Advent, Advent, Sturm hat den Sieg verpennt

Spielbericht: LASK vs. SK Sturm Graz 3:3 (2:3)

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
z’erst steht der LASK noch vor der Tür.

In die Winterpause der Bundesliga
will Sturm Graz gehen als Sieger.
Der Gegner jedoch kein leichter ist,
denn Linz ist Europa-League-Sechzehntelfinalist.

Auf Drama im Frühjahr würden die Grazer liebend verzichten,
und können’s in Pasching nun selber richten.
Nestor El Maestro baut nach der Altach-Pleite um
und überrascht mit einem Novum.

Erstmals wird Bekim Balaj auf der Bank nur schmoren,
in Graz stets in die Startelf hineingeboren.
Auch Kiril Despodov darf nicht von Beginn weg ran
und zieht auf der Bank die warme Jacke an.

Philipp Huspek und Thorsten Röcher kehren dafür in die Startelf zurück,
für die beiden Freunde sicher großes Glück!
Auch Thomas Schrammel sitzt nur auf der Bank,
Isaac Donkor gibt seinen Dank.
Bei den Gastgebern ist’s Thomas Goiginger, der passt,
hat er doch eine rote Karte ausgefasst.

Es dauert nicht lang, dann ist’s schon passiert
und der Gast in Petrolfarben führt.
Einen Standard können die Linzer nicht weit genug klären
und Sturm somit die Chance nicht verwehren.

Über’s Ferserl von Anastasios Avlonitis, dem Griechen,
hat sich der Ball bis zu Sturmspitze Röcher geschlichen.
Der Offensivmann, wer würd’s ihm verdenken,
tut den Ball abgebrüht im Tor versenken.

Das Spiel, meine Güte, geht Schlag auf Schlag,
dass ich gar nicht mehr reimen vermag.
Zunächst kann Avlonits auf der Linie noch klären
kurz später tun sich die Linzer beim Schiedsrichter beschweren.

Juan Dominguez wird im Strafraum gelegt
und Stefan Hierländer verwandelt den Elfer gepflegt.
Auch kurz später wird’s für den LASK nicht heiter,
für Rene Renner geht’s verletzt nicht weiter.

An seiner statt steht Marvin Potzmann am Platz
und ist nun Teil der Fußballer-Hatz.
Oft ruppig geht’s zu Beginn hier zu,
Valerien Ismael ist wild wie ein Gnu.

Und Schwarz-Weiß aus Graz hat lang nicht genug,
fährt weiter geschwind mit dem Tore-Zug.
Röcher schickt Gernot Trauner ins Altersheim,
Otar Kiteishvili schiebt im Fallen zum 3:0 ein.

Nach 30 Minuten hat Sturm eine Fettn,
Jörg Siebenhandl kann mit den Fingerspitzen retten.
Im Gegenzug hat Huspek im Konter das 4:0 am Fuß,
doch Alexander Schlager bewahrt die seinen vor noch mehr Verdruss.

Später probiert’s Peter Michorl aus der Ferne,
doch Schüsse wie diese hat 7handl gerne.
Dann denkt Lukas Spendlhofer schon an die Kindersekt-Flaschen
und haut sich den Ball ohne Not in die eigenen Maschen.

Und noch vor der Halbzeit springt die Kugel Markus Wostry vor die Beine,
der haut die Wuchtel nach einem Eckball eine.
Die Grazer machen die Gastgeber unnötig stark,
mal schauen, was der zweite Durchgang bringen mag.

Zur Pause treiben die Perchten ihr Unwesen, 
außer Spesen nichts gewesen.
Beim LASK bleibt Petar Filipovic in der Kabine,
Dominik Reiter soll weiter verschlechtern El Maestros Miene.

Kurz nach Wiederbeginn haut Samuel Tetteh den Ball übers Tor,
Glück für Sturm, so lautet der Tenor.
Auch Michorl und Potzmann in Folge verziehen,
den Linzern wurde neue Kraft verliehen.

Die Stimmung in Pasching ist längst schon am Kochen,
nach einer Ecke hat Siebenhandl den Schuss von Trauner gerochen.
Dann braucht Frieser für den Abschluss zu lang,
mein Gott, ist mir um die Führung bang!

