vollwertige Profis und 8, naja, Quotenspieler d) um diese Quote dann auch zu erfüllen, wird es dann zu Problemen kommen d) geht ja gar nicht her vor, welcher spielertypus jetzt genau unter die kategorie Quotenspieler fehlt.

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  5. lollo sagt:

    17 plus 8(4/4)?Hab ich schon mal irgendwo gehört….Ach das ist die Uefa-Richtlinie für die internationalen Klub-Bewerbe. Man ist also bestrebt sich in Zukunft (weiter) an geltendes Recht zu halten, visionär. Und Sponsor im Vereinsnamen gibt’s auch keinen mehr, aber erst beim neuen Sponsor….aja übrigens wir verlängern mit Puntigamer.

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  6. black_aficionado sagt:

    -Ah okay. Also hat die Kleine doch recht, im Prinzip läuft alles super (man ist sogar mit sich selbst zufrieden), nur ein paar Querstimmen von außen versuchen die Harmonie, die Homogenität des Mikrokosmos Sturm Graz zu stören…

    -Platz 4 ist schwerer zu erreichen als früher? Auch klar, wenn die Teams hinter uns besser arbeiten und wir maximal stagnieren, dann wird die Lück irgendwann geschlossen. Also ist der gute 4.Platz ein Erfolg, das heißt jetzt aber bitte nicht, dass wir schlecht arbeiten! Und natürlich ist es völlig unverständlich warum sich der undankbare Fan nicht bei jedem Wetter diesen Grottenkick gibt. Vl hat man in Liebenau auch deshalb das Gefühl, dass man gegen den Abstieg spielt, weil die Mannschaft so auftritt? Auch wenn die Ergebnisse tendenziell besser sind als jene von den Letzten, aber das honoriert der gemeine Fan nicht und wirft uns nur Steine in den Weg…

    -General Glatze hat Sturm perfekt positioniert! Er hat es geschafft, dass der Abonnent auf den 4.Platz heuer den sensationell guten 4.Platz holen wird! Außer man wird wieder 5., aber auch das reicht zum EC. So gesehen, perfekt…!

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  7. Moe sagt:

    Über einen Sportdirektor wurde nichtmal diskutiert?

    Naja ansonsten nichts neues.. einzig positives sin die Ambitionen am Stadion. Dass was vor Jahren vorgestellt wurde nicht umgesetzt wird war eigentlich klar, dass wir ein neues Stadion kriegen sowieso… Immerhin gibts ein bisserl Geld zum herrichten… Ich bin dafür das ganze Stadion schwarz zu streichen. Ich bin grad in Valencia und das Mestalla hier is ja auch so ein Betonbunker, den haben sie schwarz gestrichen seitdem schaut das wirklich besser aus, furchteinflößender^^

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  8. Nimrod sagt:

    Ich kann das ganze Gesudere schon bald nicht mehr hören!

    Welche andere Bundesliga-Mannschaft hat sonst einen so lustigen Ehrenbotschafter?

    Welche andere Bundesliga-Mannschaft hat in letzter Zeit solche Rekord-Ablösen für Verkäufe erziehlt?

    Welche andere Bundesliga-Mannschaft hat so eine gute Pressearbeit?

    Welche andere…

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  9. Blacky575 sagt:

    Mangels Alternative ist die alte natürlich auch „einstimmig“ die neue Fürung (bis auf kleine Änderungen).

    Aus Unternehmerischer Sicht war die GV vielleicht irgendwie interessant. Sonst viel Blabla und die üblichen Werbefloskeln für die Presse. Da war die Mitgliederinformation (2014?) viel gelungener. Ohne R.Seeger (danke) wäre es Knochentrocken und Stinklangweilig gewesen.

