4:0-Sieg in Niederösterreich auch bei den Frauen

Der Damen-Wochencheck zur 8. Runde

Zurück in der Spur!

Ein Spiel vor der Liga-Halbzeit haben die Schwoazen nach dem Rückschlag gegen Altenmarkt sofort wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. In Niederösterreich konnte unser Team einen souveränen, ungefährdeten 4:0-Auswärtserfolg beim SV Horn einfahren, welcher besonders süß schmeckte, weil die unmittelbare Tabellenkonkurrenz im direkten Duell nur Remis spielte.

Der Herbstmeistertitel ist fix in St. Pölten, aber dahinter wird es eng. | Screenshot: ÖFB.at

Giantsopoulos und Frieser treffen nach Standards

In Hälfte eins machte sich vor allem eine Tatsache bemerkbar: SV Horn ist kein Team, das einfach aufgestiegen ist, um jetzt die Klasse zu halten und den Bus vor dem Tor zu parken. Mutig versuchte das Heimteam die Grazerinnen zu stören und in Bedrängnis zu bringen, wohl auch in dem Wissen, dass die junge U17-Nationaltorhüterin Mariella El Sherif aufgrund des Ausfalls von Vanessa Gritzner ihr Startelf-Debüt in der Bundesliga feierte. Der Wille allein war allerdings nicht genug, denn die Schwoazen kamen mit viel Leidenschaft und Entschlossenheit schnell ins Spiel und ließen keinen Zweifel daran übrig, dass man aus der Vorwoche einiges gelernt hatte und um Wiedergutmachung bemüht war. Dennoch dauerte es bis zur 25. Minute, ehe endlich eine Gelegenheit auch in ein Tor umgemünzt werden konnte – Kat Giantsopoulos löste den Knoten nach einem langen Freistoß von Maria Plattner merklich und konnte den Ball per Kopf mit viel Übersicht im langen Eck unterbringen.
Nur sechs Minuten stieß Jessica Frieser bei den Gegnerinnen ins selbe Horn: Mit einem fantastischen Halbvolley aus der Distanz (31.) stellte sie auf 2:0, nachdem Celina Degen eine flache Freistoßhereingabe (wieder von Plattner) per Schlenzer an die Latte geklatscht hatte. Sehenswerter Treffer, nachzusehen in der Torshow.

Zweite Hälfte mit ähnlichem Verlauf

Eine, die seit Wochen in großer Form auf dem Platz steht, krönte ihre starke Leistung auch in diesem Spiel mit einem Tor: Maria Plattner. Mit einem enorm schnellen Antritt enteilte sie der Verteidigung und hob den Ball schön zum 3:0 ins Tor (66. Minute). Unmittelbar nach dem Treffer kam Bella Habuda zu ihrem Comeback und durfte noch für eine knappe halbe Stunde die Gegnerinnen auf die Hörner nehmen. Schließlich sorgte Julia Mak noch für einen erfreulichen Schlusspunkt in Minute 85, als sie nach einem scharfen Stanglpass, den die Stürmerinnen verpassten, viel Zeit hatte um den Ball unter Kontrolle zu bringen und trocken in die Maschen zu knallen. Das war das 4:0 aus Sicht der souverän agierenden Schwoazen und dann auch der Endstand, den eine weitere Debütantin, Julia Keutz, ab der 88. Minute gemeinsam mit den anderen über die Zeit bringen durfte.

Noch einmal in die Spielvorbereitung bis zur Winterpause | (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Kampfansage an Landhaus und Neulengbach

Dass der SK Sturm an diesem Wochenende zwei 4:0-Siege in Niederösterreich feiern durfte, war in dieser Form nicht zu erwarten gewesen, wenngleich der Erfolg der Frauen auch in dieser Höhe nicht überraschend ausfällt. Ein wichtiges Zeichen an die Konkurrenz, dass sich das Team nach der Niederlage in der Vorwoche sofort aufrappeln konnte und mit einer trockenen, konsequenten Leistung eine klare Botschaft an Neulengbach und Landhaus schickte. Die Tabellenkonkurrenz trotzte sich nämlich im direkten Duell gegenseitig ein Unentschieden ab und bot somit sowohl Sturm als auch St. Pölten die Möglichkeit Boden gutzumachen, die beide dankend annahmen.

An Allerseelen findet nun das letzte Bundesliga-Spiel für die Frauen des SK Sturm statt, dann geht es in die Winterpause, die in der österreichischen Frauen-Bundesliga bis März dauert und das wiederum, ist durchaus schade. Das ist aber ein weiterer, triftiger Grund um endlich mal aus der schwoazen Komfortzone zu schlüpfen und nicht nur das Liebenauer Stadion zu beehren, sondern auch endlich mal in Messendorf unserem starken, jungen Team bei der Arbeit zuzusehen. Es geht gegen den FFC Vorderland und zwar um 10:30 am kommenden Samstag! Immer wieder auf die Schwoazen!

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