Lonesome Rider

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SV Mattersburg

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der vergangenen Bundesliga-Begegnung SK Sturm Graz vs. SV Mattersburg sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(C) Martin Hirtenfellner Fotografie

Otar Kiteishvilli – Note: 2,44

Aktuell ist der Sommer-Neuzugang wohl der Spieler mit der stärksten Form im Team. Auch gegen Mattersburg rackerte er unermüdlich und war somit wohl DER Lichtblick in diesem Spiel bei Sturm. Allerdings fand er, vor allem in der zweiten Spielhälfte, des Öfteren keine Anspielstationen in der Offensive vor, versuchte es dann oft alleine gegen mehrere Gegenspieler und verlor somit auch einige wichtige Bälle. Gegen Spielende wurde Kiteishvilli noch Opfer einer völlig überharten Attacke durch Thorsten Mahrer, der dafür völlig zurecht vom Feld verwiesen wurde. Zum Glück blieb er dabei unverletzt. Der 22-Jährige kam auch das eine oder andere Mal selber zum Abschluss und hätte mit etwas mehr Glück auch einen Treffer bejubeln können. Egal. Der Titel zum „Man of the Match“ geht in diesem Spiel, welches man hoffentlich ganz schnell wieder aus den Köpfen bekommen wird, verdient an den Mittelfeldmotor aus Georgien. 

Jörg Siebenhandl – Note: 2,86

Wieder einmal erlebte Jörg Siebenhandl einen absolut unbefriedigenden Arbeitstag. Zum einen hatte die Nummer 27 kaum etwas zu tun und dennoch landete der Ball zwei mal im eigenen Kasten und bei beiden Toren war der Nationalteam-Keeper praktisch machtlos. Vor allem der zweite Gegentreffer der Marke „Traumtor“ passiert so sicherlich nicht alle Tage. Siebenhandl versuchte immer wieder seine Vordermänner zu dirigieren und anzutreiben, an diesem Abend aber leider vergebens. 

Lukas Spendlhofer – Note: 3

Beim ersten Gegentreffer ließ Spendlhofer seinen Gegenspieler Martin Pusic viel zu viel Platz, sodass dieser nach einer guten Drehung ungehindert einschießen konnte. Diesen Fehler besserte er allerdings praktisch im Gegenzug wieder aus. Nach einer Zulj-Maßflanke sorgte er per Kopf für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Sein insgesamt sechster Treffer in der Bundesliga blieb allerdings vorerst sein letzter, auch weil er nur wenige Minuten nach dem Ausgleich wieder Nach einer Zulj-Flanke den Ball neben das Tor setzte. 

Anastasios Avlonitis – Note: 3,26

Eine eigentlich recht unauffällige Leistung des griechischen Innenverteidigers. Beim ersten Gegentreffer könnte man auch sein Stellungsspiel hinterfragen, allerdings muss hierbei angemerkt werden, dass der gesamte Defensiv-Verbund diese Szene einfach schlecht verteidigt hat und sich Pusic letztendlich auch zu easy durchsetzen konnte. Ansonsten agierte Avlonitis weitestgehend fehlerfrei. 

Philipp Huspek – Note: 3,26

Philipp Huspek trat in Hälfte eins eher selten in Erscheinung und verschwand in Durchgang zwei fast völlig von der Bildfläche. Ein Spiel, praktisch keine Toraktionen, sind für einen offensiv ausgerichteten Spieler einfach nicht genügend. In der Schlussphase gelang ihm seine einzige sehenswerte Aktion, als er im Strafraum auf Pink ablegte, aber auch aus dieser Situation konnte Sturm keinen Nutzen schlagen. Beim Treffer von Mahrer sah Huspek das Unheil zwar kommen und versuchte noch in die Schussbahn zu springen, jedoch vergebens. Ein gebrauchter Tag sozusagen für den Grieskirchner.

Dario Maresic – Note: 3,39

Auch Dario Maresic war beim ersten Tor der Burgenländer nicht ganz unschuldig, als er bei der Kopfballverlängerung durch Mahrer zusammen mit seinem Teamkollegen Markus Lackner seinen Gegenspieler zu viel Platz ließ. Ansonsten eine recht unauffällig Leistung des Youngsters. Aufgrund dessen, dass sich die Burgenländer eher auf die Defensive beschränkten, bekam der 18-Jährige defensiv nicht allzu viel zu tun und dennoch reichten die Mattersburger Offensivbemühungen zu zwei Gegentreffern. 

