50 Dinge über Franco Foda

Zum runden Jubiläum des bald längstdienenden Sturm-Trainers
  • Franco Foda ist an einem 23. April im Jahre 1966 in Mainz auf die Welt gekommen. Er teilt diesen Geburtstag mit dem Dichter und Dramatiker William Shakespeare (1564), dem Musiker Roy Orbison (1936), dem deutschen Physiker Max Planck (1858), aber auch der ehemaligen Sturm-Nachwuchshoffnung Emmanuel Atangana (1983), der es in der Osim-Ära allerdings nie in die Kampfmannschaft geschafft hat und nun bereits seit zwölf Jahren beim SV Anger (aktuell in der steirischen Landesliga) kickt.
  • Da er, typisch deutsch, als kühl und unnahbar gilt, überrascht es, dass Foda italienische Wurzeln hat: Sein Vater stammt aus der Lagunenstadt Venedig und bis zu seinem 7. Geburtstag war Klein-Franco sogar im Besitz eines italienischen Passes.

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  • Sein Heimatverein war der SWW Mainz, mit 14 wechselte er zu Mainz 04, mit 16 dann nach Kaiserslautern. Sein erstes Spiel als Profi absolvierte er am 15. Oktober 1983, als der 1. FC Kaiserslautern im Stadion an der Hamburger Straße auswärts gegen Eintracht Braunschweig antrat und dort mit 0:4 unterging. Foda wurde in der 62. Minute – noch beim Stande von 0:1 – ausgewechselt.
  • Knapp zwei Jahre später traf er, damals noch 19-jährig, zum ersten Mal in seinem Leben auf den SK Sturm: Im Intertoto-Cup gewannen die Schwarz-Weißen gegen sein damaliges Team, der Arminia aus Bielefeld, durch Tore von Gernot Jurtin und Johnny Hansen sensationell mit 2:0.
  • Das erste Mal in die Steiermark reiste er zehn Tage später: Von der Alm in Bielefeld ging es in das Koralmstadion nach Deutschlandsberg. Das Rückspiel endete torlos, der Mainzer wurde dabei in der 50. Minute eingewechselt.
  • Nach dem Abstieg aus der Bundesliga mit Bielefeld wechselte der Verteidiger zum 1. FC Saarbrücken: Foda absolvierte für die Saarländer 15 Bundesliga-Partien, stieg aber erneut mit seinem Team ab, blieb diesmal aber dem Verein aber auch in der Zweiten Liga treu. Er absolvierte in der Folgesaison 37 von 38 Meisterschaftsspielen, vom Wiederaufstieg waren die Saarbrückner aber weit entfernt.
  • Franco Foda kehrte danach zurück nach Kaiserslautern, avancierte auch dort zum Stammspieler und absolvierte in insgesamt drei Spielzeiten 99 Pflichtspiele für die Pfälzer.
  • In diesem Zeitraum kam er auch zu Länderspielehren: Bei einer Südamerika-Tour des DFB debütierte er am 12. Dezember 1987 erst für die letzten acht Minuten im Estadio Garrincha gegen Brasilien (1:1) und wurde auch vier Tage später bei der 0:1-Niederlage gegen Argentinien in Buenos Aires für 25 Minuten vom DFB-Teamchef Franz Beckenbauer auf das Spielfeld geschickt. Sofort nach dem Schlusspfiff sprintete er über das halbe Feld um Maradonnas Trikot zu ergattern, musste sich aber dann letztendlich mit jenem von Jorge Burruchaga zufrieden geben.
  • Vor allem das erste Länderspiel in Brasilia ging doch einigermaßen in die Historie der Seleção ein: Als Foda eingewechselt wurde, ertönte schallendes Gelächter unter den Samba-Fans, doch der deutsche Fernsehzuseher konnte sich nicht erklären, warum eigentlich: Franco Foda bedeutet aus dem Portugiesischen wortwörtlich übersetzt „gratis Geschlechtsverkehr“.

