Hardfacts der Generalversammlung 2020

Wir haben für euch die wichtigsten Erkenntnisse aus der Generalversammlung 2020 zusammengefasst

„Sturm braucht eine neue Heimat!“, sagte Dr. Herwig Brandstätter und sprach dabei den anwesenden Mitgliedern aus der Seele. Der 91-Jährige, der selbst im Sturm-Vorstand tätig war, übergab zum Abschluss der Generalversammlung dem wiedergewählten SK Sturm-Präsident Christian Jauk die Festschrift der ersten 50 Jahre der Schwoazn. Diese soll in Zukunft von Präsidenten zu Präsidenten weitergegeben werden.

Es tut mir im Herzen weh.

Die Stadiondiskussion, die nun seit einigen Monaten in Graz polarisiert, war am Freitagabend in der Raiffeisen Landesbank ebenso Thema wie die sportlichen und finanziellen Erfolge des SK Sturm und die Zielsetzung für die Zukunft. Jauk, der in seiner Eröffnungsrede die vergangenen Jahre Revue passieren ließ, sprach aber auch von den Misserfolgen. „Es tut mir im Herzen weh“, brachte er seine Enttäuschung über das Abschneiden im Europacup zum Ausdruck. Speziell der Schock von Larnaka scheint noch tief zu sitzen. Auch die Mannschaft, die nach dem Testspielsieg gegen Domzale kurz der Versammlung beiwohnte, lauschte den kritischen Worten von Jauk und Sportdirektor Günter Kreissl. Nichtsdestotrotz standen die positiven Erlebnisse im Vordergrund.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Kreissls Arbeit trägt Früchte

Der Sportdirektor blickte auf ein erfolgreiches Jahrzehnt von Sturm Graz zurück: „Was die Titel der vergangenen zehn Jahre betrifft, sind wir die klare Nummer zwei in Österreich.“ Neben dem Cup-Titel 2018 zeigte er sich in seiner Amtsperiode auch über die Transferbilanz erfreut. In dieser stehen 15 Millionen Euro an Transfereinnahmen zu Buche, dies sei ein Gewinn von rund zehn Millionen Euro.

Für alle, die es noch nicht wissen: Es ist unser Ziel mit den Amateuren in die zweite Liga aufzusteigen.

Was die jungen Sturm-Kicker betrifft, hat Kreissl ein klares Ziel: „Für alle, die es noch nicht wissen: Es ist unser Ziel mit den Amateuren in die zweite Liga aufzusteigen.“ Momentan hat die zweite Mannschaft des SK Sturm die Tabellenführung in der Regionalliga Mitte inne.

Mit Informationen zu seiner persönlichen Zukunft hielt sich der 45-Jährige zurück.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Neuer Vorstand und finanzielle Sicherheit

Mit Robert Adam, Günter Niederl, Dr. Ernst Wustinger und Dr. Herbert Troger schieden vier Mitglieder aus dem Vorstand aus. Neu mit im Team sind neben dem bereits kooptierten Michael Münzer auch Wolfgang Nusshold und Susanne Gorny. Gorny ist nach Clementine Reistenhofer und Rosemarie Gert die dritte Frau, die in der Geschichte von Sturm im Vorstand tätig sein wird.

Sturm Graz ist finanziell kerngesund.

„Sturm Graz ist finanziell kerngesund“, fasste Dr. Ernst Wustinger die finanzielle Bilanz der letzten vier Jahre zusammen. Im Geschäftsbericht, der kommende Woche erscheinen soll, werden die genauen Zahlen veröffentlicht. Fest steht, dass Sturm weder Kredite noch Schulden hat.