Zu allem Überdruss,
ist nach einer Stunde fürDominguez Schluss.
Der Spanier trifft im Mittelfeld Michorl am Bein,
und sieht Gelb-Rot, das muss doch nicht sein!

Tetteh mit dem Volley versagen die Nerven,
Sturm Graz muss endlich wieder die Sinne schärfen!
Noch 20 Minuten sind zu gehen,
werden die Grazer das überstehen?

Dann gibt’s einen Eckball, äußerst entbehrlich,
sind die Linzer da stets doch gefährlich.
Hierländer kriegt den Ball an die Hand,
der eingewechselte Joao Klauss verwandelt galant

warum nur ist Sturm mit dem Drama verwandt?

Fünf Minuten vor Ende – ja, hast du so etwas schon gesehen? –
muss auch noch Hierländer mit Gelb-Rot gehen!
El Maestro ist schon fleißig am Kreuzzeichen machen,
Michorl lässt nach einem Freistoß die Latte krachen!

Marko Raguz hat zwei Chancen, doch dann ist’s vorbei
eieiei.
Dieses Spiel, glaub mir, ließ niemanden kalt,
doch ich bin jetzt mindestens 100 Jahre alt.

Mit dem Punkt ist am Ende wohl keiner zufrieden,
doch sind’s Spiele wie diese, weshalb wir den Fußball so lieben.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast du das Spiel wohl verpennt!

Spieldaten

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9 Kommentare

  1. Don Fonzo sagt:

    endlich ein gedicht, das sich auch reimt!
    danke!

    es war bei der dynamik im spiel und dem schiri abzusehen, dass die gelbbelasteten spieler gefährdet sind! hätte schon in der pause einen dm getauscht (für balaj, despo)…
    zumindest wars unterhaltsam
    grotesk, aber unterhaltsam…
    geruhsame feiertage!

    0
  2. blackfoxx sagt:

    Also wenn man die statistik ansieht, kann man gar nicht glauben, dass wir nicht verloren haben. Gratulation an NEM, dass er mir der aufstellung LASK überrascht hat und dass er die „richtigen“ spieler (Huspek, Röcher) aufgestellt hat. Die waren in der 1. Hz immer präsent, auch wenn huspek einmal kläglich eine chance vertan hat (aber samma uns ehrlich, bis dahin 3 torschüsse und 3:0). Spendlhofer katastrophe, das war schon fast absichr, hierländer braucht auch mal pause (15 spiele oder so…). Ein 3:0 so aus der gand zu geben ist allerdings mehr als beschämend. Jeder weiß, dass die mentalitätsmonster vom LASK anrennen wie verrückt und wir verteidigen so patschert ( auch der corner zum 2:3 war völlig unnötig). Ab da wars gelaufen, schiri hin oder her. Fürchte mich bei eventueller quali trotzdem vor einem grausigem frühjahr (analog 2019) unsere bilanz gegen die top 6 ist mehr als mager (2 siege, 3 X, 4 niederlagen, salzburg ausw. kommt noch…)

    1+
  3. Erzschwoarza sagt:

    Zu Spendelhofer fällt mir echt nix mehr ein. Der braucht dringend eine Pause oder einen neuen Verein. Der ist in dieser Saison einfach nicht mehr bei der Sache. Soll sein Haus bauen aber den Fußball ruhen lassen. Schwächster Mann am Platz, wieder mal! Minimiert Ein

    5+
  4. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wir haben trotz unserer hohen Altersstruktur keinen einzigen (!) Führungsspieler.

    – Hierländer bekommt sehr oft eine Gelbe weil der Mund nicht zu bleibt. Gerade als Kapitän lassen viele Schiris mehr mit sich regen: er bekommt trotzdem oft Gelb
    – Spendi mit einer Scheiß-Saison bisher wohl nur mehr 3. Stürmer. Avlo baut sich offensiv ein, Donkor kann ein Zweikampfmonster werden. Er hat gestern klar Donkor mit der Unsicherheit angesteckt, nur dieser hat sich teilweise davon erholt
    – sogar Siebenhandel hat sich anstecken lassen und 3-4 Bälle ohne Bedrängnis ins out kullern lassen
    – Huspek vor dem Tor ohne Konzentration, spielt er ab stehts 4:0…

    Es muss einfach ein Umbruch her, aber ein Radikaler.