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  • Ob er deswegen nie mehr zu Länderspielehren kam, sei dahingestellt. Obwohl als Sichtungsspieler Blickrichtung Heim-Euro-1988 mit nach Südamerika genommen, wurde er von Franz Beckenbauer und auch dessen Nachfolger nie mehr in das deutsche Nationalteam einberufen.
  • Seinen ersten nationalen Titel konnte Foda im WM-Jahr 1990 erringen: Im DFB-Pokalfinale bezwang er mit Kaiserslautern Werder Bremen mit 3:2. Die Pfälzer hatten im ausverkauften Berliner Olympiastadion nach 30 Minuten bereits mit 3:0 geführt.
  • Im selben Sommer wechselte der Mainzer zum Werksverein nach Leverkusen „um dort Meister zu werden“, verpasste somit aber schließlich als Leverkusener völlig überraschend den Meistertitel seines Ex-Klubs 1991. Dumm gelaufen!
  • Mit Bayer Leverkusen konnte Franco Foda hingegen „nur“ den Pokalsieg erringen: Nach Siegen über den ASV Bergedorf, seinen ehemaligen Klub, den 1. FC Kaiserslautern, VfR Heilbronn, FC Carl Zeiss Jena und der Eintracht aus Frankfurt gewann er im Pokalfinale 1993 gegen die zweite Mannschaft (!) von Hertha BSC mit 1:0.
  • Mit Leverkusen absolvierte Foda auch alle seine sechs Einsätze im Europapokal vor seiner Sturm-Ära: Sein Debüt gab er im Oktober 1990 in Katowice (Polen), schied in diesem Jahr allerdings schon in der zweiten Runde mit Leverkusen gegen Bröndby IF aus. Bei seiner zweiten Teilnahme mit Leverkusen reichte es in der Saison 1993/1994 immerhin zum Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger. Dort schied man gegen Benfica Lissabon nach einem 1:1 beim Auswärtsspiel und einem 4:4-Heimremis denkbar knapp aus.
  • 1994 wechselte der Mainzer zum insgesamt fünften und letzten Mal innerhalb von Deutschland: Für den VfB Stuttgart war er zweieinhalb Jahre tätig und wurde zum bereits dritten Male (mit drei verschiedenen Clubs – Rekord!) erneut Cupsieger: Allerdings ohne dabei beim 2:0-Finalerfolg gegen Energie Cottbus eingesetzt zu werden. Ganz im Gegensatz zu Franz Wohlfahrt, Fodas erstem österreichischen Mitspieler, der im Pokalfinale das Tor der Schwaben hütete.
  •  Nicht mehr eingesetzt wurde der Mainzer deswegen, weil er im Wintertransferfenster nach Verbalduellen mit dem schwäbischen Präsidenten zum FC Basel gewechselt ist. Doch die Schweizer waren damals noch nicht der Verein, der er heute ist. Letztendlich reichte es nur für Platz 8. Im Kader des FCB stand damals im Übrigen auch ein gewisser Markus Schupp. Da Foda aber bereits im Herbst drei Cupspiele für die Schwaben absolvierte, darf er sich ganz offiziell dreifacher DFB-Pokal-Sieger nennen.
  • Genau mit jenem Schupp wechselte Foda im Sommer 1997 von Basel zu Sturm. Schupp sollte eigentlich beim GAK landen, die Freundschaft seiner Gattin zu jener von dem damaligen Trainer in der Körösistraße Klaus Augenthaler machte dies möglich. Als Hannes Kartnig davon erfuhr, versprach er Schupp, mehr zu zahlen als der Stadtrivale, ohne in Erfahrung zu bringen, was für ein Angebot ihm die Roten gemacht haben. Als dieser Deal unter Dach und Fach war, fragte man Schupp, ob er nicht auch noch einen guten Libero kenne. Und so brachte dieser Franco Foda in Graz erst ins Gespräch. Die prominente Dauerfehde zwischen den beiden Grazer Fußballpräsidenten Hannes Kartnig und Harald Fischl kann man somit durchaus einen gewichtigen Grund für Fodas Verpflichtung nennen.
  • Sein Debüt in Österreich feierte der Mainzer bei der legendären Eröffnung des damals noch „neuen“ Liebenauer-Stadions, als der GAK mit 4:0 förmlich vom Platz gefegt wurde. Auch der „Beinahe-Rote“ Markus Schupp stand dabei in der Startelf.
  • Die Ära von Franco Foda als Spieler überschneidet sich beinahe kongruent mit der erfolgreichsten Phase der Schwarz-Weißen in der langen Vereinshistorie: Zwei Meistertitel, ein Pokalsieg und die Highlights in der Champions-League fallen genau in jenen Zeitraum.