Bewahrung der Klubidentität

Zwei Kuratorien sollen in Zukunft für die Bewahrung der Tradition und Klubidentität sorgen. Unter anderem zeichnen sich Oliver Parfi (Brigata) und Mag.a Elke Murlasits, die Nichte des verstorbenen „Granatenfredl“ Alfred Murlasits, für dieses Projekt verantwortlich. Als Ziel wurde ebenso die gesellschaftliche Verbreiterung des Vereins genannt. Dem Kuratorium werden einige Rechte eingeräumt: Neben der Rechte in alle Bücher einsehen zu können kann bei grobem Verstoß gegen die Klubidentität oder bei einer drohenden Insolvenz umgehend eine Mitgliederversammlung einberufen werden.

Der Mietvertrag für die kommenden Jahre, den uns die Stadt vorgelegt hat, ist um 30% teurer als zuvor.

Kritik an der Stadt im Bezug Stadion

„Der Mietvertrag für die kommenden Jahre, den uns die Stadt vorgelegt hat, ist um 30% teurer als zuvor“, ließ Jauk aufhorchen. Tatsächlich würde er nur gering steigen, aber erst nach „mindestens 10 Meetings“. Dennoch scheinen die Verantwortlichen des SK Sturm nicht sonderlich gut auf die Stadt zu sprechen zu sein. „Was viele nicht wissen, ist, dass der SK Sturm wesentlich mehr einzahlt als er von der öffentlichen Hand bekommt. Das ist selbst in Österreich die Ausnahme“, sagte der Präsident.

Im Süden Graz soll es einen Optionsvertrag für ein Grundstück geben, wo ein Stadion gebaut werden könnte. Jauk unterstrich allerdings, dass eine Pacht des Stadion Liebenau weiterhin Priorität hätte: „Es liegt in unmittelbarer Nähe vom Augarten und der Gruabn, dem emotionalen Herz.“ Zudem läge der Fokus auf den Stadionrechten wie beispielsweise dem Vermarktungsrecht und dem Schankrecht.

Pläne für die Zukunft

In Planung befindet sich bereits ein neues Trainingszentrum, das primär für die Damen und die Jugend zur Verfügung stehen soll. Sowohl eine Kauf- als auch eine Pachtvariante stehen im Raum.

Eine große Freude machte Jauk auch die Radtour anlässlich des 110. Jubiläums am 1. Mai. Dies soll nun zur Tradition werden, allerdings findet am 1. Mai das Cup-Finale statt. „Es ist zwar ein bisserl weiter, aber wenn ihr dabei seid’s, fahr ma mit dem Rad’l nach Klagenfurt“, forderte Jauk zur etwas anderen Radtour auf.

 

 

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10 Kommentare

  1. schwoaza Peter sagt:

    Egal ob es einige kaputt sparen nennen oder die anderen vernünftiges wirtschaften, die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen.

    Wer jedoch gestern die brandrede

    0
    • schwoaza Peter sagt:

      Sorry verdrückt ,

      Wer jedoch gestern die Brandrede des Präsidenten erlebt hat mit ehrlicher menschlicher Emotion muss eigentlich der Meinung sein das nicht alles falsch gemacht wird.

      swg

      3+
  2. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wir müssen auf Konfrontationskurs mit der Stadt gehen…30% höhere Miete wollens aber die Investitionen schienen raus solange es (rechtlich) geht.
    Da braucht es keine 10 Meetings…sondern nur eines: Entweder wir bekommen den Pachtvertrag sonst spielen wir in Zukunft international und gegen Rapid nur mehr in Klagenfurt und ziehen die Option beim Grundstück.
    LIEBENAU IST KEINE HEIMAT, KEIN ZUHAUSE UND NICHTMAL EIN NEUTRALES STADION…ES IST EIN GEFÄNGNIS. Wenn die Lizenz bedroht ist weil diese Vollkoffer glauben uns extra auf den Kopf scheißen zu müssen…ihr wisst alle was keine Lizenz heißt. Wir werden mit geladener Maschienenpistole an der Schläfe bedroht und unsere Antwort ist: Wir pachten das baufällige Ding und schauens das es nicht zusammenfällt. Und selbst spucken sie uns noch ins Gesicht.