    – sollte Jörg gehen sollen Schützi und Guiliani sich den Einser ausschnapsen (unsere Leut haben Qualität, siehe Ehmann in Griechenland). Dritter wird Maric. Da lukrieren wir Ablöse und verdienen tut der Jörg auch nicht schlecht

    IV sind wir gut aufgestellt wenn Spendi nicht gerade ins eigene Tor schießt, AVs sind einfach nötig. Da hilft nix.

    – im Mittelfeld müssen wir eher abspecken als holen. Huspek nur verlängern wenn wirklich nichts besseres am Markt ist etc. Die Röcher Option wird sicher nicht billig.

    – Sturm ist eh klar, wir brauchen nach Balaj Stürmer 2 und 3. Keine Konkurrenz zu haben ist schlecht für uns und auch für Balaj. Pink am besten für ein paar Tausender noch im Winter verkaufen und einen Jungen hochziehen.

    1+
  5. rio sagt:

    Vielleicht ist es wirklich besser Sturmspiele in „Gstanzlform“ zu kommentieren, weil es ja bekanntlich „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. Und nein, auf den Schiri muss keiner böse sein, der war sicherlich nicht schuld, dass Sturm eine Partie, die man fest im Griff hatte durch ein wunderschönes und in der Ausführung einmaliges Eigentor aus der Hand gab. Unser Trainer, rhetorisch ein Osim für Arme, schien mit der überraschenden Startaufstellung ein Lottosechser gelungen und 30 Minuten trauten man seine Augen nicht, was da spielerisch aufs Feld gezaubert wurde. „Spendi“ sorgte dafür, dass die Bäume ja nicht in den Himmel wachsen und was folgte war eben wieder einmal mehr Slapstick Marke Sturm. Besonderes Interesse kommt jetzt der Aufstellung gegen Mattersburg im Frühjahr zu. Als 6er verbleibt Leitgeb, so dieser sich überhaupt noch eine Vorbereitungszeit antut und dann diese verletzungsfrei überleben sollte. Könnte ja einmal mehr Start einer grandiosen Frühjahrssaison werden, mit unseren „restverbliebenen“ Kreiseljünger. Es gab Zeiten, da macht es mehr Spaß Sturmtiger zu sein, so ganz ohne Gedichte, Trainerphilosphien. Schirijammereien und Durchhalteparolen!

    2+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Der Schiri war nicht schuld, trotzdem einer der schwächsten am Platz…sagt auch viel über die selbsternannte Elite-Truppe aus oder nicht?

      Wir haben jetzt 2 Rot gesperrte und gefühlt 20 Gelb-Gesperrte…da fällt einem eine Gelbe für letzter Mann und eine Gelbe für Revanche Foul (ja, da kann man rein Rot geben weil ohne Rücksicht auf den Gegenspieler reingerutscht wird = Rot). Hierli bekommt als Kapitän für Kritik Gelb, Goinger wirf sich vor dem Schiri nach einer Entscheidung demonstrativ auf den Boden…nix.

      Schön und gut dem Schiri nicht die Schuld zu geben nur bin ich als Fussball-Fan auch Fan davon wenn ein Spielleiter das Spiel leitet…2 Rote für uns und beim Lask selbst taktische Fouls übersehen…Profis sollten auch Profispiele leiten. Oder ist der Notarzt nebenbei auch noch Bäcker oder der Chirug Mechaniker? Der VAR schafft dem Leiden nur Linderung, behandeln muss man die Krankheit trotzdem.

      0
    • Abo420 sagt:

      Welches Spiel hast du denn gesehen? Jedenfalls nicht das von gestern, denn da hat Goinger gar nicht gespielt.

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Keine Ahnung dann wers war…

      0
    • Maldini sagt:

      Michorl war es. Der hätte niemals 90 Minuten am Platz stehen dürfen!

      1+

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