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  • Insgesamt absolvierte der Verteidiger für Sturm 99 Bundesliga-Spiele, fünf Spiele im ÖFB-Cup, vier im Europapokal der Pokalsieger, sieben Spiele in der Champions-League-Qualifikation und als Krönung neun Einsätze in der Gruppenphase der Königsklasse.
  • Seinen einzigen Bundesliga-Treffer erzielte er beim 3:0-Auswärtssieg gegen die Wiener Austria am 3. Oktober 1998. Foda steuerte dabei in der 83. Minute den Treffer zum Endstand bei. Im Tor der Veilchen stand ein gewisser Günter Kreissl.
  • Fodas wichtigstes Tor war aber zweifellos der entscheidende Elfmeter im Pokalfinale 1999 gegen den LASK. Trainer Ivica Osim verfolgte das Penalty-Schießen vor dem TV-Schirm in den Katakomben des Prater-Stadions und schwor sich aufgrund der Dramatik dieses Spieles und seines erhöhten Nikotinkonsums an jenem Tag, nie mehr in seinem Leben einen Glimmstängel anzurühren und hielt dieses Versprechen bis heute.
  • Am 9. September 2000 vertrat Foda zum letzten Mal die schwarz-weißen Farben als aktiver Spieler: Bei der bitteren 1:2-Niederlage gegen SW Bregenz wurde er zudem bereits in der 39. Minute von Schiedsrichter Konrad Plautz mit glatt Rot des Feldes verwiesen. Einen Kopfball von Thomas Ambrosius hatte der Mainzer mit der Hand abgewehrt. Es war dies der siebente Ausschluss in seiner Karriere als Profifußballer, aber auch der einzige als Sturm-Spieler überhaupt.
  • Beschäftigungslos blieb er nicht lange: Direkt nach seiner aktiven Karriere begann er im Nachwuchsbereich von Sturm zu arbeiten, und wurde bereits 2002 Trainer der Sturm-Amateure und Co-Trainer von Ivica Osim.
  • Für Gelächter innerhalb des Teams sorgte der Mainzer zu jener Zeit, als er ein Foto des Kapitäns der Amateure in leicht illuminierten Zustand auf der Webseite einer Discotheken-Homepage entdeckte und dieses wenige Tage später bei einer Mannschaftsbesprechung über einen Beamer auf die Wand projizierte.
  • Als Ivica Osim im Herbst 2002 seinen Rücktritt verkündete, wurde er zum ersten Mal Cheftrainer. Ursprünglich war Kartnigs Plan, Foda nur kurzfristig als Platzhalter für einen gewissen Christoph Daum zu installieren. Doch auf der Chef-Trainerbank war er schon zuvor einmal gesessen: Im August 2002 vertrat er den Bosnier, bei der blamablen 1:3-Heimniederlage gegen Pasching, da dieser zuvor um eine Auszeit gebeten hatte.
  • Am 19. September 2002 debütierte Foda als offizieller Cheftrainer und das gleich auf europäischer Ebene. Gegen den schottischen Vertreter FC Livingston gab es dabei einen 5:2-Sieg zum Einstand. Richtig freuen konnte sich der Deutsche nach Spielende darüber aber nicht wirklich, zumal man die beiden Gegentreffer noch in der Nachspielzeit erhalten hatte.
  • Das Rückspiel in Schottland ging zwar – trotz 3:1-Führung – mit 3:4 verloren, dennoch reichte es zum Aufstieg. Von diesem Spiel gibt es keine bewegten Bilder, die wenigen schwarz-weißen Augenzeugen sprechen aber bis heute, dass das Spiel ein echtes britisches Gemetzel gewesen sein soll.
  • Auch in der Bundesliga erwischte Foda einen Traumstart: Aus den ersten drei Spielen gab es gleich drei Siege. Rapid und Ried wurden auswärts besiegt, Austria Salzburg zu Hause.