    2 Dinge die mich persönlich sehr gestört haben waren a.) „Die Fans kommen nicht ins Stadion weil sie es nur an den Tabellenplatz knüpfen. Wenn man mal 5. ist kommen sie nicht.“ Was für ein Schwachsinn. Wenn Sturm 5. ist und es wird erfrischender Offensivfussball geboten und es sind vielleicht noch 2,3 Identifikationsspieler am Feld kommen die Leute. Nur langweiliger Ergebnissfussball zieht nicht grade die Massen an.

    b.) Die Transferbilanz weist in der Saison 14/15 ein Plus von ca. 3 Mio.auf. Der Gewinn des Geschäftsjahres jedoch beträgt nur ca.1,5 Mio. Was wäre wenn wiir Djuricin nicht verkauft hätten? Mich ärgert es einfach wenn man solche zusätzlichen Mittel gar nicht in das Team investieren kann weil andere Löcher scheinbar gestopft werden müssen.

    Alles zusammengefasst kann man sagen: Passt so, ändern kann man in Graz eigentlich eh nix (das geht nur in Wien). Und in 4 Jahren diskutieren wir wieder warum „Agenda2020“ doch nicht so durchgesetzt werden konnte wie geplant (wahrscheinlich weil die Wiener ihre Finger im Spiel hatten)

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    • black_aficionado sagt:

      Guter Beitrag! Sehe ich genau so!

      Es kommt mir so vor, als ob sie in Messendorf immer wie die Jungfrau zum Kind kommen, wenn etwas nicht so läuft wie theoretisch erdacht.
      Es kann natürlich so sein, dass nur nach außen so kommuniziert und intern schon Tacheles geredet wird, aber es nimmt dir (insbesondere weil wir doch so einen tollen Sturm Geist haben und der Verein den Mitgliedern gehört) halt komplett die Glaubwürdigkeit wenn man alles nur schön färbt!

      Ich weiß auch nicht warum es überhaupt noch beschönigt wird? Sturm Neu (damit ist Jauk angetreten, das war seine Mission) ist brachial gescheitert! Das einzige was von den Visionen geblieben ist, das ist die Ausgliederung, die Umwandlung in eine GmbH. Alle weiteren Vorgänge unter Jauk´s Ägide konterkarieren seine eigenen Ideen.

      „Man setzt auf Kontinuität“, steckt sich aber gleichzeitig Ziele für die man vorankommen müsste. Wie das gehen soll? Das jetzige Team (neben dem Platz) hat die letzten 3-4 Jahre bewiesen, dass es faktisch keinen Millimeter vom Fleck kommt.
      Das Team auf dem Platz beweist unter dem Übungsleiter, dass man ebenso keine großen Sprünge erwarten darf.
      In ein paar Jahren wird retrospektiv betrachtet werden, dass unglückliche Umstände verhindert haben, dass die aktuelle Besetzung – obwohl immer gleich und im Rahmen ihrer Möglichkeiten gearbeitet – keinen nachhaltigen Fortschritt erzielt hat. Welch Wunder.

      Nicht falsch verstehen, es gibt durchaus auch positive Entwicklungen (Modernisierung, Jugend (wenn auch nicht in der KM), Stadion, … ).
      Aber am Ende des Tages zählt nur wie viele Leute sich für den Verein interessieren. Und es ist schön, dass wir einen Rekordstand bei den Mitgliedern haben.
      Schwerwiegender ist allerdings, dass wir stark rückläufige Zuschauerzahlen verbuchen müssen.
      Wenn man schon einen GF Sport „aka“ General Manager hat, dieser in seiner Amtszeit weder sportliche Erfolge feiert, noch eine nachhaltige Entwicklung vorweisen kann, dann sollte man diese Position vl als Erstes überdenken…

      2+

  10. Katharina Pukl nuvola sagt:

    Stolz und Leidenschaft? Ich bin nicht sicher, inwieweit Leidenschaft erwünscht ist. Leidenschaft bringt meiner Meinung nach auch Kritik (bzw. die Erlaubnis, Kritik zu üben) mit. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist diese nicht erwünscht. Leidenschaft darf nicht bedeuten, dass Fans viel Geld und Zeit investieren, einen langweiligen Grottenkick sehen und dann voller Freude applaudieren müssen. Leidenschaft wird übrigens unabhängig vom Tabellenplatz gezeigt. Nur sieht die nicht so aus, wie Jauk & Co. sie gerne hätten. Das sollte ihnen mal klar werden.