    Für Jauk mag Liebenau Plan A sein weil er und wir alle keine Ahnung haben, wie wir selbst ein Stadion finanzieren sollen (von der Stadt können wir uns nichtmal Neutralität erwarten in der Thematik) aber dieser Verein sollte auch ein bisschen Eier zeigen. Es muss bald was passieren weil wir fallen durch diese Situation so oder so immer weiter zurück und das wird auch immer so weiter gehen findet man keine langfristige Lösung.
    Man stelle sich vor wir dürfen absteigen weil die Koffer rund um Nagl mal wieder einen schlechten Tag hatten…hier gehts um viel mehr als nur um Benachteiligung…das ist Machtmissbrauch in seiner reinsten Form. Wer dieses roten Soldaten als Schwarzer wählt schadet dem Verein, sollte sich jeder merken.

    Wir müssen in die Offensive gehen: Nagl wird nie zum Vernichtungsschlag ausholen können, da er ansonsten politisch mausetot wäre würde er den größten Verein der Steiermark und großen Steuerzahler einfach draufgehen lassen. Wir sitzen am längeren Hebel…nutzen wir ihn auch. Die Zeit des Dialogs ist vorbei. Mit denen ist nicht zu reden. Man muss zum Gegenschlag ausholen oder man wird sich in Zukunft im unteren Playoff mit den Roten um den EC Platz streiten.

    6+
    • RAM6I sagt:

      Top! Mein Kommentar würde in die selbe Kerbe schlagen.

      Leider, macht unser Präsident einen entscheidenden Fehler, immer wieder kommuniziert er nach Außen, das Liebenau unsere Heimat sein soll.
      Somit liegen die besseren Karten bei der Stadt.

      30% höhere Miete ohne Schanklizenz und ohne Vermarktungsrechte des Stadionplatzes vor und nach Spielen

      Gehen wir diesen Deal ein sind wir selbst schuld und haben Null Recht uns im Nachhinein darüber zu beschweren keiner zwingt uns zur Unterschrift. (mit höheren Mieten, müsste ja schon langsam ein Kredit für ein eigenes Stadion schon gleich Teuer kommen) wobei man von Mieten auf Jahre gesehen nichts hat!!!!

      Zweiter Punkt….
      Was soll der Schwachsinn mit einem neuen Trainingszentrum das primär nicht für die Kampfmannschaft sein soll???? Fällt jetzt sogar unsere Kampfmannschaft die das Geld in den Verein spielt dem Genderwahn zum Opfer!!!???? (dem neuen gesellschaftlichen Wandel zum Opfer)

      Entweder baut man für Alle ein neues Trainingszentrum und besonders für die Kampfmannschaft oder man lässt es sein.

      Manchmal frage ich mich schon ob immer nur bis zur einer Ecke gedacht wird

      2+
    • RAM6I sagt:

      An den Präsidenten bzgl Stadion Punkt Heimat!

      Heimat ist dort wo man sich zu Hause fühlt und in Liebenau fühle ich mich als Sturm Fan nicht zuhause noch Willkommen!!

      Und wegen dem emotionalen Herz und der möglichen weiteren Distanz zum neuen Stadion. Umso weiter sind die Schläge unseres Herzen zu spüren

      0
    • ds1909 sagt:

      Bin nicht immer deiner Meinung, diesmal aber zu 100%.
      Fühle mich auch nicht beheimatet in Liebenau. Dieses Gefühl schaffte nur die Gruabn.
      ICH BIN KLAR FÜR EIN STURMSTADION, ABER NICHT IN/FÜR LIEBENAU!
      30% Mieterhöhung ohne Gegenleistung grenzt nicht an Wahnsinn, sondern ist glatte Unverschämtheit und Dummheit.