  • Im Europacup hingegen war gegen Lazio Rom Endstation: Nach einer 1:3-Heimniederlage, gab es einen tröstlichen 1:0-Auswärtssieg in der italienischen Hauptstadt. Damit ist Franco Foda bis heute der einzige Trainer, der mit einem österreichischen Verein auswärts im Europacup eine italienische Mannschaft besiegen konnte. Das Goldtor vor der Negativrekord-Kulisse von 4.000 Tifosi im Stadio Olimpico erzielte damals Imre Szabics.
  • Insgesamt reichte es in dieser ersten Saison in der Meisterschaft allerdings nur für Rang sechs. Vielleicht auch mit ein Grund dafür, dass Foda nach der Saison vom französischen Pullover-Fan Gilbert Gress abgelöst wurde. Foda blieb trotz dieser Nichtverlängerung dem Verein treu, ging wieder einen Schritt zurück und betreute drei Jahre lang erneut die Amateure.
  • Der wirre Franzose war dann wieder relativ schnell Geschichte und wurde durch Mischa Petrovic ersetzt. Doch als dieser verkündete zu Austria Kärnten zu wechseln (dort allerdings kein einziges Spiel auf der Betreuerbank erlebte, da man in Japan zu dieser Zeit noch mehr verdiente als im aufblühenden Hypoblase-Fußballland Kärnten), sich Sturm zudem in größtmöglichen finanziellen Turbulenzen befand, übernahm Foda wieder das Steuer und pilotierte den SK Sturm durch sehr emotionale und für die Anhängerschaft auch zum größten Teile sehr erfreuliche Zeiten. Foda erhielt 2006 ursprünglich nur einen Ein-Jahres-Vertrag und wurde – durchaus unüblich – vom Vorstand einstimmig zum Cheftrainer gewählt.
  • Wenn man die von der Bundesliga aufoktroyierten Punkteabzüge wegrechnet („Sturm liegt jetzt 13 Punkte hinter Sturm“), wäre Foda bereits in seiner ersten Saison seiner zweiten Trainer-Ära auf Tabellenrang vier gelandet, wie tatsächlich dann in den folgenden drei Spielzeiten.
  • In dieser Zeit wurde Foda immer wieder nachgesagt, mit älteren, routinierten Spielern so seine Probleme zu haben. Mit Frank Verlaat befand er sich zeitweise im Dauerclinch, auch die Beziehung Foda-Haas erlitt so manchen Kratzer. Am legendärsten gilt aber jene Schnurre, als im Zuge eines Trainingslagers in Belek Foda die gesammelte Mannschaft darum bat, dass jeder Spieler seine Wunsch-Start-Elf auf einen Zettel schreiben sollte. Als erster gab Samir Muratovic ab, der es sich mit seiner taktischen Formation relativ einfach machte: Elfmal Sandro Foda stand dort geschrieben.
  • Vor allem in Europa ist Sturm in der Ära Foda II mehrmals unterwegs: Soligorsk, Honved, FC Zürich, Siroki Brijeg, Petrovac, Metalist Kharkiv, Dinamo Bukarest, Galatasaray, Panathinaikos, Dinamo Tiflis, Juventus Turin, Videoton Székesfehérvár, BATE Borisov, Zestafoni, AEK Athen, Anderlecht und LOK Moskau standen in jener Periode im Logbuch.
  • Nach dem vielleicht emotional schönsten Titel in der Vereinshistorie von Sturm, dem Cuperfolg 2010 in Klagenfurt, wollen ihm seine Spieler eine Glatze rasieren, doch Foda weigert sich, verspricht aber, dies bei einem möglichen Meistertitel in der nächsten Saison nachzuholen. Dass dem wirklich so sein würde hat wohl der größte Optimist nicht erwartet.