Peter Zulj – Note: 3,52

Viel Licht in den ersten 45 Minuten, viel Schatten nach der Pause. Peter Zulj zeigte im ersten Durchgang eine teils sehr gute Leistung und sorgte mit seiner gefühlvollen Flanke auf Lukas Spendlhofer für die Vorarbeit zum einzigen schwarz-weißen Treffer an diesem Abend. Generell kamen seine Standards immer wieder gut an und sorgten ein ums andere Mal für Gefahr, das änderte sich aber schlagartig nach der Halbzeitpause. Ungenaue Pässe und Ballverluste durch Stockfehler häuften sich, auch die Standardsituationen waren nun um Klassen schlechter als noch vor der Pause. 

Markus Lackner – Note: 3,68

Der Matchwinner im Spiel gegen die Admira zeigte gegen Mattersburg eine eher durchwachsene Leistung. Beim ersten Gegentor konnte Lackner die Ballverlängerung von Thorsten Mahrer nicht verhindern und hatte somit auch einen Anteil an diesem Treffer. 

Raphael Obermair – Note: 3,76

Obermair zeigte auf der Koch-Position zu Beginn eine recht gute Leistung und war auch sehr oft in der Offensive zu sehen. Sein Bemühen konnte man ihm zwar über seine gesamte Spielzeit nicht absprechen, jedoch gliederte auch er sich mit fortdauernder Spielzeit in die kollektiv schwache Leistung ein. Nach 70 Minuten war sein Arbeitstag beendet, als er für Eze ausgewechselt wurde. 

Lukas Grozurek – Note: 4,04

Im Gegensatz zum Spiel in der Südstadt rückte Grozurek auf die linke Außenverteidiger-Position zurück. In der ersten Hälfte kam der Ex-Admiraner aus kurzer Distanz zum Schuss, setzte den Ball aber knapp neben das Tor. Nach dem 2:1 für die Burgenländer agierte Grozurek deutlich offensiver, gelungen ist ihm aber auf dieser Position eher wenig. 

Philipp Hosiner – Note: 4,19

Das Tor beim Auswärtssieg vergangene Woche scheint leider kein Befreiungsschlag für Philipp Hosiner gewesen zu sein. Vieles wirkt bei ihm zu kompliziert, auch wenn man ihm seinen Willen auf keinen Fall absprechen darf. Im Gegensatz zu Philipp Huspek war er lange Zeit der aktivere Stürmer, allerdings werden diese an Treffern gemessen, und davon war auch der gebürtige Eisenstädter gestern gefühlt meilenweit entfernt. 

Eingewechselt:

Markus Pink – Note: 3,93

Pink kam gegen seinen ehemaligen Verein in der 81. Minute für Lukas Grozurek in die Partie. Kurz darauf hatte er nach einem Huspek-Ableger den Ausgleich am Fuß, kam dabei aber nicht an den Ball.

Emeka Friday Eze – Note: 3,97

Derzeit läuft es bei ihm leider nicht wie gewünscht. Konnte nach seiner Einwechslung in der 70. Spielminute nicht für den erhofften Schwung sorgen. 

Sonstige Bewertungen

Heiko Vogel – Note: 4,46

Trainer Heiko Vogel veränderte abermals seine Startformation und wieder brachten die Umstellungen nicht die erwünschte Wirkung. Und es zog einen schon ein wenig zusammen, als der Aufstellungszettel vor dem Spiel Lukas Grozurek nominell als linken Außenverteidiger listete, ein Kicker, der in den vergangenen Wochen immer wieder betonte und auch stets zeigte, dass er die Defensive scheut. Der Fußball, den Heiko Vogel in Durchgang eins spielen ließ, war bis zur gegnerischen Gefahrenzone eigentlich ganz OK, in dieser teilweise aber erschreckend ungefährlich. Auch im Spiel gegen den Ball wirkt es bei Sturm heuer bislang überhaupt nicht so als wäre man geil darauf, den Ball möglichst rasch und früh zu holen, um danach mit 3-4 Feldspielern schnell umzuschalten und den Gegner zu überrollen. Gut, der Gegner war Mattersburg. Ein Verein, der in der Defensive traditionell sehr kompakt und tief steht. Aber hey, der Gegner war Mattersburg. Und der sollte in einem Heimspiel doch zu biegen sein.