      Bin voll bei dir – Cojones zeigen, schwarz-weiße Kräfte bündeln, Muskeln spielen lassen, vors Rathaus gehen, teilweise in Klagenfurt spielen, die Wut den roten Nagl zeigen.
      Ich bin überzeugt davon, dass man eigenes Stadion auf die Beine stellen kann. Mit Hilfe von Wirtschaftstreibenden, Banken eventuell mit dem Land. Ohne Hilfe der Stadt Graz – dafür in Graz. Da würde der Nagl narrisch werden. Ich würde ihn nichtmal bei der Eröffnung einladen….

      In Messendorf wurde sehr viel investiert, warum also ein neues Trainingszentrum?
      Das Stadion muss meines Erachtens oberste Priorität haben!

      3+
  3. gepi20 sagt:

    Aus meiner Sicht pokert Nagl um dieses dann in 1-2 Jahren dem GAK als Heimstätte anzupreisen.
    Ich denke Sturm sollte mit einem Großsponsor und Bankkredit von Raiffeisen und Landesförderung die Option rechnerisch prüfen. Es kann nicht sein die Miete um 30% zu erhöhen ohne Gegenleistung.
    Anstatt Pachtzahlungen wären Kreditzahlungen zum Teil möglich. Jetzt rasch handeln. Und keine Stimmen mehr für Nagl, der bereits andere gute Projekte für die Stadt und Wirtschaft einfach abgesagt hat. Darf aber dazu aus Berufsgeheimnis nichts sagen!

    4+
  4. Duddy sagt:

    Schaun obs einen Wettanbieter, Saudi/Korea/China geldwäsche firma oder sonst woher interesse sich in österreich groß einkaufen will und dem Siggi den stinkefinger zeigen. Ob ma jz punti sturm oder sk xzhjang bum sturm graz sind is a scho egal.

    0
  5. bianco nero tifoso bianco nero tifoso sagt:

    Wir sind Sturm, Zusammenhalt, Kultverein, ein Lebensgefühl.

    Ziel muss die Übernahme vom Stadion Liebenau sein, die Gruabn war jahrzehntelang mehr als ein Fussballplatz, Sturm Sigi, Legende, es war die gute, alte Fussballzeit, danke Hannes Kartnig für den Verkauf 2005 an die Stadt Graz, Siegfried Nagl, gratuliere, die Gruabn an den roten Sigi verkauft, sad but true, im nachhinein, kannst net erfinden.

    Bei der Stadionmiete nicht mehr erpressen lassen, Alternativen, wie das Grundstück in Puntigam, es sind Machtspiele, Christian Jauk, Sturmretter 2007 vs. GAK Nagl Sigi, Verhaltungen auf Augenhöhe, vergiss es.

    4 x Konkurs mit seine Roth Brüder, den GAK seit 2007 im Stich gelassen.

    Das is halt der Unterschied, wir halten zusammen, unvergessen Hans Rinner.

    GAK, is wie a Frau mit Dauerregel, frustriert, zickig und rot, der rote Sigi is für den GAK der Sanitäter in der Not, come on, moch a Geldspritze nach Weinzöttl, die Stadt Graz hat eh viel Geld und is net verschuldet, Prioritäten setzen für dein Klientel. Neidig, was Sturm seit 2007 erreicht hat, Christian Jauk, beste Präse ever, gratuliere, mit Sieg Fried über die Stadionmiete verhandeln.

    Sorry, wir sind ein stolzer Verein, muss diese Erniedrigung, dieses Bücken immer sein?

    Best case, persönliche Meinung, Sturm Stadion Liebenau, GAK, eigenes Stadion in Graz Nord, 1. Liga, Derby, eine Stadt im Ausnahmezustand, a Gaudi, Emotionen, frage nicht.

    Soviel zum Thema Fussball in Graz, schauma wos die nächsten 5 Johr bringen, GAK, wir singen: GAK, Orschlecha

    Next step, the black white army is going to Gugl, gwinnma, olte Rauschkugl, easy win, Cupfinale is unser Lebenssinn.

    3+

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