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    (c) Wikimedia Commons/Steindy

  • Nach dem sensationellen Meistertitel im Mai 2011 hielt Franco Foda auch Wort und ließ sich von den Spielern – angeführt von Mario Haas und Manuel Weber – noch am Rasen eine Glatze scheren. „Jetzt feiern wir einmal zwei bis drei Tage“ sprach er, nachdem Mario der Barbier von ihm abgelassen hatte.
  • Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt, typisch Sturm halt. Die Titelverteidiger-Saison ist eine mehr als durchwachsene: Als dann auch noch Foda in seiner Doppelfunktion als Sportdirektor (seit Oliver Kreuzers Abgang) und Trainer entlastet werden soll, mit Paul Gludovatz ein neuer Sportdirektor bestellt wird und man gegen den Zweitdivisionär Hartberg mit 2:4 i. V. aus dem Cup fliegt, wird er (in der Meisterschaft lag man auf Platz 4) entlassen. Der Beginn einer echten Männerfreundschaft.
  • Lange Zeit blieb er allerdings nicht arbeitslos und schon zur nächsten Saison kehrte er zurück nach Kaiserslautern. In seiner ersten Saison am Betzenberg scheiterte aber in der Relegation um einen Aufstiegsplatz gegen die TSG Hoffenheim. In der darauffolgenden Saison wurde der Mainzer nach zehn Runden entlassen. Der FCK stand zu diesem Zeitpunkt auf Platz 4.
  • Nachdem Darko Milanic von Leeds abgeworben worden war und nach angeblich langen Männergesprächen zwischen Präsident Jauk und Franco Foda (ob nochmals über Petr Johana gesprochen wurde ist nicht verbürgt) – zu den vorhergehenden Hearings war der Mainzer noch nicht eingeladen worden – begann am 30. September 2014 doch tatsächlich die Ära Foda III. Somit ist Franco Foda neben August Rumpf (1961, 1970 und 1971) der einzige Trainer, der dreimal den Cheftrainerposten übernahm. Rumpf kam aber in seinen drei Perioden nicht einmal auf insgesamt drei Jahre als Trainer von Sturm.
  • Ein bleibendes Zitat von Franco Foda zu finden, gestaltet sich schwierig. Die Seite Zitate.eu zeigt bei der Eingabe des aktuellen Cheftrainers 0 Treffer an. Zu voraussehbar, zu professionell und zu medientauglich gestalten sich seit Jahren die Pressekonferenzen und Interviews von Foda. So manch erfahrener Journalist behauptet ja sogar, er würde die Antworten der von ihm gestellten Fragen an den Cheftrainer schon im Vorhinein kennen. Was wohl am längsten überleben wird, ist das „Auswärts kann man besser nicht spielen“ nach einer desaströsen 0:1-Niederlage. Wäre es ironisch gemeint gewesen, trüge jener Sager ja sogar einen gewissen Charme in sich. Allerdings bestätigte Foda, völlig emotionslos, Wochen später, dass er – zumindest die zweite Halbzeit in Mattersburg – wirklich genauso gesehen hat.
  • 2009 wurde er in der Sturm12.at-Serie „Wer war in hundert Jahren wirklich wichtig“ auf den zwölften Platz gewählt.
  • Als sein Trainervorbild bezeichnete der Mainzer einst Arsene Wenger.
  • Obwohl er bislang nur bei zwei Vereinen den Cheftrainerposten innehatte, gab es immer wieder Offerte an Foda, aus denen dann – manchmal knapp, manchmal deutlich – nichts wurde: 1860 München, HSV, Eintracht Frankfurt, Kaiserslautern (schon einige Jahre vor seiner tatsächlichen Verpflichtung), das georgische Nationalteam und last but not least war er einst auch ein aussichtsreicher Kandidat auf das Amt des österreichischen Teamchefs.
  • Die Liste jener Spieler, die unter Foda in der Bundesliga debütierten, gibt doch einiges her. Hier ein Auszug: Florian Kainz (17 Jahre 10 Monate), Daniel Beichler (18 Jahre 1 Monat), Jürgen Säumel (18 Jahre 6 Monate), Christian Klem (18 Jahre 7 Monate), Jakob Jantscher (18 Jahre 9 Monate), Klaus Salmutter (19 Jahre 3 Monate), Sebastian Prödl (19 Jahre 5 Monate), Marko Stankovic (21 Jahre 4 Monate), Christian Gratzei (21 Jahre 7 Monate).
  • Franco Foda behauptet von sich selbst, immer ein absoluter Familienmensch zu sein. Das nimmt man ihm auch ab. Dass ausgerechnet der eher mäßig begabte Sandro Foda (2 Minuten am 31.10.2007 beim 5:0-Erfolg gegen Ried) bis heute der jüngste Debütant unter Sturm-Trainer Franco Foda ist, ergibt doch eine etwas schiefe Optik.
  • Insgesamt bestritt Sandro 27 Bundesliga-Spiele für Sturm, Bruder Marco brachte es auf zwölf Spiele für die Amateure in die Regionalliga.
  • Viel Privates gibt Franco Foda selten preis: Bekannt ist beispielsweise aber, dass er sich gerne im Grazer Bermuda-Dreieck aufhält, die Liebocher Pizzeria „La Corte“ als sein Lieblings-Italiener gilt und dass er gerne im Urlaub zum Tauchen auf die Malediven fliegt.
  • In der nächsten Saison wird Franco Foda aller Voraussicht nach Ivica Osim als Rekord-Trainer ablösen. Noch 13 Pflichtspiele fehlen hierzu.
  • Man mag zu Foda stehen wie man will, eines ist Fakt: Es wird noch einiges an Wasser die Mur runterrinnen, bis es einen Menschen gibt, der mit Sturm sowohl als Spieler als auch Trainer Meister und Pokalsieger werden wird.

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    © Martin Hirtenfellner Fotografie

2 Kommentare

  1. Adrian Pennino sagt:

    wann bitte hat man zeit, so etwas zu schreiben, geschweige denn zu recherchieren?

    sehr guter Artikel und unabhängig von der Haltung gegenüber FF eine beeindruckende Sturmvergangenheit..

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  2. Arch Stanton sagt:

    Die Wunschstartelf von Muratovic leuchtet ein und war sicher der Beginn einer innigen Freundschaft.

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