Schiedsrichter-Team um Sebastian Gishamer

Das Team rund um Sebastian Gishamer hatte über weite Zeit einen recht ruhigen Abend. Bei brenzligen Situationen, wie einem Foul an Philipp Hosiner an der Strafraumgrenze, dem Foul an Huspek, bei dem knapp nicht auf Elfmeter entschieden wurde oder der roten Karte, lag man zumeist goldrichtig. Einmal wurde ein Mattersburger aufgrund einer sehr knappen Abseitsstellung zurück gepfiffen. Glück für Sturm, da diese Aktion eine sehr gute Tormöglichkeit für die Gäste bedeutet hätte. Eine insgesamt gute Leistung der Unparteiischen. 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 203 eingegangene Bewertungen und widmet Man-of-the-Match Otar Kiteishvilli diesen Song:

 

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5 Kommentare

  1. SKPSG sagt:

    Wir brauchen umbedingt einen gscheiten Stürmer!

    Hosiner ist eigentlich ein Joker und Pink der Ersatz für den Ersatzmann der auf der Ersatzbank sitze sollte! Und Huspek und Grozurek sind keiner Stürmer!

     

    Vogel sagt, die Verteidigung müsse lernen weniger Gegentore zuzulassen, was sie allerdings in prä Vogel Zeiten super drauf hatten, das war die 2. beste Verteidigung der Liga, und jetzt? Da sollte sich Vogel mal hinterfragen!

     

    Einzig das Mittelfeld ist halb funktionsfähig, wäre da nicht Lackner, der ein wahrlich grauenvoller Fußballer ist (Ballannahme, Spieleröffnung, Zweikämpfe), zumindest in der Rolle die er jetzt ausfüllen soll. Außerdem schenkt Grozurek die Bälle her als wär Sommerschlussverkauf bei Hervis. Wie soll da ein Spielfluss zusammenkommen?

    Wem etwas unrecht getan wird ist Zulj, auch wenn ihm nicht alles gelingt, so gelingt ihm doch einiges! Er und Otar können halt nicht alles alleine richten! Dazu braucht es bessere Mitspieler und einen besseren Spielplan!

     

    In den nächsten 4 Spielen gehts gegen die Austria, LASK und Salzburg. Mir schwant übles!

    8+
  2. Luca1111 sagt:

    Und mir schwant dass wir mehr brauchen als einen gscheiten Stürmer. Nämlich einen gscheiten Trainer und eine gscheite Mannschaft. Nur woher nehmen und nicht stehlen.

    5+
  3. magictriangle sagt:

    Hosiner wieder mal der schwächste Mann auf dem Platz. Dazu ein Antikicker wie Lackner und Obermaier.  Tolle Neuzugänge.  Danke !!!

    Zwei Spitzen LV, O Ton Kreissl, sitzen auf der Bank bzw Tribüne.  Mal ehrlich ein Schrammel und Ferreira haben in der Bundesliga nix verloren.

    Dazu ein offensichtlich unfähiger Typ auf der Bank.

    Der LASK mit NoNames wie Ranftl, Trauner, Ramsebner, Otabejanu, Frieser  ect…. überrennen alle fast auch Istanbul.

    Wie ist das möglich?????

    Was ist bei Sturm los????

    4+
  4. Luca1111 sagt:

    Das mit den Linksverteidigern ist wahrlich sehr konfus. Man holt Schrammel kommt dann drauf das war wohl nix ok kommt mal vor. Dann holt man Ferreira als Alternative und setzt ihn nicht mehr ein. Ich finde ihn nicht so schlecht dass er keine Chance bekommen sollte. Man kann einen neuen Spieler nicht sofort wieder auf die Tribüne schicken er war nicht viel schlechter als die anderen die schon lange da sind. Dann setzt man 2 Linksverteidiger auf die Bank??????????  Und spielen muss hierli hinten. Als hierli ausfällt kommt nicht einer der beiden zum Einsatz sondern grozurek ????????????????????? Es ist gelinde gesagt sehr sehr seltsam was hier so vor sich geht.

    9+
    • maggi1 sagt:

      das kann man mit einem brühmten film beantworten ,DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN ! jetzt muß auch der sportdirektor farbe bekennen ! es können ja fehler in der einkaufspolitik und der Trainerbestellung vorkommen davor ist keiner gefeiht, aber wann soll reagiert werden wenn nicht jetzt ! denn mit diesem auftreten der handelten Personen werden wir keinen Blumentopf gewinnen !!!!!

      1+

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