    3+

    • Gernot Hofer Gernot Ho sagt:

      Zumal auch nicht klar hervorging, wie man Leidenschaft und Stolz überhaupt gedenkt zu generieren. Das nur auf eine Powerpointfolie zu schreiben, dürfte dann doch zu wenig sein.

      2+

  11. schlobanmichl sagt:

    Da ich nicht Mitglied bin bei Sturm und deshalb auch nicht auf der GV war, kann ich nur mutmaßen.
    Jedoch gibt es auf den GVs auf denen ich bin, immer den Punkt allfälliges, bei dem Jeder im Raum etwas anbringen kann.
    Falls das bei der Sturm GV auch so ist, frage ich mich, ob niemand der Anwesenden, etwas zu den offensichtlich falschlaufenden Dingen bei Sturm gesagt hat?
    Wäre das nicht die Möglichkeit gewesen, diese Punkte direkt mit dem Vorstand und einer großen Öffentlichkeit zu besprechen?
    Oder war es nur dem Präsi bzw fix definierten Personen erlaubt, zu sprechen?

    2+

    • lollo sagt:

      Komisch ja, dachte auch es gibt mehrere Leute die ihre Zeit, ihren Ruf und ihr Netzwerk opfern um dann am Ende als Querulant verkauft zu werden.

      2+

    • Gernot Hofer Gernot Ho sagt:

      Den Punkt hat Robert Seeger gegen Ende mehr oder weniger übersprungen.

      3+

    • saurons_mouth sagt:

      Spannende Frage.
      Tatsächlich war Seeger der Meinung, dass die Ehrungen und Ernennungen zu absolut notwendigen Funktionen (es hat einen Grund, warum Haas nicht mehr bei Sturm arbeitet, jedoch kann der Verein nicht ohne ihn, ergo muss man ihn zum Ehrenkapitän machen; nur so als Denkanstoß) bereits der Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ war.
      In meinem näheren Sitzumfeld waren einige Personen, die durchaus kritische Fragen stellen wollten, jedoch wurde das radikal abgewürgt.

      Zum Gustieren hier meine Fragen, die ich gestellt hätte:

      1.: Warum wird eine Person, die dem Verein nachweislich durch einen strafrechtlich relevanten Tatbestand nachhaltig geschadet hat, heute auch noch für eine runde Mitgliedschaft geehrt? (Gemeint ist G. Pölderl, der nach wie vor beim Verein ein- und ausgehen kann, wie es ihm beliebt, der nach wie vor Mitglied ist, obwohl er zumindest erstinstanzlich im Zuge des Kartnig-Prozesses zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde.)

      2.: Warum werden die beiden Online-Portale sturmnetz.at und blackFM.at als einzige unabhängige Medien in der österreichischen Medienlandschaft vom Verein mit einem Interviewverbot belegt? (Der Gedanke dahinter ist der Anspruch des Vereins, mit den vereinseigenen Medien Nummer 1 zu sein. Allerdings stellt sich dann die Frage, warum bei Medien wie Laola1.at oder der Kronen Zeitung, die ja keine Medienpartner oder, besser noch, Haus- und Hofmedium wie die Kleine Zeitung sind und dementsprechend ebenso schwer lenkbar sind wie unabhängige Online-Medien, kein Interviewverbot ausgesprochen wird.)

      3.: Wer im Verein hat die tatsächliche Macht und auch die Befugnis, ein solches Medienverbot auszusprechen?

      Das wären meine drei Fragen gewesen.
      Aus meinem Umfeld weiß ich noch von anderen Fragen, die gestellt hätten werden sollen: „Wie definiert der Verein den Ausbildungsverein?“ „Welche Funktionen hat ein General Manager und warum wird der Posten des Geschäftsführers Sport nicht nachbesetzt?“ oder „Wie steht der Verein zur wenig selbstreflektierten Art unseres Trainers?“

      Tja- Fragen gäbe es genug.

      2+

    • Gernot Hofer Gernot Ho sagt:

      @saurons_mouth: Zumindest die zweite Frage kann ich beantworten. Ganz einfach, weil es doch nie ein Interviewverbot gab. Wir dürfen zwar keine machen, aber das hat ja wohl bitte damit nichts zu tun. Checkst as net? 😉

      1+

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